Oberstdorf

„Die anderen müssen mich jagen”: Eisenbichler vor Showdown

Markus Eisenbichler       -  Dritter in der Qualifikation für die Großschanze: Markus Eisenbichler.
Foto: Daniel Karmann/dpa | Dritter in der Qualifikation für die Großschanze: Markus Eisenbichler.

Entspannt zur Titelverteidigung? Markus Eisenbichler lässt sich vor dem Großschanzeneinzel bei der WM in Oberstdorf nicht unter Druck setzen.

„Ich habe überhaupt keinen Stress, die anderen müssen mich jagen”, sagte der 29-Jährige nach Platz drei in der Skisprung-Qualifikation und klopfte auf sein Leibchen mit der Aufschrift „World Champion 2019”. Der Bayer hatte vor zwei Jahren bei der WM in Tirol vor seinem Kumpel Karl Geiger Gold gewonnen.

Aktuell denke er fast gar nicht mehr an den großen Triumph am Bergisel in Innsbruck, sagte „Eisei” und ergänzte: „Wenn ich es mir nochmal anschaue, dann kommen die Gefühle wieder hoch. Aber ich lebe im Hier und Jetzt.”

Geiger, der in Oberstdorf bereits Silber von der Normalschanze sowie Gold im Mixed-Team mit Eisenbichler, Katharina Althaus und Anna Rupprecht gewonnen hatte, sieht das ähnlich. „Innsbruck ist zwei Jahre her, ich erinnere mich gerne zurück, aber morgen ist ein komplett neuer Tag”, sagte er. „Was vor zwei Jahren war, davon kann ich mir morgen nix mehr kaufen.”

Der 28-Jährige bezeichnete den coronabedingten Ausfall des Saison-Dominators und Gesamtweltcupsiegers Halvor Egner Granerud aus Norwegen als „für ihn extrem bitter”. Geiger selbst war in dieser Saison bereits wegen eines positiven Coronatests ausgefallen und gerade noch rechtzeitig zur Vierschanzentournee aus der Quarantäne zurückgekehrt.

Eine Rückkehr der anderen Art feiert heute (17.00 Uhr/ZDF und Eurosport) Severin Freund. Der 32-Jährige bestreitet seinen ersten WM-Wettkampf seit den Titelkämpfen im schwedischen Falun 2015. Damals hatte Freund zweimal Gold und einmal Silber gewonnen. In den vergangenen Jahren hatten den einstigen Vorzeigespringer mehrere Verletzungen weit zurückgeworfen. „Mir bedeutet es echt viel”, sagte Freund zu seinem Comeback. „In dem Team hätten es mir im Sommer nicht viele zugetraut. Es ist eine ziemlich beachtliche Leistung, deshalb freut es mich sehr.”

© dpa-infocom, dpa:210304-99-693327/3

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