Nyon/München

EM-Diskussionen halten an: Bericht über vier Szenarien

Fußball-EM       -  Wegen der Corona-Krise steht die Austragung der EM in der Diskussion.
Foto: Facundo Arrizabalaga/EPA/dpa | Wegen der Corona-Krise steht die Austragung der EM in der Diskussion.

Wie RTL/ntv berichtete, werden bei der UEFA derzeit vier Ersatzmodelle diskutiert. Demnach könnten die 51 Spiele vom 11. Juni bis 11. Juli nur in einer, in zwei bis drei, in fünf oder in zehn Städten in entsprechend vielen Ländern stattfinden.

Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur präferieren die Organisatoren des Kontinentalverbandes ungeachtet der Probleme durch die Corona-Pandemie aber weiterhin die im Vorjahr um ein Jahr verschobene Originalvariante mit zwölf Spielorten in zwölf Ländern.

Ein Spielort wäre München mit der Allianz Arena des FC Bayern. Dessen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge wünscht sich zunächst, „dass diese Europameisterschaft überhaupt stattfinden kann unter den jetzigen Corona-Voraussetzungen”, wie er am Donnerstag bei „Bild live” sagte: „Das wird nicht ganz so einfach sein.” Die UEFA erwarte „keine einfache Aufgabe”, bemerkte Rummenigge. Es verwies ebenfalls auf die Gerüchte, wonach an der Entscheidung für zwölf Spielorte noch „etwas gedreht und etwas verändert” werden könnte.

Die UEFA kommentierte und bestätigte keines der möglichen Szenarien zu einer Spielortstreichung. Präsident Aleksander Ceferin hatte bereits im Oktober gesagt, dass man bereit sei, verschiedene Szenarien umzusetzen. Eine Entscheidung will die UEFA bis zum 5. März in der Zuschauerfrage treffen. Die Optionen reichen von Spielen in vollen Stadien bis hin zu einem kompletten Fan-Ausschluss.

Die Stadt München hatte zu Wochenbeginn mitgeteilt, weiterhin mit der EM zu planen. München gehe „unverändert davon aus”, dass vier Spiele in der Allianz Arena stattfinden werden, teilte das Referat für Bildung und Sport der bayerischen Landeshauptstadt auf Anfrage mit.

In München soll die deutsche Nationalmannschaft am 15. Juni mit dem Duell gegen Weltmeister Frankreich in das Turnier einsteigen. Dort sind auch die beiden weiteren Vorrundenpartien gegen Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) angesetzt. Zudem kommt es in München zu einem Viertelfinale. Zuletzt hatte es immer wieder Spekulationen gegeben, die UEFA könnte mehrere Spielorte streichen.

Auch über eine Komplettvergabe des Turniers an Russland war spekuliert worden. Englischen Medienberichten vom Donnerstag zufolge sollen zudem die lokalen Organisatoren bereit sein, mehr als die bislang in London geplanten sieben Spiele inklusiver beider Halbfinals und des Endspiels auszurichten.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-117410/3

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