Würzburg

MP+Kommentar zum Verbot der One-Love-Binde bei der WM und dem kuschenden DFB: "Für etwas einzustehen, bedeutet auch, mögliche Konsequenzen zu tragen"

Der Deutsche Fußball-Bund hätte ein  Zeichen setzen können. Statt sich aber dem Druck der Fifa entgegenzustellen, knickt man viel zu schnell ein, meint unser Autor.
Aus Angst vor Sanktionen wird auch der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, ohne die One-Love-Binde auflaufen.
Foto: Christian Charisius, dpa | Aus Angst vor Sanktionen wird auch der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, ohne die One-Love-Binde auflaufen.

Eine Mannschaft wegen eines derart profanen Symbols wie der bunten Kapitänsbinde sanktionieren zu wollen, zeigt einmal mehr, wie entrückt die Fifa ist. Es ist eine lächerliche Entscheidung. Kaum besser aber ist die Haltung der Teams, wegen der angedrohten Bestrafung einzuknicken.Der Deutsche Fußball-Bund hatte es sich unter Präsident Bernd Neuendorf zur Aufgabe gemacht, glaubhaft für Werte einzustehen. Für etwas einzustehen, bedeutet auch, mögliche Konsequenzen zu tragen. Hier haben es sich der DFB und die anderen europäischen Verbände nun viel zu leicht gemacht.

Dieser Artikel ist hier noch nicht zu Ende, sondern unseren Abonnentinnen und Abonnenten vorbehalten.

Wenn Sie weiterlesen wollen, können Sie hier unser MP+-Angebot testen.

Wenn Sie bereits MP+-Nutzer sind, loggen Sie sich bitte hier ein.

Wenn Sie die tägliche Zeitung abonniert haben, ist der Zugang für Sie gratis. Jetzt mit Kundennummer registrieren!