Düsseldorf

Der 26. Bundesliga-Spieltag im Telegramm

Adi Hütter       -  Adi Hütter ist der Trainer von Eintracht Frankfurt.
Adi Hütter ist der Trainer von Eintracht Frankfurt. Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Borussia Dortmund - FC Schalke 04 (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der daheim noch ungeschlagene Tabellenzweite BVB will auf Schlagdistanz zum vier Punkte besseren Spitzenreiter FC Bayern bleiben. Schalke möchte als Sechster Kurs auf die Europa League halten.

STATISTIK: Vor der Corona-Pause hatte der BVB mit sieben Siegen in acht Rückrundenspielen einen Lauf. Dagegen ist Schalke seit sieben Partien sieglos.

PERSONAL: Dem BVB fehlen mit Reus, Witsel, Can und Zagadou gleich vier Stammkräfte. Beim FC Schalke hat sich die zuletzt lange Verletztenliste verkürzt. Bis auf Mascarell, Stambouli und Kabak sind alle Profis einsatzfähig.

BESONDERES: Schalke hat sich zum BVB-Schreck entwickelt. In den jüngsten acht Ligavergleichen gab es nur einen Sieg für Dortmund. Vor allem die vergangenen beiden Heimspiele hinterließen Wirkung: Beim 4:4 in der Saison 2017/18 verspielte die Borussia eine 4:0-Führung. Das 2:4 in der vergangenen Saison war ein empfindlicher Rückschlag im Titelkampf und die bisher einzige Heimniederlage für Favre als BVB-Coach.

Fortuna Düsseldorf - SC Paderborn (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Für beide Teams ein extrem wichtiges Spiel um den Klassenverbleib. Fortuna (16./22 Punkte) kann die Ostwestfalen (18./16) weiter distanzieren oder selbst wieder näher an die direkten Abstiegsplätze rücken.

STATISTIK: In bislang 19 Pflichtspielen in verschiedenen Ligen konnten die Düsseldorfer nur dreimal gewinnen, der einzige Heimsieg liegt mehr als zehn Jahre zurück. Das Hinspiel gewann Paderborn mit 2:0.

PERSONAL: Bei Düsseldorf fehlen Fink, Tekpetey, Steffen und Kownacki. Paderborn muss auf Kilian verzichten.

BESONDERES: Beide Vereine haben wichtige Personalwechsel vorgenommen. Bei Fortuna steht Trainer Rösler für Funkel an der Linie, bei Paderborn ist Wohlgemuth für Przondziono neuer Geschäftsführer Sport.

1899 Hoffenheim - Hertha BSC (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Als Tabellen-13. hat Hertha sechs Punkte Vorsprung vor der Abstiegszone. Nach unruhigen Monaten mit dem erneuten Trainerwechsel und der Kalou-Affäre hoffen die Berliner auf einen erfolgreichen Neustart. Hoffenheim ist seit sechs Spielen sieglos - die längste Serie dieser Art unter Chefcoach Schreuder.

STATISTIK: Hertha ist seit fünf Auswärtsspielen ungeschlagen. Die Hoffenheimer haben bereits sieben Heim-Niederlagen kassiert, mit einer achten würden sie den Negativ-Rekord aus der Saison 2012/13 einstellen.

PERSONAL: Die TSG hat viele Ausfälle im Sturm: Kramaric, Adamyan und Belfodil fehlen verletzt. Labbadia kündigte an, dass der Norweger Rune Jarstein im Tor stehen wird und Thomas Kraft verdrängt.

BESONDERES: Bruno Labbadia gibt sein Debüt als Trainer der Berliner. Der 54-Jährige ist der einzige Chefcoach, der mit seinen jeweiligen Clubs schon insgesamt sechs Siege in Sinsheim holte. Kein anderer Kollege gewann dort mehr als dreimal.

RB Leipzig - SC Freiburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Leipzig will sich für die Hinspiel-Niederlage in Freiburg revanchieren. Zudem darf RB sich keinen Ausrutscher erlauben, will man die Mini-Chance auf die Meisterschaft wahren.

STATISTIK: In der jüngeren Vergangenheit war für Freiburg in Leipzig nichts zu holen. RB gewann die vergangenen drei Heimspiele, hatte dabei ein Torverhältnis von 10:3.

PERSONAL: Forsberg fehlt wegen einer Angina, verpasste zudem die Quarantäne. Upamecano ist gelbgesperrt. Freiburg hat keine Ausfälle zu beklagen.

BESONDERES: In Sabitzer, Poulsen und Orban haben drei Spieler des Leipziger Kaders bereits Erfahrung mit Spielen vor fast leeren Rängen.

FC Augsburg - VfL Wolfsburg (Samstag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Der abstiegsbedrohte FC Augsburg hat sieben der vergangenen neun Spiele verloren. Wolfsburg kämpft um einen Europa-League-Platz und ist seit sechs Punktspielen ungeschlagen.

STATISTIK: Der FCA ist seit vier Partien gegen den VfL sieglos. Das 8:1 am 34. Spieltag der vergangenen Saison war der höchste Erfolg der Wolfsburger in ihrer Bundesliga-Geschichte.

PERSONAL: Augsburgs Stürmer Finnbogason hat Kniebeschwerden. Der VfL muss auf Weghorst (Gelb-Sperre) sowie die verletzten Guilavogui, Gerhardt, William und Camacho verzichten.

BESONDERES: Heiko Herrlich wurde schon am 10. März als neuer FCA-Coach vorgestellt - nach seinem Verstoß gegen die Quarantäneregeln wird er nun nicht auf der Bank sitzen.

Eintracht Frankfurt - Borussia Mönchengladbach (Samstag, 18.30 Uhr)

SITUATION: Die Hessen stecken im Mittelfeld der Tabelle fest, während Gladbach als Vierter eine echte Chance auf Europa hat.

STATISTIK: In Frankfurt hat die Borussia seit 2015 nicht mehr gewonnen, beim 5:1 trafen Raffael und André Hahn damals doppelt.

PERSONAL: Die Eintracht bangt um die Einsätze von Durm und Paciencia, Gladbach muss auf Zakaria (Knie-OP) verzichten.

BESONDERES: Für beide Clubs ist es schon das zweite Geisterspiel in dieser Saison. Frankfurt empfing Basel vor leeren Rängen, Gladbach den Rivalen aus Köln.

1. FC Köln - FSV Mainz 05 (Sonntag, 15.30 Uhr)

SITUATION: Köln hat sich mit acht Siegen aus elf Spielen aus dem Keller gearbeitet und ist Europa näher als der Abstiegszone. Mainz hat als 15. vier Zähler Abstand auf den Relegationsplatz.

STATISTIK: Mainz hat von acht Spielen in Köln noch keines gewonnen. Köln-Stürmer Uth hat gegen Mainz sechs Tore erzielt, so viele wie gegen keinen anderen Gegner.

PERSONAL: Bei Köln dürfte mindestens einer der beiden positiv auf Corona getesteten Spieler fit sein. Den anderen plagen Leistenprobleme. Bei Mainz fehlt Stammkeeper Zentner, für ihn spielt erstmals seit August wieder Müller. Torjäger Mateta ist gesperrt.

BESONDERES: Mainz-Trainer Beierlorzer hat beim 3:1-Sieg der 05er im Hinspiel noch auf der Kölner Bank gesessen. Mit dem FC kam er in 11 Spielen auf einen Schnitt von nur 0,63 Punkten, mit Mainz hat er ihn mit 1,21 Punkten nach 14 Partien fast verdoppelt.

1. FC Union Berlin - FC Bayern München (Sonntag, 18.00 Uhr)

SITUATION: Für Tabellenführer FC Bayern beginnt die Jagd nach dem 30. Meistertitel. Union will seine bislang erfolgreiche Premierensaison fortsetzen. 30 Punkte stehen für den Tabellen-Elften auf dem Konto.

STATISTIK: Im Hinspiel zeigte der Aufsteiger eine achtbare Leistung. Das 1:2 war zumindest ein Achtungserfolg in der Allianz Arena. Im Stadion an der Alten Försterei feiern die Bayern eine Premiere.

PERSONAL: Union muss auf den gelb-rot-gesperrten Friedrich und auf Malli verzichten, der nach positivem Corona-Test Trainingsrückstand hat. Bei den Bayern fehlen wegen Knöchelverletzungen Coutinho und Tolisso.

BESONDERES: Der 1. FC Union Berlin muss das Bundesliga-Spiel gegen den FC Bayern München ohne seinen Trainer Urs Fischer bestreiten. Der 54-Jährige kehrt nach dem Tod seines Schwiegervaters am Samstag aus der Schweiz nach Berlin zurück, wird die Mannschaft aber erst nach zwei negativen Coronavirus-Tests wieder betreuen.

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