Stuttgart

Freiburg feiert glücklichen Sieg gegen Stuttgart

SC Freiburg - VfB Stuttgart       -  Nach zuvor zwei sieglosen Spielen konnte sich Freiburg gegen Stuttgart durchsetzen.
Foto: Tom Weller/dpa | Nach zuvor zwei sieglosen Spielen konnte sich Freiburg gegen Stuttgart durchsetzen.

Die Erleichterung war Christian Streich anzusehen. Fest drückte der Trainer des SC Freiburg nach dem am Ende erzitterten 2:1 (2:1) im Baden-Württemberg-Duell mit dem VfB Stuttgart seine Nebenleute an der Trainerbank und seine Spieler.

Zwei Pfostentreffer der Stuttgarter hatten den Gastgebern in den Schlussminuten den Erfolg gerettet. Für die Gäste verschoss Nicolas Gonzalez kurz vor der Pause zudem einen Elfmeter (45.+1).

„In der zweiten Halbzeit hat Stuttgart sehr, sehr gut gespielt. Der VfB Stuttgart hätte natürlich nach den 90 Minuten ein Unentschieden verdient gehabt”, räumte Streich ein: „So viel Glück wie in der zweiten Halbzeit hatten wir in dieser Saison noch nicht.”

Zufrieden und stolz kann der Coach der Breisgauer nun aber auf die vergangenen Wochen blicken. Nur eins der vergangenen zehn Spiele in der Fußball-Bundesliga haben die Badener verloren - nur beim FC Bayern in München unterlagen sie (1:2). „Ich glaube, wir können klar mithalten und jedes Spiel gewinnen. Was kommt, werden wir sehen. Der Blick auf die Tabelle ist schön im Moment”, sagte Ermedin Demirovic, dessen aufsteigende Formkurve stellvertretend für den Aufschwung der Freiburger nach einem problematischen Saisonstart steht. Gegen den VfB gefiel er als Torschütze und Vorbereiter.

Die Gäste waren durch Silas Wamangituka (7. Minute) früh in Führung gegangen. Der 21-Jährige tankte sich auf der linken Seite gegen Freiburgs Rechtsverteidiger Jonathan Schmid durch, passte zu Daniel Didavi, dessen Schuss SC-Torwart Florian Müller noch parierte. Den Abpraller allerdings schob Wamangituka ein. Nach einem Videobeweis, mit dem eine mögliche Abseitsstellung überprüft wurde, jubelte der VfB.

In der unterhaltsamen ersten Hälfte drehten dann Angreifer Demirovic (14.) und Mittelfeldspieler Woo-yeong Jeong (37.) mit ihren Treffern gegen die defensiv anfälligen Stuttgarter die Partie. Beim zweiten Freiburger Tor verlängerte Demirovic per Hacke. VfB-Verteidiger Pascal Stenzel, früherer Freiburger, ließ den Ball durch. VfB-Coach Pellegrino Matarazzo gab zu, dass die Gegentore vermeidbar waren.

In der zweiten Halbzeit war der schwäbische Aufsteiger klar überlegen, blieb in seinen Bemühungen aber erfolglos - und hatte Pech: Der eingewechselte Erik Thommy und Gonzalez scheiterten in den Schlussminuten am Pfosten. Der starke Freiburger Keeper Florian Müller parierte zudem nicht nur den von Gonzalez leichtfertig vergebenen Elfmeter (45.+1). „Gerade in der zweiten Halbzeit dürfen wir das Spiel auf keinen Fall verlieren. Wir haben Chancen am laufenden Band gehabt. Wenn du dann verlierst, ist das sehr bitter”, klagte VfB-Mittelfeldspieler Didavi bei Sky.

Für die Schwaben setzte sich mit der zweiten Auswärtsniederlage binnen drei Tagen der Abwärtstrend fort, vier der vergangenen sechs Partien in der Fußball-Bundesliga hat der Aufsteiger nun verloren. In der Tabelle sind die Freiburger mit 27 Punkten Neunter, mit fünf Zählern weniger bleiben die Schwaben vorerst Zehnter. „Ich glaube, wir haben eine gute zweite Halbzeit gespielt, die sehr dominant war. Ich glaube, es war schon ein bisschen unglücklich”, sagte Matarazzo: „Die Leistung stimmt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die Ergebnisse wieder stimmen werden.”

© dpa-infocom, dpa:210123-99-142902/3

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