Augsburg

Freiburgs Sieglos-Serie hält in Augsburg an

FC Augsburg - SC Freiburg       -  Augsburgs Daniel Caligiuri (r) und Freiburgs Lucas Höler im Laufduell.
Foto: Stefan Puchner/dpa | Augsburgs Daniel Caligiuri (r) und Freiburgs Lucas Höler im Laufduell.

So richtig wusste keiner der Spieler nach dem Schlusspfiff, ob er sich über das Unentschieden freuen oder ärgern sollte. Die Sieglos-Serie des SC Freiburg geht in der Fußball-Bundesliga jedenfalls weiter.

Nach zuletzt drei Niederlagen konnte die Mannschaft aus dem Breisgau beim 1:1 (0:0) auswärts gegen den FC Augsburg aber immerhin wieder einen Punkt verbuchen. Nach der Führung von Vincenzo Grifo (64. Minute) waren die Gäste sogar am Dreier dran, bis Ruben Vargas (80.) ausglich. Insgesamt warten die Freiburger seit acht Spielen auf einen Sieg.

„Wir sind zufrieden, wie wir aufgetreten sind. Mit dem Ergebnis, wenn man 1:0 führt, am Ende natürlich nicht”, sagte SC-Coach Christian Streich. Der 55-Jährige lobte die „Haltung” eine Woche nach dem 1:3 gegen Mainz. „Heute war es absolut in Ordnung. Aber jubeln brauchen wir nicht, wir haben ein weiteres Spiel nicht gewinnen können.”

Die Schlussphase entschädigte zumindest beim Spannungsfaktor für ein Spiel, das kein Fußball-Leckerbissen war. Der dritte Saisontreffer von Grifo fiel nach einer der wenigen sehenswerten Aktionen des Geisterspiels. Nicolas Höfler setzte sich auf dem rechten Flügel gegen drei Augsburger durch, seine Flanke fand Grifo. Der Deutsch-Italiener konnte den Ball gegen eine schlecht gestaffelte Abwehr noch annehmen und verwandelte aus wenigen Metern. „Mehr oder weniger ein Geschenk”, monierte Augsburg-Coach Heiko Herrlich.

Der eingewechselte Michael Gregoritsch hatte nach einem Eckball aus wenigen Metern bei einem Volleyschuss den Ausgleich auf dem Fuß, doch er traf Mitspieler Felix Uduokhai am Kopf (75.). Besser machte es Vargas, dessen Schuss vom ehemaligen Augsburger Jonathan Schmid ins eigene Tor gelenkt wurde. Auch für den Schweizer war es der dritte Saisontreffer - immer war es das erste Tor für sein Team. „Ich denke, das Unentschieden ist am Ende gerecht”, sagte Herrlich.

Vor der hochintensiven letzten halben Stunde prägten Fehlpässe und Ungenauigkeiten das Bild in einem Spiel, in dem es bis zum Grifo-Tor praktisch keine hochkarätigen Torchancen zu bestaunen gab. Lautstark riefen Herrlich, einst Jugendspieler in Freiburg, und sein Gegenüber Streich immer wieder ihre Kommandos. An der Umsetzung haperte es.

Augsburg hatte ohne den am Sprunggelenk verletzten Alfred Finnbogason gegen die zuletzt wackligen Freiburger vor der Pause keine Torchance. Vielmehr hatten auch die Gäste nicht zu bieten, immerhin kamen sie wiederholt zum Abschluss. Bezeichnend: In der ersten Hälfte gab es mehr Gelbe Karten (3) als Schüsse aufs Tor (2).

Das Engagement war bei beiden Kontrahenten groß, in vielen Zweikämpfen schenkten sie sich nichts. Augsburg demonstrierte wie vor einer Woche beim 1:1 in Mönchengladbach Mentalität - und wurde belohnt. „Das zeigt, dass die Mannschaft bis zum Ende dran glaubt”, sagte Manager Stefan Reuter.

© dpa-infocom, dpa:201128-99-498903/3

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