Berlin

Freitag kritisiert Fußball: „Rücksichtnahme ein Fremdwort”

Dagmar Freitag       -  Kritisiert die Reisen der Fußballprofis in Zeiten von Corona: Dagmar Freitag.
Foto: Fabian Strauch/dpa | Kritisiert die Reisen der Fußballprofis in Zeiten von Corona: Dagmar Freitag.

„Der Profifußball, und auch andere Sportarten, leben offensichtlich in einem anderen Kosmos, in dem Rücksichtnahme ein Fremdwort ist”, sagte die Vorsitzende des Sportausschusses dem Deutschlandfunk. Sportler wie etwa die Profis des FC Bayern, die zur Club-WM nach Katar gereist waren, sollten nach ihrer Rückkehr in Quarantäne, forderte Freitag.

„Was für den Normalbürger gilt, muss auch für rückreisende Profimannschaften gelten. Insbesondere, wenn eine Mannschaft zurückkommt, die selbst einen aktiven Corona-Fall im Team gehabt hat”, sagte die 67-Jährige. Bayern-Profi Thomas Müller war vor dem Finale der Club-WM positiv auf das Coronavirus getestet worden und befindet sich nun in Quarantäne. Die übrige Mannschaft tritt am Montag in der Fußball-Bundesliga gegen Arminia Bielefeld an.

Ihrer Ansicht nach sei es „schwierig zu vermitteln, dass ein ganz kleiner Teil der Bevölkerung offensichtlich Rechte genießt, die mit dem, was für alle anderen gilt, nichts mehr zu tun haben”, sagte die Politikerin. Wegen der Corona-Einreisebeschränkungen mussten auch diverse Partien in der Champions League verlegt werden, so tritt etwa RB Leipzig am Dienstag in Budapest gegen den FC Liverpool an.

© dpa-infocom, dpa:210213-99-430939/3

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