Freiburg

Gladbach legt im Vierkampf vor

Marco Rose       -  Gladbachs Trainer Marco Rose will mit seinem Team in die Champions League.
Gladbachs Trainer Marco Rose will mit seinem Team in die Champions League. Foto: Ina Fassbender/AFP-Pool/dpa

Marco Rose will im nervenaufreibenden Vierkampf um drei Champions-League-Plätze nicht das Rechnen beginnen.

„In Mathe war ich immer der Typ, der Kreide holen war”, sagte der Trainer von Borussia Mönchengladbach mit einem breiten Grinsen: „Rechnen ist nicht so meine Stärke. Und deshalb versuche ich es gar nicht.”

Eines ist dem 43-Jährigen aber klar: Ihre Chance will die Borussia mit voller Offensive suchen. „Wir wollen in erster Linie angreifen. Das liegt uns”, sagte Rose vor dem Freitagspiel beim SC Freiburg (20.30 Uhr/DAZN und Amazon): „Wir haben das Toreschießen bisher auf breite Schultern verteilt. Jetzt müssen alle noch mal die Kanone laden, damit wir unser großes Ziel erreichen.”

Im Vorjahr verspielte die Borussia am letzten Spieltag die Champions-League-Teilnahme, nachdem sie an 24 von 34 Spieltagen auf einem der ersten vier Plätze gestanden hatte. Das soll diesmal nicht passieren. Und es wäre auch besonders bitter, weil die Borussia schon fünf Spiele vor dem Saisonende einen Punkt mehr geholt hat als in der gesamten zurückliegenden Spielzeit.

„Es werden immer weniger Spiele. Jetzt geht es um die Wurst”, sagte Rose: „Jetzt müssen wir punkten.” Und zum Auftakt des 30. Spieltags am besten vorlegen. „Es geht Schlag auf Schlag in diesen entscheidenden Wochen”, sagte der Borussia-Coach: „Jedes Spiel gibt eine Richtung vor.”

Während Tabellenführer FC Bayern die Champions-League-Teilnahme auch rechnerisch kaum noch zu nehmen ist, hat Borussia Dortmund als Zweiter vier Punkte mehr als Gladbach, Leipzig als Dritter zwei. Und auf Rang fünf lauert punktgleich Bayer Leverkusen - ausgerechnet der Verein, der die Borussia im Saisonfinale 2019 aus allen Träumen riss.

Zudem fahren die Gladbacher mit einer echten Horror-Bilanz nach Freiburg. Sportdirektor Max Eberl hat als Funktionär noch keinen einzigen Sieg im Breisgau gefeiert. Bei neun Versuchen gab es gerade mal einen einzigen Punkt. „Als Spieler habe ich da schon mal gewonnen”, sagte Eberl lachend. Beim bisher letzten Sieg am 23. März 2002 (1:0) war er als Rechtsverteidiger dabei. Die Trainer hießen damals Hans Meyer und Volker Finke.

Die schwarze Serie soll am Freitag enden. „Wir wollen das ändern”, sagte Eberl: „Grundsätzlich sollten wir uns aber nicht so lange mit der Vergangenheit beschäftigen. In Freiburg tut sich nicht nur Gladbach schwer. Weil sie eine sehr gute Mannschaft haben. Und weil die Begebenheiten anders sind.”

Allerdings scheinen den Freiburgern die Zuschauer im Vergleich zu anderen Teams besonders zu fehlen. Nach dem Wiederbeginn der Bundesliga holten sie noch keinen Sieg. Die beiden Heimspiele gegen Bremen und Leverkusen gingen jeweils 0:1 verloren. „Wenn's dunkel wird, das Flutlicht brennt, und keine Leut' sind da, da fühlt man sich echt ein bisschen allein”, sagte Freiburgs Trainer Christian Streich.

Dennoch glaubt der Sport-Club auch gegen die favorisierten Gladbacher an seine Chance. „Gladbach ist ähnlich wie Leverkusen eine Mannschaft, die sehr intakt ist und extreme individuelle Stärken hat”, sagte der 54-Jährige. „Aber mir ist nicht bange, weil wir gegen Leverkusen auf Augenhöhe waren.”

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