Budapest

Nach Lehrstunde: Gladbachs Europa-Tour vor dem Ende

Guardiola und Rose       -  Pep Guardiola (l) war mit Manchester City für Trainerkollege Marco Rose und Borussia Mönchengladbach eine Nummer zu groß.
Foto: Marton Monus/dpa | Pep Guardiola (l) war mit Manchester City für Trainerkollege Marco Rose und Borussia Mönchengladbach eine Nummer zu groß.

Die Champions League ist so gut wie abgehakt, jetzt kämpft Trainer Marco Rose um die dringend benötigten nationalen Erfolgserlebnisse mit Borussia Mönchengladbach.

Nach der 0:2-Niederlage und der Lehrstunde von Manchester City im Achtelfinal-Hinspiel könnten dem Club bei anhaltender Erfolglosigkeit alle Saisonziele wegbrechen. Man wolle die Königsklasse natürlich nicht herschenken. „Aber wir sollten nicht so vermessen sein, davon zu reden, was uns noch Hoffnung macht”, sagte Rose, der nach seinem angekündigten Abschied nun schon das zweite Spiel verloren hat und insgesamt seit vier Partien auf einen Sieg wartet. Und das Programm wird nicht leichter. „Wir haben jetzt erst einmal ganz andere schwere Aufgaben vor der Brust”, sagte der Borussia-Coach.

In den nächsten beiden Spielen gilt es auch für Rose zu punkten - in der Tabelle wie auch im Umfeld. Eine Niederlage in seiner Heimatstadt am Samstag (18.30 Uhr) beim Tabellenzweiten RB Leipzig und vor allem ein Scheitern im DFB-Pokal-Viertelfinale gegen seinen neuen Club Borussia Dortmund am nächsten Dienstag (20.45 Uhr) würden die Stimmung im Umfeld gegen den Trainer extrem verschlechtern. Zumal die Gladbacher dann wohl auch die Teilnahme an einem internationalen Wettbewerb in der nächsten Saison abhaken müssten.

Borussias Coach weiß, um was es geht: „Jetzt gilt es, die Situation anzunehmen. Wir haben viele Spiele in kurzer Zeit, das bedeutet, dass wir gut regenerieren müssen. Wir brauchen jetzt unseren ganzen Kader, müssen die Sinne schärfen, zusammenstehen, an uns glauben und gut arbeiten”, sagte Rose nach dem „Heimspiel” in Budapest. Dann werde man Ergebnisse und Selbstvertrauen bekommen. „Und auch die Leichtigkeit, die uns im Moment ein bisschen abgeht.” Zudem sind einige Spieler wie Joans Hofmann, Christoph Kramer und Ramy Bensebaini derzeit angeschlagen.

Die Rückendeckung von Sportdirektor Max Eberl ist weiterhin ungebrochen und auch die Unterstützung im Team ist dem Chefcoach gewiss. „Es ist im Moment zwar nicht leicht, aufgrund der Situation und wegen der Ergebnisse. Aber das sind Situationen, die haben wir in der Vergangenheit gemeistert und die werden wir auch jetzt meistern”, versprach Kapitän Lars Stindl, der schon nach der Bekanntgabe von Roses Wechsel im kommenden Sommer zu Borussia Dortmund noch in der Kabine einen flammenden Appell an seine Mitspieler gerichtet und zum Zusammenhalt aufgerufen hatte.

Für den Gladbacher Trainer war es trotz der Niederlage und der Erkenntnis, dass man gegen ein Team, dass 19 Mal nacheinander gewonnen hat, einfach chancenlos ist, auch ein besonderer Abend. Nach dem ersten Aufeinandertreffen mit Pep Guardiola lud der ehemalige Bayern-Coach Gladbachs Trainer für das Rückspiel auf ein Gläschen Wein ein. „Ich gehe davon aus, dass er ein gutes Fläschchen bereitstellt”, sagte Rose. Einzige Voraussetzung: Rose muss auch am 16. März noch Trainer von Borussia Mönchengladbach sein.

© dpa-infocom, dpa:210225-99-582584/6

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