Hamburg

HSV mit Kantersieg über Thiounes Ex-Verein wieder oben

Hamburger SV - VfL Osnabrück       -  Die Hamburger Spieler feiern Bakery Jatta (Mitte) für seinen Treffer zum 3:0 gegen den VfL Osnabrück.
Foto: Axel Heimken/dpa | Die Hamburger Spieler feiern Bakery Jatta (Mitte) für seinen Treffer zum 3:0 gegen den VfL Osnabrück.

Der Hamburger SV hat sich mit einem Sturmlauf wieder an die Tabellenspitze der 2. Fußball-Bundesliga geschossen. Die Mannschaft von Trainer Daniel Thioune besiegte dessen Ex-Verein VfL Osnabrück verdient mit 5:0 (2:0) und zog am bisherigen Spitzenreiter VfL Bochum vorbei.

Die Tore für die Gastgeber erzielten Sonny Kittel (16. Minute), Bakery Jatta (42., 48.) und Josha Vagnoman (54.) sowie der Osnabrücker Maurice Trapp mit einem Eigentor (61.).

Die Hamburger setzten ihre stabile Serie fort und sind seit sechs Partien ohne Niederlage (5 Siege, 1 Remis). Dagegen weist der Trend bei den Osnabrückern nach unten: Die Lila-Weißen kassierten die vierte Niederlage in den vergangenen fünf Spielen. Die mit 15 Punkten eigentlich auswärtsstarke Mannschaft ließ von Dominanz auf fremdem Terrain nichts erkennen.

Osnabrücks Trainer Marco Grote, der einst in der zweiten HSV-Mannschaft spielte, hatte die Partie zuvor als „coole Aufgabe” beschrieben und vorausschauend von „einem guten Gefühl” berichtet. Das sollte sich jedoch als eklatanter Irrtum herausstellen. Seine Abwehrreihe hatte große Probleme, Zweikämpfe wurden zuhauf verloren. Zudem lud unpräzises Aufbauspiel des VfL die Hamburger zu schnellen Attacken ein.

Die Hamburger, die zum dritten Mal in derselben Formation aufliefen, hatten wenig Mühe mit dem Rivalen. Die Gastgeber waren energischer und kombinationssicherer, hatten deutlich mehr Spielanteile und die Partie jederzeit unter Kontrolle. Nur selten schafften es die Gäste bis zum Strafraum des HSV. Grote versuchte, nach der Pause mit Spielertausch und Umstellungen für mehr Gefahr zu sorgen. Der Erfolg blieb äußerst bescheiden.

Für Thioune war die Partie von besonderer Bedeutung. Der in Osnabrück aufgewachsene HSV-Coach hatte von Kindesbeinen für den VfL gespielt und später den Verein als Trainer von der 3. in die 2. Liga geführt. „Ich war Teil des Erfolges”, sagte Thioune. Der Wirbel um seine Person war ihm jedoch peinlich. Deshalb wünschte er sich in der medialen Begleitung „ein bisschen weniger Daniel Thioune”.

© dpa-infocom, dpa:210118-99-77541/3

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