EISHOCKEY

„Hawks“ lassen nichts anbrennen

Seinen ersten Saisontreffer erzielte der Haßfurter Alexander Stahl (links) für die Haßfurter „Hawks” am Sonntagabend in Trostberg. Foto: Ralf Naumann

39 Sekunden waren gerade einmal gespielt, da stellte Alexander Stahl am Sonntagabend bereits die Weichen auf Auswärtssieg Nummer Fünf der laufenden Saison. Mit seinem allerersten Pflichtspieltreffer machte der 22-jährige Verteidiger jedenfalls klar, dass die „Hawks“ ihrer Favoritenrolle gerecht werden und beim Schlusslicht TSV Trostberg ohne Wenn und Aber gewinnen wollen.

„Wir haben sie fast ein bisschen überrollt“, freute sich Haßfurts Cheftrainer Volker Hartmann über den „sehr ansprechenden“ Auftritt seiner Mannschaft, gerade im ersten Abschnitt. Denn nicht die mit 20 Spielern angetretenen „Chiefs“, sondern die 16 „Hawks“ waren über weite Strecken Chef im mit 260 Zuschauern gut gefüllten Trostberger Freiluftstadion – zumindest was die Chancenverwertung betraf: 13 Mal schossen die Oberbayern auf das von Timo Jung gehütete ESC-Gehäuse und scheiterten 13 Mal. Von den sechs Haßfurter Möglichkeiten landeten dagegen sehr zum Jubel der 20 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler vier im Kasten hinter TSV-Schlussmann Maximilian Krock: Neben Stahl trafen noch Georg Lang, David Franek sowie Lukas Kratschmer (9./14./20.).

Die Partie verwaltet

Auch im zweiten Abschnitt, in dem der mittlerweile für Timo Jung eingewechselte Martin Hildenbrand nach vielen Wochen Pause sein Comeback feierte, hielt der Spitzenreiter die Konzentration hoch. Zwar verkürzte Trostbergs Stefan Weberstetter, nachdem David Franek in der 23. Minute auf 0:5 erhöht hatte, für den Tabellenletzten auf 1:5 (29.). Angst vor einer Wende gab es deshalb allerdings nicht. „Wir haben die Partie sozusagen verwaltet“, drückte es Volker Hartmann, der vor der zweiten Pausensirene noch das 1:6-Überzahltor von Michal Babkovic (19.) sah, aus.

Während in den letzten 20 Minuten noch David Hornak (44.) sowie Teamkollege Jan Trübenekr (54.) für den Spitzenreiter ins Schwarze trafen, sorgten Marek Indra (45.) und Neil Witthöft (60.) noch für Trostberger Ergebniskosmetik. „Auch in der Höhe war der Sieg für uns hochverdient“, war Volker Hartmann mit dem Abschneiden sowie vor allem mit dem Auftreten der „Hawks“, bei denen die beiden Ex-Kissinger Christian Masel und Matthias Kohl eine zufriedenstellende Premiere feierten, einverstanden. „Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung.“

Sehr zufrieden trat Andreas Kurz die 350 Kilometer lange Rückreise in den Haßbergkreis an. „Gefahr bestand eigentlich zu keiner Zeit“, sagte der Vorstandssprecher nach der Partie. „Doch“, so lobte er das Auftreten der Trostberger „Chiefs“, „die haben das sehr gut gemacht. Die haben definitiv nicht gespielt wie ein Tabellenletzter. Ich persönlich fand sie stärker als etwa Vilshofen oder Waldkirchen.“

Die Statistik des Spiels

Eishockey, Landesliga Gruppe 1

TSV Trostberg – ESC Haßfurt 3:8 (0:4, 1:2, 2:2)

Haßfurt: Jung, Hildenbrand – Hora, Stahl, Masel, Marx, Kohl – Hornak, Trübenekr, Stach, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer / Schiedsrichter: Niejodek/Tschichoflos. Zuschauer: 260 (20 aus Haßfurt). Tore für Haßfurt: Franek (2), Babkovic, Stahl, Kratschmer, Lang, Hornak, Trübenekr. Strafzeiten: Trostberg 12 / Haßfurt 14.

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