Volleyball

Endgültiges Bundesliga-Aus in Eltmann: "Viel Erde verbrannt"

Der Insolvenzverwalter kündigt allen Spielern, Trainern und Angestellten. Die Mitteilung darüber ist für Manager Manohar Faupel die letzte Amtshandlung.
Sie konnten den Untergang nicht mehr abwenden: Manohar Faupel, der Geschäftsführer der Heitec Volleys, und Peter Knieling, der Vorsitzende des VC Eltmann. 
Sie konnten den Untergang nicht mehr abwenden: Manohar Faupel, der Geschäftsführer der Heitec Volleys, und Peter Knieling, der Vorsitzende des VC Eltmann.  Foto: Daniel Löb

Das Projekt Bundesliga-Volleyball im kleinen Eltmann ist endgültig gescheitert. Wie Manohar Faupel, der Manager der Heitec Volleys, am Dienstagnachmittag mitteilte, haben Spieler, Trainer und alle anderen Mitarbeiter von Insolvenzverwalter Hubert Ampferl per Brief die Kündigungen mit sofortiger Freistellung zum 1. April erhalten. Die ausstehenden Monatsgehälter können bei der insolventen Spielbetriebsgesellschaft des VC Eltmann damit nicht mehr geltend gemacht werden.

Ein Großsponsor und ein Gesellschafter sollen nicht gezahlt haben

Faupel, der erst im Januar eingesprungen war, als der langjährige Eltmann-Macher Rolf Werner wegen der Insolvenz von allen seinen Funktionen innerhalb der GmbH zurückgetreten war, zeigte sich enttäuscht über die das Ende bedeutende erneute Insolvenz. Auch wenn es aus seiner Sicht keine Alternative mehr gegeben hatte. „Wir hatten wiederholte Zusagen, dass trotz der verständlichen Enttäuschung unserer Partner alle Sponsorengelder bezahlt werden. Es fehlt nun aber eine erhebliche Summe, weil ein Großsponsor auch in Hinblick auf die Corona-Krise nicht mehr seinen Leistungen in voller Höhe nachkommen möchte“, schrieb Faupel. Erschwerend sei hinzugekommen, dass trotz nachdrücklicher Bitten seitens des Insolvenzverwalters ein Gesellschafter seinen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen sei. Auch hier sei es um eine größere Summe gegangen, die zur Finanzierung der restlichen Gehälter erforderlich gewesen sei.

Mit Aufkündigung seines Arbeitsvertrages durch die Spielbetriebsgesellschaft legt auch Faupel sein Mandat nieder. „Es ist ein leider ein Desaster, was hier in Eltmann passiert ist. Neben dem wirtschaftlichen Schaden wurde in der Bundesliga und in der Region sportlich viel Erde verbrannt. Wie sich der Verein für die Zukunft aufstellen wird, dazu müssen sich die Vorstände äußern“, schrieb er.

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