Fußball, Bayernliga Nord

Bleibt der FC Sand außerhalb der Norm?

Mert Topuz hat seine zweite Rotsperre dieser Saison abgesessen. Auf den Innenverteidiger wartet in Eltersdorf ebenso viel Arbeit wie auf Danny Schlereth (zweiter von rechts). Foto: Ralf Naumann

4:0, 0:4, 5:0: Der FC Sand (14. Platz /14 Punkte) hat in den letzten drei Wochen für Furore gesorgt. Mal top, mal flop - was die Zuschauer im Seestadion präsentiert bekamen, war außerhalb jeder Norm. Genau die scheint also kein Merkmal der Korbmacher zu sein. Und genau das könnte Hoffnung machen für den Auftritt am Freitag ab 19 Uhr im Sportpark Erlangen beim SC Eltersdorf (2./29). Denn alles andere als ein Heimsieg des aktuellen Tabellenzweiten wäre nicht normal.

Sands Trainer Dieter Schlereth hingegen weiß, was für seine Mannschaft normal sein sollte: "Laufbereitschaft, Kampf, Einsatz", beschrieb der Haßfurter die Sander Tugenden, die letztlich für den klaren 4:0-Heimsieg über die SpVgg Bayern Hof sorgten. "Und die werden wir bis zum Saisonende zeigen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen", so Schlereth. Und erfolgreich kann für den FC Sand nur heißen: Klassenerhalt.

Tormaschine Eltersdorf

Ein ganz anderes Ziel hat natürlich der SC Eltersdorf. Die Mittelfranken, nach wie vor trainiert vom Sander Ex-Aufstiegstrainer Bernd Eigner, spielen in den vergangenen Jahren in schöner Regelmäßigkeit vorne mit - und das gilt auch für diese Saison. Neun Siege, zwei Remis und zwei Unentschieden hievten Eltersdorf auf Rang zwei. Und das mit dem überragenden Torverhältnis von 41:17.

Nur zu Hause läuft's nicht ganz so rund für Sands Gastgeber. Gegen die Konkurrenz aus der Spitzengruppe kassierte der SCE im heimischen Sportpark seine beiden bislang einzigen Niederlagen. Gegen Vilzing und Seligenporten hieß es am Ende jeweils 1:2. Die Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte hatten allerdings kaum etwas zu bestellen im Erlanger Vorort. Schlusslicht Kahl wurde gar mit 8:3 abgefertigt. Zuletzt gab es ein 4:1 über Großbardorf, am vergangenen Wochenende allerdings durch das 2:2 in Abtswind einen kleinen Rückschlag.

Auf die Defensive kommt es an

Die Bilanz des Sportclubs ist natürlich auch dem FC Sand bekannt. "Eltersdorf ist eine absolute Spitzenmannschaft. Nach dem Remis in Abtswind weiß ich genau, wie fokussiert Trainer Bernd Eigner sein Team auf die nächste Aufgabe vorbereiten wird", ahnt Sands Sportleiter Erich Barfuß, dass der Ex-Profi auf der Eltersdorfer Trainerbank um die wenigen Stärken der Sander weiß. Dennoch: "Nach den Sieg gegen Hof wäre es natürlich wichtig, nachzulegen, um in Kontakt mit den Mannschaften über dem Strich zu bleiben", hofft Barfuß auf das nach dem 4:0 wieder gestiegene Selbstvertrauen der Sander.

Illusionen macht man sich in Sand trotzdem keine. "Nur wenn es uns gelingt, eine optimale Leistung abzurufen, ist  auch in Eltersdorf eine Überraschung möglich", weiß der erfahrene Funktionär, dass die Sander schon einen Sahnetag erwischen müssen, um die neunte Saison-Niederlage zu verhindern.

Helfen soll dabei in erster Linie wieder eine kämpferische Defensive. Angeführt von Joe Bechmann - der gegen Hof kompromisslos sämtliche in den Strafraum fliegenden Bälle prompt wieder hinaus befördert hatte, dem nach abgesessener Rotsperre wieder im Kader stehenden Mert Topuz sowie den beiden "Abräumern" André Karmann und Danny Schlereth, werden die Sander vor allem Dickson Abiama im Auge behalten müssen. Der 20-jährige Nigerianer hat bislang schon zehn Mal getroffen, aber auch Sebastian Schäferlein (sieben Tore) und Dauerbrenner Tobias Herzner (sechs) sind immer für einen Treffer gut.

Das gilt mittlerweile aber auch für den FC Sand. Shaban Rugovaj hat seine Quote durch den Hattrick gegen Hof auch in die Zweistelligkeit wachsen lassen, Thorsten Schlereth und Sebastian Wagner (je 5) sind normalerweise auch immer unter den Torschützen zu finden. Aber "normal" ist derzeit beim FC Sand ja nichts.

Rückblick

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  19. Bleibt der FC Sand außerhalb der Norm?
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