Fußball, Bayernliga Nord

Die Pause hat Sand gut getan

Der FC Sand will vor dem Winter noch einmal angreifen. In Ansbach soll die Wende zum Guten eingeiletet werden. Warum die jüngste Pause ihre zwei Seiten hatte.
Bekam gegen Abtsinwd (links Nicolas Wirsching, rechts Marcel Ruft) kräftig auch die Socken: Sands Thorsten Schlereth. Foto: Ralf Naumann

SpVgg Ansbach -
1. FC Sand

Drei Spiele sind es noch bis zur Winterpause, dreimal Gelegenheit für den FC Sand, den Sprung über den berüchtigten Strich zu schaffen, sprich, auf einen Nichtabstiegsplatz klettern. Einen Zähler Rückstand müssen die Sander aufholen, um den TSV Abtswind zu überholen, der aktuell auf Rang 13 liegend "gesichert" wäre. Die kommenden Gegner stammen mit Ansbach, Gebenbach und Cham allesamt aus der unteren Tabellenhälfte. Die Chancen, das gesteckte Ziel noch in diesem Monat zu erreichen, sind also durchaus vorhanden - eventuell sogar schon an diesem Samstag, wenn die Sander um 14 Uhr im Xaver-Bertsch-Sportpark bei der SpVgg Ansbach antreten.

Zwei Wochen Pause hatten die Sander zuletzt, weil die Partie gegen Viktoria Kahl verlegt wurde, um dem Aufsteiger vom Untermain die Gelegenheit zu geben, sein Heimspiel gegen Cham nachzuholen. Dass diese Partie dann aber abgesagt wurde, könnte den einen oder anderen im Sander Lager durchaus gestört haben, denn nach dem Heimsieg über Abtswind hätte ein weiterer Dreier dem Selbstbewusstsein und dem Tabellenstand der Korbmacher sicherlich gut getan.

Pause war dringend nötig

So aber gab es Zeit, die zahlreichen Blessuren ein wenig abklingen zu lassen, was vor allem Thorsten Schlereth zugute gekommen sein dürfte. Der Dauerrenner vom linken Flügel plagt sich seit langem mit mehreren Verletzungen herum, brauchte dringend eine Pause, die ihm sein Trainer und Vater aufgrund der personellen Situation in der Mannschaft aber nicht geben konnte. Der Außenstürmer quälte sich förmlich durch die letzten Partien, beim 1:0 über den TSV Abtswind wurde er vom Gegner von Beginn an immer wieder sehr hart angegangen. Nach knapp 70 Minuten war dann Feierabend, Thorsten Schlereth konnte seine 14-tägige "Kur" beginnen.

Doch das Ausruhen endet nun am Samstag um 14 Uhr in Ansbach. Bei einem Gegner, der aktuell sechs Punkte vor den Sandern steht, zuletzt mit 2:0 beim TSV Abtswind triumphierte und sich so ein klein wenig von den aktuellen Sorgen befreien konnte.

Zwei Ansbacher Seiten

Dass die SpVgg so weit hinten in der Tabelle zu finden ist, liegt ausnahmslos an der Defensivleistung der Mittelfranken. 39 Gegentore - nur Karlburg und Kahl sind schlechter - in 18 Partien sind bemerkenswert, da helfen auch die 42 erzielten Tore nur wenig, mit denen die SpVgg immerhin auf Platz vier der treffsichersten Mannschaften geführt wird. Einen richtigen Torjäger sucht man in Ansbach allerdings vergebens. Patrick Kroiß (8 Treffer) und Sven Landshuter (7) sind die gefährlichsten Angreifer des Tabellenzehnten.

Das alles weiß man natürlich beim FC Sand. "Ansbach ist für uns natürlich der nächste schwere Brocken, wo wir aber doch was holen wollen. Wir müssen versuchen, die Ansbacher Torfabrik einzudämmen und selbst auch Aktionen nach vorne haben. Dann könnte auch dort für uns etwas zu holen sein. Dass das eine sehr schwere Aufgabe wird, ist uns bewusst", lässt Sportleiter Erich Barfuß durchblicken, dass man die Stärken der Hausherren kennt.

Ansatzpunkt Offensive

Und das gilt sicher auch für die Schwächen der SpVgg, die in ihrem Sportpark erst eine von sieben Partien in dieser Spielzeit gewinnen konnte. Hier könnte Sand also ansetzen, wenn da nicht gleichzeitig die Auswärtsschwäche der Schlereth-Elf dagegenstünde, die ebenfalls erst einen Dreier zugelassen hat.

Immerhin hat Sands Trainer keine weiteren Ausfälle zu beklagen, auch hier hat die zweiwöchige Pause sicherlich geholfen. Sein Gegenüber Christoph Hasselmeier hat ebenfalls seinen kompletten Kader zur Verfügung und darf sich zudem über Planungssicherheit freuen, denn die SpVgg hat sich entschieden, diese Saison mit ihrem Spielertrainer zu Ende zu bringen. Zunächst war der Mittelfeldlenker nach dem Rücktritt von Coach Robert Kovacic als Interimslösung bis zur Winterpause eingesprungen. Doch unter dem 28-Jährigen hat die SpVgg, aus zehn Spielen 16 Punkte geholt und auch deshalb den Anschluss an das Mittelfeld herstellen können.

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