Fußball, Bayernliga Nord

Wie das Seestadion zur Partymeile werden soll

Meldet sich vor dem Kirchweih-Duell gegen den Würzburger FV wieder zurück: Danny Schlereth. Foto: Ryan Evans

1. FC Sand - Würzburger FV (Sonntag, 1. September, 17 Uhr)

Ungewöhnlich ist die Anstoßzeit der 10. Partie in der aktuellen Bayernliga-Saison für den FC Sand (16./5). Die  kleine Korbmacher-Gemeinde feiert ihre Kirchweih, als Highlight des Fest-Wochenendes soll das sonntägliche Heimspiel gegen den Würzburger FV (8./12) ab 17 Uhr für Feierlaune rund um das Seestadion sorgen.

Feierlaune - ein Wort, das in Sand in den letzten Wochen lediglich von den Gastmannschaften gebraucht wurde. Einen einzigen Zähler behielten die Sander in den vier Partien vor eigenem Publikum für sich, die drei Heimspiele gegen Großbardorf (1:3), Ansbach (0:1) und Cham (1:3) gingen verloren. Erst beim 1:1 gegen Ammerthal gab es einen ersten, wenn auch zaghaften Grund zum Jubeln.

Die Laune wird besser

Den Schwung aus der guten zweiten Hälfte des Heimspiels wollten die Sander mit nach Bamberg nehmen, um den kleinen Aufwärtstrend zu bestätigen. Und das gelang Karmann, Steinmann und Co. auch lange Zeit ganz gut. Erst ein verlorenes Kopfballduell - es dürfte das einzige im gesamten Spiel gewesen sein - egalisierte die Sander Führung. Ein mehr als umstrittener Elfmeter in der Schlussminute brachte den FC Sand dann noch gänzlich um den verdienten Erfolg.

"Wir werden alles rein schmeißen"
Erich Barfuß, Sportlicher Leiter FC Sand

Die schlechte Laune der Korbmacher war aufgrund der überharten, wenn nicht sogar komplett falschen Entscheidung des Schiedsrichters und der daraus resultierenden Niederlage nachvollziehbar. Doch unter der Woche hellten sich die Minen wieder auf. Danny Schlereth meldete sich einsatzbereit zurück, und auch Mert Topuz steht nach seiner nun abgelaufenen Rotsperre wieder zur Verfügung. Trainer Dieter Schlereth kann nun also wieder auf einen größeren Kader zurückgreifen, nachdem sich die Mannschaft in den letzten Wochen im Grunde selbst aufgestellt hatte. Das Lazarett hat sich bis auf André Schmitt, Sven Wieczorek und Thomas Durst weitestgehend  geleert.

Ein Ex-Sander als Gegner

Doch so ganz vergessen ist das 1:2 in Bamberg noch nicht. "Nach der bitteren Niederlage in Bamberg, die uns der Schiedsrichter buchstäblich in letzter Minute eingebrockt hat, gilt es nun wieder nach vorne zu schauen", hat Sportleiter Erich Barfuß den Bamberger Elfmeterpfiff noch nicht ganz abgehakt, will sich nun aber "auf die kommenden Aufgaben konzentrieren. Mit Würzburg kommt eine Mannschaft, die im Moment gut drauf ist, das zeigen die Siege gegen Abtswind und eine Woche davor in Großbardorf", schiebt Barfuß den Gästen die Favoritenrolle zu. Zumal der WVF  "jetzt auch noch durch unseren ehemaligen Mitstreiter Stefan Wasser erheblich verstärkt wurde". Eben mit dem gebürtigen Haßfurter, seit drei Wochen wieder beim WFV, gelangen den Würzburgern die beiden jüngsten Siege und der Sprung auf Platz acht.

WFV-Coach Berthold Göbel weiß um die Rollenverteilung. Aber: „Jedes Spiel muss erst gespielt werden“, flüchtet er sich in eine Phrase, gesteht aber ein, dass die Voraussetzungen für ihn und seine Mannschaft durchaus gut sind, ist der Gäste-Kader doch nahezu komplett.

Aber in Sand ist man zuversichtlich. Die Mannschaft hat zuletzt gezeigt, dass sie sich schon jetzt dem Kampf gegen den Abstieg stellen will. Oder wie Erich Barfuß meint: "Wir werden alles rein schmeißen, damit die Punkte zur Kirchweih in Sand bleiben." Und die Mannschaft mit ihren Fans anschließend endlich mal wieder feiern kann.

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