Fußball, Bayernliga Nord

Wie der FC Sand endlich seine Torflaute beenden will

Nach drei tor- und punktlosen Partien wird es für den FC Sand wieder einmal Zeit für einen Torjubel.  Foto: PresseFoto Evans / Ryan Evans

Shaban Rugovaj kann sich noch sehr gut an das Hinspiel erinnern. Sein Doppelpack sicherte dem 1. FC Sand Mitte Juli den ersten Dreier der damals noch jungen Saison. Der Angreifer traf erst aus 25 Metern, kurz nach der Pause aus Nahdistanz zum 2:0-Hinspielsieg beim TSV Abtswind. "Für einen Stürmer ist es immer schön zu treffen und umso schöner natürlich, wenn die Tore zu drei Punkten reichen“, meinte der Doppeltorschütze damals nach der Partie, die mit seinem Tor zum 0:2 entschieden war, davon konnte sich Abtswind nicht mehr erholen.

Am Samstag kommt es ab 14 Uhr im Sander Seestadion zum Rückspiel der beiden nur durch vier Zähler getrennten Unterfranken. Abtswind steht mit 18 Punkten knapp über, Sand mit 14 knapp unter dem Strich. Das aber auch nur, weil Abtswind am letzten Wochenende viel Glück im Spiel gegen Viktoria Kahl hatte. Dementsprechend angesäuert war auch Uwe Neunsinger, der nach der Trennung von Mario Schindler das sportliche Ruder in Abtswind übernommen hat. Dem FC Sand hingegen ging beim 0:1 in Großbardorf jegliche Fortuna wieder einmal ab.

Doppeltes Pech gegen Großbardorf

Neunsinger sprach trotz des 3:2-Heimsieges und damit dem zweiten Dreier in Folge  von einer "unkonzentrierten und schlampigen Leistung" seiner Mannschaft und sprach ihr in der aktuellen Verfassung gar die Bayernliga-Tauglichkeit ab. Dass seine Spieler diese Kritik nun in Sand umgehend widerlegen wollen, versteht sich von selbst. Aber auch, dass der FC Sand nach der zweiten unnötigen Niederlage gegen Großbardorf - auch im Hinspiel unterlag die Schlereth-Elf den Grabfeldern eher unglücklich - sofort auf Wiedergutmachung aus ist.

Wie schon im Juli hätten sich die Sander mindestens einen Zäher verdient gehabt, standen am Ende aber wieder einmal ohne zählbaren Erfolg da. So wie in den beiden Spielen zuvor (jeweils 0:2 gegen Vilzing und in Eltersdorf). In den letzten drei Partien und im gesamten Oktober gelang den Sandern damit kein einziger Treffer, es wird Zeit, dies abzustellen und der fünfwöchigen Torflaute ein Ende zu setzen.

"Wir müssen alles reinwerfen"
Shaban Rugovaj, FC Sand

Womit wir wieder bei Shaban Rugovaj sind. Zehn Tore hat der 23-Jährige bislang in dieser Spielzeit erzielt, gleich drei davon beim bislang letzten Sieg, dem spektakulären 4:0 über Bayern Hof, als der Deutsch-Kosovare einen lupenreinen Hattrick erzielte.

"Das Hinspiel haben wir, insgesamt gesehen, verdient gewonnen", so Rugovaj. Und das nicht nur aufgrund seiner beiden Tore ("bei uns ist es egal, wer die Tore schießt"), sondern vielmehr, weil der FC Sand "hinten gut gestanden" sei. Das allerdings ist schon eine Weile her. Näher zurück liegt das 0:1 in Großbardorf, aber "das müssen wir abhaken," fordert der Stürmer, der am Samstag  ganz klar die drei Punkte in Sand behalten will, auch wenn "Abtswind zuletzt zweimal gewonnen hat und nach dem Trainerwechsel wohl gut drauf ist. Wir müssen alles reinwerfen, was wir haben und kämpfen. Schließlich spielen wir zuhause."

Klare Aufgabenstellung

Ähnlich sieht es auch Sands sportlicher Leiter Erich Barfuß. Er weiß, dass Abtswind trotz der eher bescheidenen Vorstellung gegen Kahl dem FC Sand durchaus gefährlich werden kann.  "Für uns gilt es in diesem Spiel alles zu investieren, um gegen eine Mannschaft aus dem unteren Drittel als Sieger den Platz zu verlassen", gibt Barfuß den Korbmachern eine klare Aufgabe vor. 

Immerhin sind die Sander bis auf die drei Langzeitverletzten komplett, Abtswind hingegen hat ein großes Lazarett zu beklagen. Zu einem Bruder-Duell, André Schmitt auf Sander und Dominik Schmitt auf Abtswinder Seite, wird es allerdings bestenfalls an der Seitenlinie kommen, beide sind mit Achillessehnenproblemen weiterhin außer Gefecht gesetzt.

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