EISHOCKEY, LANDESLIGA AUFSTIEGSRUNDE

Zu viele Geschenke im Allgäu

Drei Tore steuerte Haßfurts Jan Trübenekr beim 6:8 in Kempten bei. Die sechs Haßfurter Treffer waren aber zu wenig. Foto: Ralf Naumann

Eishockey

Landesliga Aufstiegsrunde

EHC Bad Aibling – ESC Kempten 1:5
ESC Haßfurt – EV Moosburg 5:7
EV Dingolfing Isarrats – VfE Ulm/Neu-Ulm 2:4
ERSC Amberg Wild Lions – ESV Buchloe 2:6
EV Moosburg – EV Dingolfing Isarrats 5:3
VfE Ulm/Neu-Ulm – ERSC Amberg Wild Lions 2:5
ESV Buchloe – EHC Bad Aibling 3:1
ESC Kempten – ESC Haßfurt 8:6

1. (2.) ESC Kempten 2 13 : 7 6
2. (1.) ESV Buchloe 2 9 : 3 6
3. (3.) EV Moosburg 2 12 : 8 6
4. (7.) ERSC Amberg Wild Lions 2 7 : 8 3
5. (4.) VfE Ulm/Neu-Ulm 2 6 : 7 3
6. (5.) ESC Haßfurt 2 11 : 15 0
7. (6.) EV Dingolfing Isarrats 2 5 : 9 0
8. (8.) EHC Bad Aibling 2 2 : 8 0

ESC Kempten – ESC Haßfurt 8:6 (3:2, 3:4, 2:0)

Der Start war vielversprechend. Ebenso das „Comeback“ noch vor der zweiten Drittelpause. Doch im Schlussabschnitt trafen nur noch die Hausherren. Und deshalb gingen die Haßfurter „Hawks“ zwei Tage nach der Auftaktniederlage in der Aufstiegsrunde gegen den EV Moosburg erneut leer aus. Mit 6:8 unterlagen die Kreisstädter am Sonntagabend beim ESC Kempten. Doch das hätte absolut nicht sein müssen. „Es war viel mehr drin. Das war keine Übermannschaft“, war bei Trainer Volker Hartmann am Ende eine Mischung aus Ärger und großer Enttäuschung zu verspüren.

„Chancen ohne Ende, die wir einfach nicht gemacht haben. Wir waren oft alleine vor dem Kemptener Tor, haben diese leichtfertig versiebt. Und dann haben wir dumme Gegentore kassiert“, stellte der Bayreuther, der von zwei ebenbürtigen Mannschaften sprach, fest. Pure Enttäuschung gab es auch bei den gut 40 mitgereisten Schlachtenbummlern, die die weite Fahrt ins Allgäu auf sich nahmen. Was sich über weite Strecken auch rechnete, denn bereits nach sechs Minuten lag der Vorrundenmeister der Landesligagruppe 1 beim Tabellendritten der Gruppe 2 mit 2:0 in Führung.

Deutlichere Führung verpasst

Noch einige Sekunden früher als am Freitag brachten die seit Wochen blendend aufgelegten Michal Babkovic und Michael Breyer die „Hawks“ nach vorne (2./6.). Und Möglichkeiten für eine noch deutlichere Führung waren reichlich vorhanden. Stattdessen aber kamen die „Sharks“ immer besser in Fahrt – auch dank der unfreiwilligen Mithilfe der Unterfranken.

Angetrieben von knapp 900 eigenen Fans lagen sie nach dem ersten Abschnitt plötzlich mit 3:2 in Führung, nachdem der ehemalige Haßfurter Michel Maaßen (7./13.) sowie der Schwede Adrian Kastel-Dahl mit einem verwandelten Penalty (8.) getroffen hatten. Die Moral und der Wille der Gäste, die auf die verletzten Michael Stach, Alexander Stahl, Kapitän Christian Dietrich sowie immer noch auf Adrian Persch verzichten mussten und deshalb nur zweieinhalb Spielreihen aufbieten konnten, war jedoch wie schon zwei Tage zuvor wieder glänzend.

Viel los im Mitteldrittel

Im turbulenten Mittelabschnitt holten die Haßfurter durch Jan Trübenekr (26.) und den letztjährigen „Shark“ David Hornak (32.) erst einen Zwei-Tore-Rückstand wieder auf, ehe erneut Trübenekr die „Hawks“ sogar wieder nach vorne brachte (38.). Ärgerlich aus Haßfurter Sicht, dass Kemptens Last-Minute-Neuzugang Daniel Jun in dem torreichen Mittelabschnitt nur 14 Sekunden nach dem Haßfurter Torjubel der erneute Ausgleich zum 6:6 gelang (38.). „Da hätten wir einfach einmal mit einer Führung vom Eis gehen müssen, haben uns aber wieder ein dummes Tor gefangen“, war dieser erneute Gegentreffer für Hartmann nicht unerheblich für den weiteren Verlauf.

Trotzdem: es wäre immer noch mehr möglich gewesen, hätte nicht Georg Lang den Puck nach dem Wiederbeginn durch Unachtsamkeit Michael Maaßen quasi auf den Schläger serviert. Der Kemptener Topscorer nahm dankend an und verwandelte mit seinem dritten Treffer zum 7:6 (43.). Mit dem Treffer zum 8:6 machte der 37-Jährige in der 58. Minute seinen „Viererpack“ voll und stellte gleichzeitig den Endstand her.

Sechs Treffer reichen nicht

„Das sind halt geschenkte Tore. Das kann man sich auswärts einfach nicht erlauben. Das geht einfach nicht“, gab Hartmann zu Protokoll. „Schade. Wir haben sechs Auswärtstore erzielt, hätten mehr machen können und haben trotzdem nichts geerbt. Ich würde nichts sagen, wenn Kempten ein gutes Spiel gemacht und die Tore herausgespielt hätte. Aber von den acht Gegentoren haben wir bestimmt vier selbst verursacht.“

Die Statistik des Spiels

Haßfurt: Jung, Hildenbrand – Hora, Thebus, Masel, Marx, Breyer – Hornak, Kohl, Trübenekr, Lang, Babkovic, Franek, Zürcher, Kratschmer.

Schiedsrichter: Eisenhut – Egger/Merk. Zuschauer: 924 (40 aus Haßfurt). Tore: 0:1 (2.) Babkovic (Franek), 0:2 (6.) Breyer (Thebus), 1:2 (7.) Maaßen (Henkel, Jun), 2:2 (8.) Kastel-Dahl – Penalty, 3:2 (13.) Maaßen (Ziegler), 4:2 (24.) Kastel-Dahl (Weigant, Oppenberger), 4:3 (26.) Trübenekr (Hora), 5:3 (30.) Rukajärvi (Vaitl) 5-4, 5:4 (32.) Trübenekr (Masel, Kohl), 5:5 (37.) Hornak (Babkovic, Hora), 5:6 (38.) Trübenekr (Babkovic, Franek), 6:6 (38.) Jun (Maaßen, Henkel), 7:6 (44.) Maaßen (Vaitl, Jun), 8:6 (48.) Maaßen (Vaitl, Newkook). Strafzeiten: Kempten 16 / Haßfurt 16 plus 10 Minuten gegen Breyer.

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