VOLLEYBALL: BUNDESLIGA MÄNNER

Eltmann kommt doch noch zurück

Nach einem gewonnenen ersten Satz, der viel Kraft kostete, schienen die Heitec Volleys geschlagen. Doch dann machte Königs Wusterhausen einen entscheidenden Fehler.
Heitec Volleys - Netzhoppers KW-Bestensee       -  Er schreit die Befreiung über den finalen Punktgewinn hinaus:  Tomas Halanda verwandelte den Matchball zum 3:2-Sieg der Heitec Volleys Eltmann gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen.
Er schreit die Befreiung über den finalen Punktgewinn hinaus: Tomas Halanda verwandelte den Matchball zum 3:2-Sieg der Heitec Volleys Eltmann gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen. Foto: Daniel Löb

Volleyball

Bundesliga Männer

SVG Lüneburg – SWD powervolleys Düren 0:3
AlpenVolleys Haching – United Volleys Frankfurt 1:3
WWK Volleys Herrsching – V. Bisons Bühl 3:0
TV Rottenburg – VfB Friedrichshafen 1:3
Heitec Volleys Eltmann – Netzh KW-Bestensee 3:2

1. (1.) Berlin Rec. Volleys 19 19 0 57 : 12 52
2. (2.) United Volleys Frankfurt 19 13 6 48 : 28 41
3. (4.) VfB Friedrichshafen 19 13 6 47 : 29 41
4. (2.) AlpenVolleys Haching 19 12 7 46 : 30 38
5. (5.) WWK Volleys Herrsching 19 11 8 41 : 35 33
6. (7.) SWD powervolleys Düren 19 8 11 33 : 39 26
7. (6.) SVG Lüneburg 19 9 10 32 : 40 24
8. (7.) Netzhoppers KW-Bestensee 19 7 12 34 : 44 24
9. (9.) TV Rottenburg 19 7 12 31 : 44 20
10. (10.) TSV Giesen Grizzlys 19 5 14 27 : 45 17
11. (11.) V. Bisons Bühl 19 6 13 25 : 47 15
12. (12.) Heitec Volleys Eltmann 19 4 15 21 : 49 11

Heitec Volleys Eltmann – Netzhoppers Köings Wusterhausen Bestensee 3:2 (32:30, 18:25, 22:25, 25:22, 15:12)

Da muss man sich nichts vormachen: Die Heitec Volleys werden in dieser Saison die Abstiegsränge, vielleicht auch den letzten Platz kaum mehr verlassen. Dafür sind die Eltmanner in ihrer Gesamtleistung einfach nicht stabil genug. Aber: Sie zeigten beim hart erarbeiteten und am Ende auch verdienten 3:2-Sieg gegen eine keinesfalls übermächtig auftrumpfende Netzhoppers-Mannschaft aus Königs Wusterhausen, dass sie zu einzelnen Leistungsspitzen fähig sind.

Mit viel Energie gewannen die Hausherren den ersten Satz in einer wahren Marathon-Sitzung, danach gingen ihnen aber zusehends Kraft und Konzentration flöten. Sollte man meinen: Denn als der Gegner im Gefühl des sicheren Sieges einen Tick nachließ, war Eltmann da und zwang ihn noch in die Knie.

Aber: Selbst in besagtem, begeisternden ersten Durchgang offenbarten die Eltmanner ihr Dilemma mangelnder Konstanz wunderbar in der Satzmitte, als erst der überragende Richard Peemüller zum 13:10 und dann Tomas Halanda zum 14:11 wunderschön von rechts durchzogen – doch jeweils folgten Leichtsinnsfehler und Punkte der Gäste.

Trotzdem: Das war schon stark, was die Heitec Volleys immer wieder zwischendurch zeigten. Immer wenn Königs Wusterhausen das Blatt zu wenden schien, legten sie eine Schippe drauf. Und auch die zwei vergebenen Satzbälle nach 24:22 brachten sie nicht aus dem Konzept, nicht einmal der einzige Satzball der Gäste bei 26:27. Am Ende blockten auf der rechten Seite Marten Krüger und Roosevelt Filho zum 32:30.

Ein Resultat, das zu beflügeln schien: 3:0 führte Eltmann anschließend schon. Doch beim 4:4 war alles wieder dahin und mit 9:10 erstmals der Gast vorne. Der zeigte jetzt, warum er nicht umsonst die Überraschungsmannschaft der Liga ist und sich Hoffnungen auf die Play-offs machen darf. Unerbittlich zogen die Netzhoppers davon und tüteten den Ausgleich mit einem 18:25 ein.

Und jetzt schien Eltmann verunsichert. Über 3:8 und 8:14 enteilten die Gäste. Zwar kämpften die Heitec Volleys jetzt sichtbar um jeden Zentimeter, kamen beim 19:21 auch noch einmal ran, doch bei 21:24 waren die Satzbälle für den Tabellenachten da: Den ersten wehrte Mathäus Jurkovics mit einem brachialen Schmetterball durch die Mitte noch ab, doch dann schlug Theo Timmermann genauso humorlos zurück – 22:25 und 1:2.

Fünf-Punkte-Lauf stellt die Weiche

Wer jetzt gedacht hatte, der Rest wäre nur noch Formsache, der sah sich getäuscht. Denn einerseits ließen es die Gäste jetzt phasenweise arg lässig angehen, andererseits riss sich Eltmann noch einmal zusammen. Eine schnelle 5:2-Führung befeuerte den wiedergefundenen Ehrgeiz. Auch wenn die Netzhoppers zum 7:7 ausglichen, dann sogar 10:8 führten, sie kamen anschließend außer Tritt. Nach fünf Punkten in Folge, der besten Eltmanner Serie des Sonntagabends, stand es plötzlich 17:13. Ein Vorsprung, der nicht mehr ernsthaft in Gefahr geraten sollten. Von den vier Satzbällen bei 24:20 verschenkten die Unterfranken zwar zwei, doch beim dritten durften sie nach einer zu langen Angabe der Gäste Dankeschön sagen, es stand plötzlich 2:2 und die Entscheidung musste im Tiebreak fallen.

Der geriet jetzt zu einer Nervenprobe. Sportlich stand für Köings Wusterhausen ein bisschen mehr auf dem Spiel. Eltmann konnte befreiter und frecher aufspielen, legte auch meist einen Punkt vor. Das ging bis zum 12:12 so. Dann punkteten die Heitec Volleys doppelt, hatten auf einmal Matchbälle. Jurkovics peitschte die ohnehin lautstarken Fans mit schwenkenden Armen an, die Gäste nahmen schlecht an – und Halanda blockte links außen am Netz zum 15:12 und 3:2.

Eltmann: Jonas Sagstetter, Roosevelt Filho, Merten Krüger, Tomas Halanda, Luuc van der Ent, Richard Peemüller; Libero: Shunsuki Watanabe; eingewechselt: Rafal Prokopczuk, Mathäus Jurkovics.

MVP Eltmann: Richard Peemüller; Königs Wusterhausen: Casey Adam Shouten.

Rückblick

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