FUßBALL: BAYERNLIGA

Sand ist Fairness-Schlusslicht

Fussball, Bayernliga Nord  ++  SV Seligenporten  vs. 1.FC Sand am Main  ++       -  Lichtblick in einer mäßigen Sander Serie bisher: Shaban Rugovaj, der bis dato elf Mal getroffen hat.
Lichtblick in einer mäßigen Sander Serie bisher: Shaban Rugovaj, der bis dato elf Mal getroffen hat. Foto: Ryan Evans

Die 17 Fußball-Klubs der Bayernliga Nord befinden sich in der Winterpause. Neun Partien müssen noch nachgeholt werden. Darunter auch die Begegnung DJK Gebenbach gegen die DJK Vilzing vom ersten Spieltag. Daher ist das Tabellenbild krumm. Schlusslicht FC Viktoria Kahl hat erst 18 Mal gespielt, der TSV Abtswind und der TSV Karlburg waren schon 22 Mal am Zug. Somit ist das Klassement noch nicht so aussagekräftig. Weil sich nach dem Abschluss der Ligaeinteilung im Juni der FC Würzburger Kickers kurz vor Saisonstart dazu entschlossen hat, seine U23 aus dem Spielbetrieb abzumelden, spielt die Bayernliga Nord erstmals seit deren Einführung 2012 mit nur 17 Vereinen.

Weil die Vilzinger noch ein Vorrundenspiel zu absolvieren haben, steht der Meister der Hinrunde noch nicht fest, denn mit einem Sieg in Gebenbach wäre das die DJK Vilzing. Wintermeister, das ist klar, ist der SC Eltersdorf, der bei einem Spiel mehr als Vilzing um einen Punkt besser abgeschnitten hat. Die zweithöchste bayerische Spielklasse, in der sechs Mannschaften aus Unterfranken, vier aus Mittelfranken, vier aus der Oberpfalz und drei aus Oberfranken spielen, ist an der Tabellenspitze sehr spannend. Denn da haben sich mit Eltersdorf, Vilzing und Seligenporten drei Teams abgesetzt, die wohl die Meisterschaft unter sich ausmachen werden. Der Meister steigt in die Regionalliga Bayern auf, der Zweite, oder ein Klub, der die Lizenz für die Regionalliga beantragt hat, nimmt an den Aufstiegsspielen teil. Voraussetzung ist allerdings, dass dieser Verein die Auflagen für die Regionalliga Bayern erfüllt.

Die Sander müssen zittern

Nur der Letzte steigt in die Landesliga ab. Schlusslicht ist derzeit Neuling Viktoria Kahl und das schon mit vier Punkten Rückstand aber auch bei vier Spielen weniger. Die Teams auf den Rängen 14 bis 16 müssen in die Abstiegs-Relegation. Im Moment stehen dort die DJK Don Bosco Bamberg, der FC Sand und der TSV Karlburg. In Gefahr befindet sich derzeit auch noch der Dreizehnte TSV Abtswind, übrigens wie im Vorjahr.

Der Zuschauerzuspruch ist gegenüber dem Vorjahr um 51 auf 364 Besucher pro Partie gestiegen, auch ein Verdienst des Aufsteigers FC Eintracht Bamberg und des aus dem Süden umgruppierten Teams aus Vilzing. Die Zahl der roten Karten ist um 19 von 41 auf 22 gesunken. Sieben Spieler haben keine einzige Minute bei Ihrem Verein gefehlt. Alle 22 Partien absolvierten Marco Schiebel (TSV Karlburg) und Felix Reusch (TSV Abtswind). Alle 21 Spiele konnten die beiden Karlburger Marvin Schramm und Marvin Fischer-Vallecilla sowie Tugay Akbakla (SC Eltersdorf), Julian Schneider (TSV Großbardorf) und Kevin Steinmann vom FC Sand bestreiten.

22 Trainer standen in der Saison 2019/20 in der Bayernliga Nord bisher an der Seitenlinie. Vier Klubs wechselten ihre Chefanweiser aus, der TSV Abtswind gleich mehrfach. Bereits nach drei Spielen warf Alexander Spindler bei der SpVgg Bayern Hof die Flinte ins Korn. Der Sportliche Leiter Fulvio Bifano übernahm zunächst interimsweise, wurde dann aber als Dauerlösung installiert. Bei der DJK Don Bosco Bamberg war für Mario Bail nach sechs Spielen Schluss, es übernahm Rolf Vitzthum. Nach dem achten Match warf bei der SpVgg Ansbach der erst vor dieser Saison installierte Robert Kovacic das Handtuch. Christoph Hasselmeier wurde Spielertrainer, sollte das eigentlich nur bis zur Winterpause sein. Doch die Verantwortlichen entschieden sich im November für eine Dauerlösung. Gleich drei Trainer, der vierte übernimmt nach der Winterpause, hatte der TSV Abtswind im Einsatz. Es begann Mario Schindler, dann kam für vier Spiele Uwe Neunsinger und bis zum Winter war der Sportliche Leiter Thorsten Götzelmann der Chefanweiser. Neuer Mann ab 2020 ist Claudiu Bozesan, er wird der 23. Trainer dieser Saison.

In der Torjägerliste führt André Luge von der DJK Vilzing mit 19 Treffern vor Dickson Abiama (SC Eltersdorf) und Simon Snaschel (TSV Großbardorf), die jeweils 17 Mal getroffen haben. Es folgen Christian Schrödl (13, DJK Ammerthal), Patrick Görtler (13, FC Eintracht Bamberg), Ivan Milicevic (12, DJK Vilzing) und Adam Hajek (11, SpVgg Bayern Hof), Shaban Rugovaj (11, FC Sand). 22 Rote Karten (Vorjahr 41) gab es in der Bayernliga Nord sowie 43 Mal Gelb-Rot (Vorjahr 44). Vier Rote Karten sammelte der FC Sand, der in der Fairnesstabelle abgeschlagenes Schlusslicht ist. (dme)

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