FUßBALL: BAYERNLIGA

Der FC Sand will nachlegen

Im Vorwärtsgang: Nach dem Sieg in Abstwind ist das Selbstbewusstsein bei Danny Schlereth (schwarz) und dem FC Sand gestiegen. Foto: Alexander Rausch

FC Viktoria Kahl – FC Sand (Samstag, 16 Uhr)

Erleichtert verließen die Sander Kicker am Mittwoch das Spielfeld in der Abtswinder Kräuter-Mix-Arena. Nicht unverdient hatten sie die favorisierten Gastgeber in die Knie gezwungen und den ersten Saisonsieg eingefahren, der zugleich Balsam auf die Seele nach der unglücklichen Niederlage gegen Großbardorf war. Denn diesmal hatten sie den Spieß herumgedreht und hatten mit Doppelpacker Shaban Rugovaj einen eiskalten Vollstrecker in ihren Reihen.

Besonders im zweiten Durchgang standen die Korbmacher defensiv sehr kompakt und nahmen den Abtswindern mit robuster Zweikampfführung die Lust am Fußballspielen, was deren Coach Mario Schindler nach der Partie auch bestätigte. Neuzugang Mert Topuz gab dabei den umsichtigen und beruhigenden Abwehrstabilisator, an dem kein Vorbeikommen war, ebenso wenig wie an Schlussmann Stefan Klemm, der bei der einzigen wirklichen TSV-Chance nach der Pause zur Stelle war.

Und auch offensiv zeigten sich die Gäste plötzlich brandgefährlich. Shaban Rugovaj oder die Schlereth-Brüder stellten die Heimabwehr schon vor arge Probleme. „Wir hatten sogar noch weitere Chancen, um den Deckel endgültig drauf zu machen“, war der Trainer mit dem zweiten Durchgang sehr zufrieden, legte aber auch den Finger in die Wunde. Schließlich hätten die Seinen vor dem Seitenwechsel auch großes Glück gehabt, einerseits zu führen und andererseits, dass die Hausherren ihre Überlegenheit nicht zu nutzen wussten.

Ein ähnlicher Spielverlauf dürfte den Schwarz-Weißen in Kahl nicht passieren. „Die Viktoria hat eine gute Mannschaft und ist besonders auf eigenem Platz ein sehr unangenehmer Gegner. Das wissen wir noch aus gemeinsamen Landesliga-Zeiten“, warnt Sportleiter Erich Barfuß vor dem zweiten Auswärtsspiel binnen vier Tagen. Zwar hätte der Aufsteiger sein erstes Heimspiel gegen Abtswind verloren, zu unterschätzen seien die Kahler aber auf keinen Fall. Denn auch der Auftritt in Seligenporten, wo sie knapp mit 0:1 unterlagen, zeugte davon, dass der Neuling mit den Großen der Liga mithalten kann – wie die Sander eben auch.

So recht einzuordnen weiß Dieter Schlereth die bisherigen Leistungen aber dennoch nicht: „Wo wir nach zwei Spielen stehen, ist schwer zu sagen. Auch die Gegner müssen sich erst finden. Gegen Großbardorf hätte ich gerne gewonnen aufgrund des Spielverlaufs. In Abtswind wäre ich mit einem Punkt einverstanden gewesen.“ Weiter Aufschluss könnte nun das Duell in Kahl geben, wo Erich Barfuß auf den zweiten Sieg hofft: „Wenn wir unsere Tugenden wieder voll einbringen und auch unsere Möglichkeiten effektiv verwerten, können wir auch in Kahl etwas mitnehmen.“

Die Notwendigkeit, etwas an seiner Startformation zu verändern, wird Schlereth wohl kaum haben. Denn weiterhin fehlen nur die bisher Verletzten Sebastian Wagner (Rippenprellung), Christopher Gonnert (Muskelfaserriss) und Sven Wieczorek (Beinbruch). Zudem scheint sich die Mannschaft in den ersten beiden Spielen bereits gefunden zu haben, weshalb der Trainer kaum einen Grund haben wird, zu wechseln.

Nach Kahl fährt ein Fanbus, zusammen mit der Mannschaft. Abfahrt ist um 12 Uhr am Sportheim. Anmeldung bei Klaus Schneider, Tel. (01 71) 4 48 22 24.

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