EISHOCKEY: LANDESLIGA

Hartmann tritt trotz Kantersieg auf die Bremse

Retter in höchster Not: Trostbergs Schlussmann Maximilian Kruck (links) hat alle Hände voll zu tun. Im Duell mit Haßfurts Lukas Kratschmer bleibt er mit der Hilfe seine Vorderleute Ralf Heid und Manfred Wanghofer Sieger, David Franek kann nicht mehr eingreifen. Foto: Ralf Naumann

Eishockey

Landesliga Bayern Gr. 1

EV Moosburg – EV Dingolfing Isarrats 5:6
ERSC Amberg Wild Lions – ESV Waldkirchen 4:1
VER Selb 1b Wölfe – ESC Vilshofen Wölfe n.P. 4:3
SE Freising Blackbears – ESC Haßfurt 2:10
Tigers Bayreuth 1b – VER Selb 1b Wölfe 2:0
ESV Waldkirchen – EV Pegnitz Icedogs n.V. 6:7
SE Freising Blackbears – ESC Vilshofen Wölfe 5:1
ESC Haßfurt – TSV Trostberg Chiefs 9:3
ERSC Amberg Wild Lions – Tigers Bayreuth 1b n.V. 5:6

1. (1.) ESC Haßfurt 4 38 : 10 12
2. (3.) ERSC Amberg Wild Lions 4 19 : 12 10
3. (2.) EV Dingolfing Isarrats 3 18 : 9 9
4. (4.) EV Pegnitz Icedogs 2 15 : 9 5
5. (10.) Tigers Bayreuth 1b 5 16 : 21 5
6. (5.) ESV Waldkirchen 3 13 : 12 4
7. (11.) SE Freising Blackbears 4 11 : 26 3
8. (6.) VER Selb 1b Wölfe 2 4 : 5 2
9. (7.) EV Moosburg 3 13 : 15 2
10. (8.) ESC Vilshofen Wölfe 4 8 : 25 2
11. (9.) TSV Trostberg Chiefs 2 4 : 15 0

ESC Haßfurt – TSV Trostberg 9:3 (1:0, 3:0, 5:3)

Christian Dietrich war aus der Puste und vollkommen verschwitzt. Doch der Kapitän der Haßfurter „Hawks“ strahlte nach der Ehrenrunde im Anschluss an den deutlichen 9:3-Erfolg gegen den TSV Trostberg. Sicher auch aufgrund seiner ersten beiden Saisontore, worüber er „auf jeden Fall sehr froh“ war. Dennoch: „Wir haben uns unheimlich schwer getan“, meinte der 28-Jährige, der von den Fans gefeiert und zum Spieler des Abends gewählt wurde.

Damit meinte er vor allem den ersten Abschnitt, in dem er und seine Teamkollegen insgesamt 25 Mal auf den Kasten der „Chiefs“ zielten und teilweise ein Dauer-Powerplay aufzogen – aber immer wieder an Maximilian Kruck scheiterten. Einzig David Hornak schaffte es sechs Sekunden vor dem Drittelende, den souveränen TSV-Torwart zu überwinden: Dank der unfreiwilligen Mithilfe eines Abwehrspielers, von dessen Schuh der Puck letztlich ins Tor schlitterte (20.).

Hora bricht den Bann

Und auch nach dem Seitenwechsel, als die Gäste aus Oberbayern nun wesentlich besser mitspielten, brauchte es lautstarke Anweisungen von Trainer Volker Hartmann, ehe der berühmte Knoten platzte: „Schießt auf?s Tor, Jungs“, schrie er während einer Überzahlsituation, die bis dato noch keinen Erfolg brachte. Daniel Hora hatte seine Worte wohl am besten verstanden, denn der Tscheche zog unmittelbar danach in unnachahmlicher Art ab und versenkte die Scheibe unhaltbar für Kruck zum 2:0 in den Maschen (33.), ehe er drei Minuten später sogar auf 3:0 erhöhte (36.). „Zuvor haben wir immer so kompliziert gespielt“, bemängelte der Bayreuther die umständliche Vorgehensweise.

Tatsache ist: Es lief nun immer besser. Folglich fielen auch weitere Treffer. Erst sorgte Michael Stach mit seinem persönlichen Premierentor für den 4:0-Pausenstand, ehe Michal Babkovic zu Beginn des Schlussabschnitts nach zuvor vielen vergeblichen Anläufen zum 5:0 erfolgreich war (48.). Und auch die anschließende Schwächephase der „Hawks“ – David Hornak kassierte eine zehnminütige Disziplinarstrafe und Trostberg traf doppelt binnen 18 Sekunden – war auch aufgrund einer von Hartmann genommenen Auszeit schnell wieder beendet: Michael Stach erzielte das 6:2 (45.), ehe sich das Aufbäumen der Trostberger noch weiter verstärken konnte.

„Wir haben uns gegenseitig unheimlich motiviert. Am Ende hat es ja geklappt“, betonte Dietrich, der im Anschluss mit einem Doppelpack endgültig für Klarheit sorgte (47./54.). Georg Lang erzielte – ebenfalls mit seinem ersten Saisontreffer – noch die 9:2-Führung. Dass Christian Mamantow mit dem 9:3 in der Schlussminute noch Ergebniskosmetik für die „Chiefs“ betrieb, war nur noch für die Statistiker interessant.

„Die musst du einfach schlagen“

„Wir haben uns wirklich lange Zeit sehr schwer getan“, räumte Hartmann ein und verwies auf die Schussstatistik der ersten beiden Drittel mit einem Verhältnis von 43:10. „Aber solche Spiele gibt es auch. Die Chancenauswertung war heute nicht so effektiv, wie es hätte sein müssen“, war er mit dem vierten Sieg im vierten Spiel insgesamt zufrieden. „Aber“, sagte er, „man muss die Kirche schon im Dorf lassen. Wir hatten vier Gegner, die musst du einfach schlagen. Das haben wir gemacht. Nicht mehr und nicht weniger.“ Euphorie sei jedenfalls nicht angesagt. „Da kommen noch ganz andere Kaliber.“ Den ersten können die Fans bereits am kommenden Freitag erleben, wenn um 19.30 Uhr die Partie gegen Bayernligaabsteiger EV Pegnitz auf dem Programm steht.

ESC Haßfurt: Jung, Dietz – Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx, Schubert – Trübenekr, Stach, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer / Schiedsrichter: Graf/Voigt / Zuschauer: 389 / Tore für Haßfurt: Dietrich (2), Stach (2), Hora (2), Hornak, Babkovic, Lang / Strafzeiten: Haßfurt 8 plus Disziplinarstrafe gegen David Hornak / Trostberg 18.

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