EISHOCKEY: LANDESLIGA

Haßfurt ist Vorrunden-Meister

Gegen sich tapfer wehrende Bayreuther gewann der ESC auch sein zehntes Heimspiel. Auch der Auftakt in die Aufstiegsrunde findet am Freitag zu Hause statt.
Großchance für den Haßfurter Michael Stach: Sein Abschluss nach einem Penalty geht aber knapp am Bayreuther Gehäuse vorbei, so dass Torwart Sebastian Dünkel nicht mehr einzugreifen braucht.
Großchance für den Haßfurter Michael Stach: Sein Abschluss nach einem Penalty geht aber knapp am Bayreuther Gehäuse vorbei, so dass Torwart Sebastian Dünkel nicht mehr einzugreifen braucht. Foto: Ralf Naumann

Eishockey

Landesliga Bayern Gr. 1

EV Pegnitz Icedogs – VER Selb 1b Wölfe 6:8
Tigers Bayreuth 1b – SE Freising Blackbears 8:1
ESC Vilshofen Wölfe – ERSC Amberg Wild Lions 4:2
TSV Trostberg Chiefs – EV Moosburg 3:9
EV Dingolfing Isarrats – ESV Waldkirchen 5:4
ESC Haßfurt – Tigers Bayreuth 1b 5:4

1. (1.) ESC Haßfurt 20 150 : 85 50
2. (2.) ERSC Amberg Wild Lions 20 103 : 56 45
3. (3.) EV Dingolfing Isarrats 20 106 : 88 41
4. (4.) EV Moosburg 20 105 : 75 40
5. (5.) EV Pegnitz Icedogs 20 108 : 96 31
6. (7.) Tigers Bayreuth 1b 20 73 : 73 29
7. (6.) ESV Waldkirchen 20 83 : 94 27
8. (8.) VER Selb 1b Wölfe 20 72 : 98 26
9. (9.) ESC Vilshofen Wölfe 20 59 : 93 19
10. (10.) SE Freising Blackbears 20 51 : 94 16
11. (11.) TSV Trostberg Chiefs 20 64 : 122 6

ESC Haßfurt – EHC Bayreuth 1b 5:4 (1:0, 0:2, 4:2)

Der erste inoffizielle Titel ist unter Dach und Fach: Die Haßfurter „Hawks“ beenden nach einem 5:4-Erfolg über den EHC Bayreuth die Landesliga-Gruppe 1 auf Platz eins. Für den „Vorrunden-Meister“ beginnt nun am Freitag die Saison erst richtig: Mit einem Heimspiel gegen den EV Moosburg startet der ESC in die Aufstiegsrunde. „Das erste von 14 Kracherspielen“, ist sich Trainer Volker Hartmann, der sich über die Bilanz von 50 Punkten sehr freute, sicher.

Dies allerdings erst einige Minuten nach der Schlusssirene am Sonntagabend, nachdem der zehnte und letzte mögliche „Dreier“ eingetütet war. Richtig zufrieden war der Haßfurter Trainer aber nur mit dem Ergebnis, nicht mit der Begegnung an sich. „Es war klar, dass es heute wieder schwer wird. Bayreuth ist einfach ein unangenehmer Gegner. Die fahren auf Körper und spielen ein wenig dreckig“, so Hartmann, der die oftmals ruppige Gangart der Oberfranken aber nicht verteufeln wollte: „Das macht nichts. Da müssen wir einfach dagegenhalten.“

Tatsache ist, dass die 546 Zuschauer eine von Anfang an umkämpfte Partie zu sehen bekamen, in welcher der Blitzstart der „Hawks“ – Michal Babkovic erzielte die 1:0-Führung nach 82 Sekunden – keinesfalls schnell die Weichen stellte. Im Gegenteil: Die ohne den erkrankten Jan Trübenekr und den privat verhinderten Timo Zürcher angetretenen Haßfurter („das merkt man, wenn die halbe erste Reihe fehlt“) gingen – nachdem Michael Stach in der 34. Minute einen Penalty verschoss – sogar mit einem 1:2-Rückstand in die zweite Pause. Bayreuths Topstürmer Andreas Geigenmüller (35.) sowie der Ex-Schweinfurter Stephan Trolda (37.) gaben den zur „Halbzeit“ für Timo Jung eingewechselten Martin Hildenbrand zwischen den ESC-Pfosten zwei Mal das Nachsehen, während seine Vorderleute selbst beste Alleingänge nicht verwerteten.

Dass die Gäste erst im letzten Abschnitt auf die Verliererstraße kamen, hatten sie sich selbst zuzuschreiben: Sieben Strafzeiten verhängten die Unparteiischen, zeitweise saßen drei Bayreuther gleichzeitig auf der Strafbank. Und die vielen Unterzahlsituationen, von denen die „Hawks“ auch nicht verschont blieben, kosteten viel Kraft. Zwei Doppelschläge von David Franek und David Hornak (42., 43.), sowie Daniel Hora und Michal Babkovic (jeweils 57.), sorgten für eine 5:2-Führung. Die beiden Schlusspunkte setzte jedoch der Tabellensechste. , der sich zu keinem Zeitpunkt aufgab und zumindest Ergebniskosmetik betreiben wollte. Erneut Stephan Trolda (57.) sowie Teamkollege Ondrej Pajk (60.) sorgten für das knappe Endresultat.

„Die wollten halt noch einmal zeigen, dass sie auch beim Tabellenersten gut mithalten können. Und das konnten sie auch“, zollte Haßfurts Verteidiger Alexander Stahl der harten Gegenwehr der Gäste sogar Respekt, obwohl er nach 60 Minuten froh sein durfte, dass seine Blessuren inklusive der Blutergüsse aufgrund intensiver Zweikämpfe wohl erst in einigen Tagen wieder verschwunden sind. „Hinten heraus haben wir unsere Chancen wirklich genutzt. Ich bin froh, dass es letztlich gut für uns ausgegangen ist“, sagte der 22-Jährige.

„Wir haben eine gute Vorrunde gespielt, keine Niederlage zu Hause. Im Großen und Ganzen bin ich zufrieden“, zog Volker Hartmann eine kurze Bilanz zu den ersten 20 Pflichtspielen unter seiner sportlichen Regie. Doch auch er weiß, dass seine Mannschaft vorerst nur das erste Etappenziel der Saison erreicht hat. „Jetzt fängt wieder alles bei Null an und das vorangegangene hat alles nichts mehr zu sagen. Die Karten werden ab Freitag neu gemischt.“

Statistik des Spiels

Haßfurt: Hildenbrand, Jung – Hora, Thebus, Stahl, Masel, Marx, Breyer – Hornak, Stach, Kohl, Lang, Babkovic, Franek, Dietrich, Kratschmer Schiedsrichter: Graf/Herath. Zuschauer: 546 (30 aus Bayreuth). Tore für Haßfurt: 1:0 (2.) Babkovic (Franek), 2:2 (Franek (Babkovic, Dietrich) 5-4, 3:2 (43.) Hornak (Kohl, Hora), 4:2 (57.) Hora (Kohl), 5:2 (57.) Babkovic (Franek). Strafminuten: 10/20. Voraussichtliche Spiele der Aufstiegsrunde – Freitag, 10. Januar: Haßfurt – Moosburg. Sonntag, 12. Januar: Kempten – Haßfurt. Freitag, 17. Januar: Buchloe – Haßfurt. Sonntag, 19. Januar: Haßfurt – Dingolfing. Freitag, 24. Januar: Haßfurt – Amberg. Sonntag, 26. Januar: Ulm/Neu-Ulm – Haßfurt. Freitag, 31. Januar: Haßfurt – Bad Aibling. Freitag, 7. Februar: Haßfurt – Ulm/Neu-Ulm. Sonntag, 9. Februar: Amberg – Haßfurt. Freitag, 14. Februar: Dingolfing – Haßfurt. Sonntag, 16. Februar: Haßfurt Buchloe. Freitag, 21. Februar: Moosburg – Haßfurt. Sonntag, 23. Februar: Haßfurt – Kempten. Sonntag, 1. März: Bad Aibling – Haßfurt

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