SCHIEßEN - EUROPAMEISTERSCHAFT

Heimkehr ohne Medaille

Volle Konzentration im Mixed-Wettbewerb: Miriam Piechaczek (links) und ihr Partner Robin Walter bereiten sich auf den Wettkampf vor. Foto: Gerold Snater

Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte: mit einem Riesenergebnis, kehrte die Königsberger Pistolenschützin Miriam Piechaczek von der Europameisterschaft in Györ zurück.

Mitfavoriten haben es schwerer als die Konkurrenz, die unbedarft und ohne große Erwartungen antritt. Diese Erfahrung machte Nationalmannschaftsschützin Miriam Piechaczek bei der Europameisterschaft im ungarischen Györ. Zudem gab es Neuerungen: Neu ist der Mixed-Wettbewerb, der 2020 bei den Erwachsenen olympisch wird. Neu ist auch, dass die weiblichen Junioren in der Qualifikation in der Einzeldisziplin 60 statt 40 Schuss abgeben müssen.

Die Königsbergerin startete in Györ im Mixed-Wettbewerb mit ihrem Teampartner Robin Walter in der Qualifikation furios. Nach 40 Schuss standen für Miriam sehr gute 380 von 400 möglichen Ringen, Robin Walter traf sogar 388 Ringe. Unter den 34 gestarteten Mannschaften bedeutete dies mit großem Vorsprung Platz 1.

Im Finale fing aber alles wieder bei Null an – und da lief bei den beiden Deutschen nicht mehr viel zusammen, sie verließen als 5. den Schießstand. Kleiner Trost: Ihr Ergebnis in der Qualifikation von 768 Ringen steht als Juniorenweltrekord in der Bestenliste.

Am Folgetag starteten die weiblichen Junioren in der Einzeldisziplin Luftpistole. Hier war es in der Qualifikation wichtig, unter die ersten Acht zu kommen. Miriam Piechaczek startete schwach. Mit 89 Ringen lag sie nach zehn Schuss weit hinten. Auch die zweite Serie mit 92 Ringen brachte sie kaum vorwärts. Aber im Verlauf des Wettkampfes wurde sie stärker. Es folgten 10er-Serien von 93, 94 und wieder 94 Ringen und zum Abschluss 96 Ringe. Das waren nach 60 Schuss 558 Ringe und der 23. Platz.

Ihre Mannschaftskollegin Andrea Heckner erreichte 562 Ringe und wurde 11.; mit 563 Ringen hätten sie das Finale erreicht – ein Limit, das die Königsbergerin durchaus erzielen kann, das sie diesmal aber um 5 Ringe verfehlte.

Eine dritte Chance gab es für die deutschen Juniorinnen noch im Mannschaftswettbewerb mit der Luftpistole. Hier musste jeder Starter 30 Schuss abgeben. Miriam Piechaczek und ihre Mannschaftskolleginnen hatten viel vor. In der Qualifikation kamen sie mit 833 Ringen auf Platz 3 unter zwölf Mannschaften. Im Viertelfinale ging es gegen Italien. Die deutschen Juniorinnen hielten den Wettkampf lange offen, aber eine „Eins“ einer Mannschaftskollegin und mehrere Achter brachten die Mannschaft so weit ins Hintertreffen, dass sie die Italienerinnen auf zwölf Ringe Vorsprung ziehen lassen mussten. Italien holte sich später noch die Silbermedaille bei dieser Europameisterschaft.

Für die deutsche Mannschaft gilt es nun nach vorne zu schauen. Im Juni steht die Qualifikation auf die Weltmeisterschaft an, die an zwei Wochenenden im thüringischen Suhl ausgetragen wird. Und auch andere Events stehen im Jahreskalender des DSB für die Junioren-Nationalmannschaftsschützinnen um die junge Königsbergerin.

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