KEGELN

Haßfurt nutzt seinen Heimvorteil

Robin Klauer war weder mit sich noch mit der Leistung seiner Sander zufrieden. Foto: René Ruprecht

Kegelbahn SKK Haßfurt, Samstag 16.30 Uhr. Der erfahrene Schiedsrichter Karl Dirschbacher mit fast 400 Einsätzen auf dem Buckel, eröffnet das Haßbergderby in der Bezirksoberliga zwischen Haßfurt und Alle Neun Sand. Ein Duell mit Brisanz und unterschiedlichen Voraussetzungen. Sands Jüngster, Robin Klauer, 2014 Deutscher Jugendmeister mit der Auswahlmannschaft des Kegelvereins, sieht die Situation seines Teams recht kritisch: „Als Tabellenletzter rennst du immer hinterher, oft mit wenig Glück. Als junger Spieler ist die Anspannung bei diesem Derby schon um einiges größer. Ich erhoffe mir einen Sieg als Start für unsere Aufholjagd.“

Heimsieg war eingeplant

Haßfurts Heiko Schneider dagegen sieht seinen SKK in einer guten Ausgangslage: „Der Auswärtssieg letzte Woche gibt Auftrieb. Ich persönlich fühle mich heute sehr gut und wieder einmal verletzungsfrei. Die zwei Punkte heute sind für mich fest eingeplant, um nicht in den Abstiegsstrudel zu geraten.“

In der Starterpaarung schickte Haßfurt Michael Hunger und Martin Finger auf die Anlage. Sand setzte Daniel Roßmeier und Robert Neundörfer dagegen. Beide Sander starteten recht verhalten und sahen sich nach der Hälfte der Distanz bereits kräftig in Rückstand. Die zweite Hälfte verlief recht ausgeglichen, sodass die Kreisstädter eine 2:0-Führung und 69 Kegel plus an die Mittelgruppe übergab.

„Normalerweise hast du nichts in dieser Spielklasse zu suchen, wenn du so schlecht spielst.“
Robin Klauer, Alle Neun Sand

Hier entwickelte sich, zwar ohne hohes Niveau, ein ganz enger Kampf um jeden einzelnen Satzpunkt. Sebastian Wolf und Manuel Hörmann trennten nach drei Durchgängen lediglich drei Kegel (408:405 bei 2:1 Sätzen für Wolf). In der anderen Partie führte zum selben Zeitpunkt der Sander Timo Klauer mit 2:1 und 378:367 Kegeln. Nach beiden Seiten war die Partie offen. Eine Vorentscheidung zu Gunsten Haßfurts war greifbar. Auf den letzten Kugeln setzten sich dann allerdings die beiden Sander bei jeweils 2:2 knapp durch (Hörmann 525:520, Klauer 500:498) und schafften somit den Ausgleich nach Punkten. Allerdings konnte der Holzvorsprung nur auf 62 Holz minimiert werden.

Der Schlussabschnitt sollte die Entscheidung bringen. Hier standen sich Heiko Schneider vom Heimteam und Sands Robin Klauer gegenüber, Sebastian Glückert bekam es mit Gerhard Haupt zu tun. Auch dieser direkte Vergleich wurde erst durch einen enormen Endspurt im letzten Satz (141:119) bei 2:2 Punkten und 520:513 für Glückert entschieden.

Das Duell zwischen Routinier und Youngster war am Ende eine ganz klare Angelegenheit. Mit der Tagesbestleistung von ganz starken 556 Holz fertigte Haßfurts Schneider Robin Klauer (493) mit 3:1 Satzpunkten kräftig ab und brachte seine eingangs als Ziel gesetzten zwei Punkte sicher nach Hause.

Klauer war nach dem Spiel sichtlich enttäuscht. „Normalerweise hast du nichts in dieser Spielklasse zu suchen, wenn du so schlecht spielst. Es ist unheimlich schwer auf dieser Anlage zu spielen und zu gewinnen. Haßfurt hat im Gegensatz zu uns eine echte Heimbahn.“

Abstand nach hinten

Gerhard Haupt merkte nur noch an: Es war mir klar, dass wir die über 60 Keile nicht mehr rausholen können.“ Heiko Schneider zog dagegen eine überaus positive Bilanz: „Unsere Mannschaftsleistung war durchgehend konstant. Mit meiner Leistung bin ich höchst zufrieden. In Anbetracht der anderen Spiele haben wir zum Ende der Vorrunde einen gesicherten Mittelfeldplatz und etwas Abstand nach hinten.“

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Kegeln Haßfurt-Sand

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Durch diese Niederlage sind die Korbmacher nun Inhaber der roten Laterne. Das letzte Spiel vor der Winterpause steht nun beim heimstarken SV Bergtheim an. Eine weitere Niederlage und die Ausgangslage wird immer heikler. Haßfurt dagegen erwartet in 14 Tagen Dreieck Schweinfurt.

Die Statistik des Spiels

Kegeln, Bezirksoberliga SKK Haßfurt – Alle Neun Sand 6:2 (3157:3025) Michael Hunger – Daniel Roßmeier 3,5:0,5 (536:506), Martin Finger – Robert Neundörfer 4:0 (527:488), Sebastian Wolf – Manuel Hörmann 2:2 (520:525), Sebastian Giebfried – Timo Klauer 2;2 (498:500), Heiko Schneider – Robin Klauer 3:1 (556:493), Sebastian Glückert – Gerhard Haupt 3:1 (520:513).
Legte im Derby seine ganze Routine auf die Bahn: Haßfurts Heiko Schneider. Foto: René Ruprecht

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