FUßBALL, KREISKLASSE SW 3

Zell war einfach „nicht geil“ genug

Kein Durchkommen: Zells Christoph Herold (Mitte) dribbelt gegen die Stettfelder Andreas Bruchmann (links) und Matthias Spath. Foto: René Ruprecht

Nach dem 2:2-Unentschieden in der Hinrunde gingen die Hausherren diesmal mit einem unterm Strich verdienten 3:0-Heimsieg im Kellerudell vom Platz. „Es war ein enorm wichtiger Sieg für uns heute. Wir haben die Punkte unbedingt gebraucht“, so Lukas Melber, Bruder von SC-Kapitän Franz Melber. „Für beide Teams war es ein wichtiges Spiel. Dementsprechend waren wir in den ersten Minuten nervös und sind nicht komplett in das Risiko gegangen, weil keiner den entscheidenden Fehler machen wollte. Umso wichtiger war unsere Führung vor der Halbzeit, auch wenn die höher hätte ausfallen können. Ich hatte selber eine tausendprozentige Chance“, so der lächelnde Melber, der nach seinem Großkaräter mit dem zweiten Versuch traf.

In der Tat sah man nach dem Anpfiff den TSV öfter in der Offensive. Zell schnupperte nach fünf Minuten nach einem Eckball und dem folgenden gefährlichen Fernschuss von Marco Häfner sogar an der Führung. Nach zehn Minuten wurde das Spiel aber zunehmend ausgeglichener. Die Zeller erspielten sich bis zur Halbzeit mit mehr Biss doch mehr Chancen als die Hausherren, die aber effektiver zuschlugen.

In der 32. Minute war es dann soweit: Eckball für das Heimteam, das Leder rollte flach am TSV-Schlussmann vorbei und Lukas Melber musste nur noch den Fuß für die 1:0-Führung hinhalten.

Zell war „nicht geil“ genug

„Wir haben viel zu wenig gemacht, wir waren nicht geil genug drauf, das Spiel zu gewinnen, das müssen wir ganz ehrlich sagen. Mit der gelbroten Karte gegen David Eller haben wir uns dann endgültig selber geschwächt“, so ein frustrierter TSV-Kapitän Marcel Herzing. Für die verdiente Niederlage hatte Herzing genau zwei Schlagwörter, nämlich „fehlendes Selbstvertrauen“.

Fotoserie

Stettfeld-Zell

zur Fotoansicht

Nach dem Wechsel versuchte Zell dennoch, den Ausgleichstreffer zu erzielen, aber auch die Hausherren wollten ihre Führung ausbauen. In der 62. Minute kam dann der entscheidende Moment für den Heimsieg des Sportclubs: Ein verwandelter Elfmeter von Daniel Full zum 2:0 brachte den Hausherren einen Energieschub, auf der TSV-Seite spürte man neben der gelbroten Karte für das Foul zum Elfmeter auch die Enttäuschung und die wiederkehrende Müdigkeit in der Schlussphase.

Und das nutzte Stettfeld aus: ein langer Pass auf Dominik Lang, sein Querpass in den Strafraum – und Lukas Melber netzte am TSV-Schlussmann vorbei zum 3:0-Endstand ein.

Sicherheit gewonnen

„In der zweiten Halbzeit haben wir mehr mehr und mehr Sicherheit gewonnen. Wir haben dem Gegner unser Spiel aufgedrückt in der Höhe verdient gewonnen“, so der zweifache Torschütze Lukas Melber. „Wir konnten Zell auf Abstand halten und Anschluss auf die Nichtabstiegsplätze gewinnen.“

Für den Zeller Kapitän Marcel Herzing war „einfach das Problem, dass wir wieder ein dummes 0:1 gekriegt. Wir schießen uns in dieser Saison in jedem Spiel die Tore ins eigene Tor. Ich glaube, wir hatten noch kein Spiel, indem wir keine Fehler gemacht haben, die zu Gegentoren geführt haben. Wenn man in elf Spielen nur einen Punkt holt, und jede Woche eigentlich nicht die schlechtere Mannschaft ist, aber trotzdem verliert, dann fehlt das Selbstvertrauen. Jetzt müssen wir einfach zusammenhalten und schauen, dass wir es irgendwie noch rumreißen können.“

Die Statistik des Spiels

Fußball, Kreisklasse Schweinfurt 3

SC Stettfeld – TSV Zell/ 3:0 (1:0)

Stettfeld: Kriener, Bruchmann, M. Spath, Bunk, F. Melber, Full, J. Spath, L. Melber, Lang, Hasch, S. Spath; eingewechselt: Frank, Schmitt, Hümmer. Zell: Bartholmess, Schönes, Eller, Herold, C. Krines, A. Krines, Häfner, Scharriert, Ullrich, Herzing, Eberwein; eingewechselt: Braun, Schnapp, Wilhelm. Schiedsrichter: Johann Christa. Zuschauer: 100. Tore: 1:0 Lukas Melber (32.), 2:0 Daniel Full (62./EM), 3:0 Lukas Melber (71.). Gelbrot: David Eller (61., Zell).

Schlagworte

  • Stettfeld
  • Zell
  • René Ruprecht
  • Elfmeter
  • Enttäuschung
  • Fehler
  • Fouls
  • Frustration
  • Gefahren
  • Happy smiley
  • Kreisklasse Schweinfurt 3
  • Lächeln
  • Nervosität
  • Strafraum
  • Wilhelm
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!