VOLLEYBALL

Weiteres Jahr Bundesliga für Eltmann schwer vorstellbar

Nach dem Abbruch der Saison gibt es zwar keinen Absteiger. Doch um planen können, müssten die Heitec Volleys in der Corona-Krise erst einmal an potenzielle Sponsoren herankommen.
Ratlos: Auch die Spieler Richard Peemüller (links), Tobias Werner, Carlos Antony, Mathäus Jurkovics und Tomas Halanda (rechts) wissen noch nicht genau, was die Zukunft für die Eltmanner Heitec Volleys bringt.
Ratlos: Auch die Spieler Richard Peemüller (links), Tobias Werner, Carlos Antony, Mathäus Jurkovics und Tomas Halanda (rechts) wissen noch nicht genau, was die Zukunft für die Eltmanner Heitec Volleys bringt. Foto: Daniel Löb

Eigentlich war die Lage für die Eltmanner Bundesliga-Volleyballer schon verzwickt genug. Der Tabellenletzte muss ein Insolvenzverfahren über sich ergehen lassen - zudem wurde die Saison vorzeitig beendet. Einen sportlichen Absteiger gibt es nicht. Ist das eine gute Nachricht für die Heitec Volleys Eltmann?

Bejahen kann das Manohar Faupel, der Manager des Klubs aus der Kleinstadt im Landkreis Haßberge, nicht. "Natürlich machen wir uns Gedanken hinsichtlich des Kaders, aber wir kommen nicht an potenzielle Sponsoren ran. Da kann man dann natürlich auch nichts festzurren." Der bisherige Kader stehe zwar noch unter Vertrag, die Spieler selbst sind allerdings schon wieder in ihrer jeweiligen Heimat. Ab dem 14. März hatten sie die Rückreise angetreten. "Bis zum darauffolgenden Mittwoch haben wir alle rausgehabt - bevor der Flugverkehr eingestellt und die Grenzen zugemacht wurden", erläutert Faupel, "wir hatten Glück und mussten mit dem Polen Rafal Prokopczuk, dem Franko-Brasilianer Carlos Antony, dem Serben Irfan Hamzagic und dem Slowaken Tomas Halanda nur vier Mann ausfliegen. Andere Vereine hat das Ganze schwerer getroffen." 

"Momentan steht alles still. Wir können uns nicht einmal mit den Sponsoren treffen."
Manager Manohar Faupel über die derzeitige Situation bei den Heitec Volleys Eltmann

Dieser Lichtblick täuscht dann doch nicht darüber hinweg, dass "momentan alles stillsteht. Wir können uns nicht einmal mit den Sponsoren treffen. Das, was die Spieler betrifft, muss der Insolvenzverwalter prüfen. So lange wir nicht wissen, wie es mit den Sponsoren weitergeht, brauchen wir darüber eigentlich auch gar nicht reden. Ich kann aus Sicht der Gmbh nur sagen, dass es wirklich schwer wird, noch eine Saison in der Ersten Liga zu stemmen, wenn sich bereits Vereine Sorgen machen müssen, die schon lange etabliert sind. Denn auch für die ist es nicht ersichtlich, wie das Budget aussehen wird", so Faupel weiter.

Um den betroffenen Sportvereinen in der Krise zu helfen, hat die Volleyball-Bundesliga (VBL) unlängst beschlossen, dass die Lizenzanträge erst bis zum 15. Mai eingereicht werden müssen. Eigentlich wäre der Einsendeschluss für die Erstligisten am 15. April gewesen. Auch die Zeiträume für die wirtschaftliche Lizensierung werden nach hinten verschoben - auf Ende Juni und Ende Juli. Doch auch diese Deadlines sind noch nicht fix. Auf der Bundesliga-Website steht nämlich: "Der VBL-Vorstand behält sich vor, die Fristen und inhaltlichen Anforderungen für die wirtschaftliche Lizenzierung je nach Entwicklung der Krisenlage erneut anzupassen und längere Fristen zu gewähren."

Tobias Werner bedankt sich bei den Fans

Dennoch eine bedrückende Situation - auch für den Ur-Eltmanner Tobias Werner, der noch bei seiner Familie in den Haßbergen wohnt. "Da das letzte Heimspiel ja leider ausgefallen ist, möchte ich mich auf diesem Weg - auch im Namen der gesamten Mannschaft - bei all unseren Unterstützern, Fans und Helfern bedanken." Der 22-Jährige "genießt derzeit erst einmal die paar Wochen Pause", wie er sagt. "Wichtig ist, dass alle anderen Spieler gut zu Hause angekommen sind. Um sich fit zu halten, hat jeder ja eigene Methoden. Ich habe einen Hund und komme dann doch auch mal raus - oder mache daheim Übungen auf der Gymnastikmatte." 

Die meiste Zeit verbringt der Libero allerdings derzeit vor dem Computer. Der Sohn des früheren Eltmanner Machers Rolf Werner steht kurz vor dem Abschluss seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre - nur die Bachelorarbeit muss noch geschrieben werden. "An der sitze ich momentan, so lässt sich die Situation aushalten. So wäre es dann wohl auch ohne Corona gekommen." 

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