Volleyball: 1. Bundesliga

Wie Eltmann den Frust bekämpfen will

Den letzten Tabellenplatz werden die Heitec Volleys wohl nicht mehr los. Gegen die Netzhoppers aus Brandenburg kehrt aber zumindest Carlos Antony ins Team zurück.
Zurück: Carlos 'Kadu' Antony (rechts) wird gegen die Netzhoppers wieder im Einsatz sein. Wie wichtig der Franko-Brasilianer für die Eltmanner ist, weiß nicht nur sein Trainer Marco Donat (rechts).
Zurück: Carlos "Kadu" Antony (rechts) wird gegen die Netzhoppers wieder im Einsatz sein. Wie wichtig der Franko-Brasilianer für die Eltmanner ist, weiß nicht nur sein Trainer Marco Donat (rechts). Foto: Daniel Löb

 Nach der enttäuschenden 0:3-Niederlage im Mittwochsspiel bei den Helios Grizzlys Giesen geht’s am Sonntag gleich weiter für die Heitec Volleys. Die Eltmanner erwarten um 17 Uhr mit den Netzhoppers aus Königs Wusterhausen das Überraschungsteam der diesjährigen Saison in der Georg-Schäfer-Halle.

Die Brandenburger legten bisher eine sehr ordentliche Runde hin. Nach den letzten mageren Jahren steht heuer eine mögliche Playoffs-Teilnahme ins Haus. Um dieses Ziel zu erreichen, müssen die Netzhoppers aber nochmals Gas geben. Denn der siebte Tabellenplatz ist zwar eine Eintrittskarte für die Endrunde, der aber ist noch nicht abgesichert.

Eltmann ist angeschlagen

Die Gäste wissen also, um was es am Sonntag geht. Und das bei angeschlagenen Eltmannern. Die hatten am Mittwoch ein frustrierendes Ergebnis im niedersächsischen Giesen abgeliefert. Ein Ergebnis, das Trainer Marco Donat noch nicht wirklich verdaut hat: „Das Ergebnis war ein herber Rückschlag für uns. Dies gilt es aufzuarbeiten und zu analysieren“, so Eltmanns Chefcoach, den vor allem Satz drei, als seine Mannschaft frühzeitig aufgegeben hatte, genervt haben dürfte.

Auch Außenangreifer Tomas Halanda ging nach dem 0:3 selbstkritisch mit sich und dem Team ins Gericht: „Wir haben keinen Druck im Aufschlag gemacht, das hat es dem Giesener Zuspiel zu leicht gemacht. Auch unser Block war nicht präsent.“ In der Summe sei das Eltmanner Spiel überhaupt nicht gut gewesen, das Ergebnis entsprechend enttäuschend.

Mehr Aggressivität

Richard Peemüller, erneut für den verletzten Irfan Hamzaic auf der Diagonalposition eingesetzt, war nach Halanda der zweitbeste Scorer in Giesen. Aber das war weit weg von den 22 Punkten zuletzt gegen Herrsching. „Mit dem Spiel in Giesen können wir nicht zufrieden sein. Die Situation bei uns ist momentan nicht einfach, wenn man mit nur neun gesunden Spielern anreist. Trotzdem müssen wir uns besser schlagen. Vor allem im Block und im Aufschlag müssen wir viel aggressiver und mutiger sein, um uns bessere Break-Chancen zu erarbeiten. Das hat in Giesen den Unterschied gemacht."

Nun also die Netzhoppers. Die sind gefährlich, was ein Blick auf die Statistik zeigt: Diagonalangreifer Casey Adam Schouten liegt mit 344 Punkten auf dem zweiten Platz der Topscorer-Liste, Dirk Westphal folgt mit 300 Punkten auf Platz fünf. Und Schouten ist ein Brecher im Service, seine 29 Asse brachten ihm ebenfalls einen fünften Platz im Aufschlag-Ranking ein. In der Annahme müssen sich die Brandenburger auch nicht verstecken, dort ist Netzhopper Theo Timmermann seinem Eltmanner Außenangreifer-Rivalen Jonas Sagstetter dicht auf den Fersen und will diesem den ersten Platz in der Tabelle streitig machen.

Hamzagic fehlt weiter

Irfan Hamzagic bleibt am Sonntag wieder nur die Rolle als Zuschauer. Der Serbe darf kein Risiko mehr eingehen, denn ein wiederholt zu früher Trainingseinstieg wäre das Aus für seine Wade - zumindest in dieser Saison und damit für alle restlichen Spiele. Und Carlos Antony wurde auf ärztliche Anweisung hin diese Woche ebenfalls geschont, die Wirbelsäule macht dem Franko-Brasilianer Probleme. Daher wird Marco Donat die optimale Lösung finden müssen, um Antony zu entlasten. An dieser Stelle kommt Sagstetter ins Spiel. Der Landshuter ist eine Bank in der Annahme und überzeugt mit seinen druckvollen Aufschlägen. „Wenn er es schafft, diese Qualitäten auch noch im Angriff unter Beweis zu stellen, dann sind wir wieder im Spiel“, hofft Donat.

Für Peemüller ist das Spiel am Sonntag ein Prüfstein für die Einstellung der Mannschaft. „Es gilt, die Köpfe frei zu bekommen und unbeschwert in das Spiel zu gehen. Vielleicht stehen wir mit dem Rücken zur Wand, dennoch muss es unser Ziel sein, frech, aggressiv und kämpferisch aufzutreten. Ich bin zuversichtlich, dass bis Sonntag die Akkus wieder voll sind und wir ein gutes Spiel hinlegen.“ Nichts anderes fordert Halanda von sich selbst und seinen Kollegen: „Wir werden viel, viel besser spielen und alles für einen Sieg geben.“

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