EISHOCKEY

Die „Hawks“ waren zu verspielt

Nur Daniel Hora war in Vilshofen erfolgreich. Sein Treffer zum 1:1-Ausgleich war aber zu wenig. Foto: Ralf Naumann

Der Wille war groß. Das Bemühen war vorhanden. Ebenso die Chancen, um genügend Tore zu erzielen. Letztlich reichten für die Haßfurter „Hawks“ aber alle drei Voraussetzungen für einen weiteren erfolgreichen Eishockeyabend nicht aus. Nachdem sie zuvor sieben „Dreier“ in Folge einfuhren, gingen sie am Sonntagabend erstmals leer aus. Ausgerechnet beim ESC Vilshofen nahm sich die bisherige Tormaschinerie der Landesliga eine unfreiwillige Auszeit.

Immerhin fegten sie die „Wölfe“ im Hinspiel drei Wochen zuvor noch mit 12:1 aus dem heimischen Eisstadion. Doch schon während dieser Partie warnte Haßfurts Trainer Volker Hartmann vor dem zweiten Aufeinandertreffen, in dem die seinerzeit personell arg dezimierte Mannschaft seines Kollegen Robert Suchomski kein Gradmesser war. Und dass die äußeren Bedingungen im Vilshofener Freiluftstadion aufgrund von Dauerregen zum wiederholten Male „sehr bescheiden“ waren, wollte er nicht als Entschuldigung gelten lassen für die letztlich hauchdünne 1:2-Niederlage. „Das war sicher nicht der Hauptgrund“, sagte der Bayreuther.

Nicht clever genug

Nein, es war vielmehr – ebenfalls zum wiederholten Male – die mangelnde Umsetzung der Großchancen in Tore. „Es ist leider nichts rein“, brachte es Hartmann auf den Punkt und fügte hinzu: „Wir waren auch nicht clever genug, haben nochmals einen Querpass gespielt, waren einfach zu verspielt und haben nicht den direkten Weg zum Tor gesucht. Einfach einmal ein dreckiges Tor machen“. Gleichzeitig lobte er den Schlussmann der diesmal weitaus besser besetzten Gastgeber, Alexander Krenn, der „seine Leistung gebracht“ habe.

Dabei stand die „Null“ bis zur 25. Spielminute, ehe Alexander Schwarz erstmals für die bis dato sieglosen „Wölfe“ erfolgreich war. Da alle Haßfurter Angreifer mit ihren Möglichkeiten spätestens unmittelbar vor dem Gehäuse oder bei Alexander Krenn mit ihrem Latein am Ende waren, sprang wieder einmal Daniel Hora in die Presche: In Überzahl zog der tschechische ESC-Verteidiger von der blauen Linie ab und drosch den Puck unhaltbar zum 1:1-Ausgleich in die Maschen (29.) – sein 24. Scorerpunkt.

Die 20 mitgereisten Haßfurter Schlachtenbummler unter den lediglich 88 Zuschauern hofften zu diesem Zeitpunkt auf ein „Jetzt geht?s los“ beim bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter. Aber: Mit seinem Treffer zum 2:1 – vorausgegangen war einer von mehreren individuellen Fehlern der „Hawks“ – machte Philip Sterz bereits in der 47. Minute die Überraschung perfekt und brachte den ersten „Dreier“ für die Niederbayern unter Dach und Fach.

„Es hat sich halt gerächt, dass wir zuvor nicht getroffen haben. Und wer in 60 Minuten nur ein Tor erzielt, der kann ein Auswärtsspiel eigentlich nicht gewinnen“, gratulierte Hartmann seinem Vilshofener Trainerkollegen.

Schuss vor den Bug

So komisch es klingt: Für ihn war der „Schuss vor den Bug nicht einmal so verkehrt, weil einige vielleicht dachten, es geht immer so weiter. Nein, jeder Sieg muss hart erarbeitet werden. Egal wo, egal gegen wen.“ Es gelte nun das Motto „aufstehen und Mund abwischen“. Und angesichts der nächsten Aufgabe in fünf Tagen gab sich Volker Hartmann unmittelbar nach „einem gebrauchten Abend“ wieder kämpferisch: „Ich erwarte wieder einen Fight auf Augenhöhe“, begannen für ihn noch während der Heimfahrt die Vorbereitungen auf das Gipfeltreffen mit dem Tabellenzweiten ERSC Amberg am Freitagabend.

die Statistik des Spiels

Eishockey, Landesliga Gruppe 1

ESC Vilshofen – ESC Haßfurt 2:1 (0:0, 1:1, 1:0)

Haßfurt: Jung, Dietz – Hora, Thebus, Hornak, Stahl, Marx – Trübenekr, Stach, Babkovic, Franek, Dietrich, Zürcher, Kratschmer, Breyer. Schiedsrichter: Altmann – Rozsa. Zuschauer: 88 (20 aus Haßfurt). Tore: 1:0 (25.) Schwarz (Neupert, Zillinger), 1:1 (29.) Hora (Franek, Breyer) 4-5, 2:1 (47.) Sterz (Toth, Gomov). Strafzeiten: Vilshofen 20 plus Disziplinarstrafe gegen Zillinger / Haßfurt 10.

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