VOLLEYBALL: BUNDESLIGA

Eltmann hofft auf einen Sieg im Kellerduell

Der Letzte gegen den Neunten:  Wie die Heitec Volleys im vierten Spiel zum ersten Bundesliga-Sieg kommen wollen.
Grübeln und analysieren: Heitec-Cheftrainer Marco Donat setzt auf Einzelgespräche mit seinen Spielern, um die Mannschaft in die Spur zu bringen. Foto: Daniel Löb

Es waren keine fröhlichen Mienen, in die Marco Donat während der Heimreise aus Königs Wusterhausen blickte. Die Heitec Volleys Eltmann hatten soeben ihre dritte Partie in der Volleyball-Bundesliga verloren - bei einem Gegner, der im Vorfeld der Partie als ebenbürtig und schlagbar ausgemacht worden war. "Die Jungs waren ziemlich geknickt. Das ist auch verständlich, wir können mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", sagt Donat. Doch war nicht alles schlecht in Brandenburg. Der Trainer sah durchaus Verbesserungen seiner Mannschaft, die nun punktlos am Tabellenende steht.

Dabei begann das Spiel am Mittwochabend gut für die Heitec Volleys: Nach einem Aufschlag von Carlos Antony sicherten sich die Eltmanner den ersten Punkt gegen die Netzhoppers Königs Wusterhausen und lieferten sich in der Folge einen engen ersten Satz - mit dem besseren Ende für die Gastgeber. Genauso knapp verlief Durchgang zwei, selten konnte sich eines der Teams mehrere Punkte vom Kontrahenten absetzen. Doch der Aufsteiger aus den Haßbergen behielt die Nerven und glich nach Sätzen aus.

Entscheidender später Satzverlust 

Auch im dritten Abschnitt waren die Heitec Volleys nah dran, führten 23:21 - doch schenkten den Satz noch ab. "Da hast du schon gemerkt, dass das Momentum gekippt ist", erläutert Donat. "Wir haben in diesem Satz zu viele individuelle Fehler gemacht." Davon erholte sich sein Team nicht mehr, die Netzhoppers schnappten sich den vierten Satz und damit den Sieg.

Abstimmungsfehler nannte Donat als eine der Ursachen für die Niederlage, attestierte dem Gegner aber auch im selben Atemzug, "ordentlich Druck" gemacht zu haben. Die alleinige Ursache für die Niederlage sei dies aber nicht. "Wenn du schon in der Annahme unter Druck gerätst, wird das Zuspiel durchsichtiger und somit der Angriff berechnbarer. Das hängt alles zusammen", resümiert der Trainer. Gute Arbeit hätten dagegen die Mittelblocker geleistet - in Brandenburg kamen Filho Roosewelt, Luuc van der Ent und Mathäus Jurkovics zum Einsatz.

Donat erwartet eine umkämpfte Partie

In der Bamberger Brose-Arena bekommen es die Eltmanner am Sonntag (17.30 Uhr) mit den Helios Grizzlys Giesen zu tun. Das Team aus Niedersachsen wartete bis Donnerstagabend ebenfalls noch auf die ersten Punkte, gegen Herrsching (1:3) und in Berlin (0:3) setzte es Niederlagen, ehe nach dem 3:1 gegen Düren gejubelt werden durfte. Eine auf dem Papier machbare Angelegenheit also - aber das waren die Netzhoppers auch. "Es wird ein absolutes Kampfspiel", prophezeit Donat, der aber nicht nur seine Spieler unter Druck sieht. "Wir spielen zwar zu Hause, aber wir sind der Aufsteiger. Es ist für beide Teams eine ähnliche Situation, beide stehen unter Druck." Ein Problem sei das für seine Heitec Volleys jedoch nicht: "Das erwarte ich von meinen Spielern. Auf solche Situationen müssen sie hinfiebern."

Auf der Rückfahrt aus Brandenburg hat der Trainer intensive Einzelgespräche geführt. Um "in die Mannschaft reinzuhorchen" und die "verschiedenen Sichtweisen" zu erfahren. Es sind viele kleine Dinge, bei denen es nachzuarbeiten gilt - vielleicht fehlt auch schlicht ein Erfolgserlebnis in der eigenen Halle. Wie das gelingen soll, da ist sich Donat sicher: "Wir müssen ihnen unser Spiel aufdrücken. Wer reagieren muss, ist im Nachteil."

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