Handball: Bezirksliga

Königsberger Kampf wird nicht belohnt

Die Königsberger Handballer unterliegen dem MHV Schweinfurt mit 30:33.  Was in dieser Partie letztlich fehlte und was dem TVK in den nächsten Monaten noch fehlen wird.
Auch die neun Tore von René Böhm (gelbes Trikot, hier gegen den Schweinfurter Christian Fey) halfen nicht. Der MHV Schweinfurt gewann letztlich mit 33:30, Schweinfurts Trainer Marcus Thalhäuser (ganz rechts) war zufrieden. Foto: Gerold Snater

Am Ende war es dann doch eindeutig: Der MHV Schweinfurt setzte sich bei Verfolger TV Königsberg nach 60 Minuten mit 33:30 durch. Eine Minute zuvor hätte es aber noch einmal eng werden können, wenn Königsberg seinen Tempogegenstoß nicht vergeigt, sondern den Anschluss zum 30:31 geschafft hätte.

Schweinfurts Trainer Marcus Thalhäuser konnte aufatmen, das "Loch", das seine Mannschaft zwischen der 40. und 50. Minute hatte, als der TVK  einen Sechs-Tore-Rückstand in eine Führung verwandelte, blieb letztlich ohne Folgen. "Da haben wir vorne zu viele Bälle weggeworfen und Königsberg die zweite Luft bekommen." Eine Auszeit sollte helfen und half, auch weil Königsberg eben mit seiner Großchance an Schweinfurts Torhüter Sören Bernt scheiterte. "Wenn der reingeht, wird es in den letzten eineinhalb Minuten natürlich nochmal richtig heiß", wusste Thalhäuser.

Der MHV blickt aufs "Endspiel"

Ebenso war dem MHV-Coach bewusst, dass auch eine Niederlage nicht sonderlich schlimm gewesen wäre. Er richtete den Blick bereits nach vorne auf das kommende Wochenende, wenn der MHV den einzig verbliebenen Konkurrenten aus Mellrichstadt zum "Endspiel" um die Meisterschaft empfängt. "An der Konstellation, gegen Mellrichstadt gewinnen zu müssen, hätte heute auch eine Niederlage nichts geändert", so Schweinfurts Coach.

"Schade" kommentierte indes sein Königsberger Gegenüber Simon Schweßinger die Niederlage. Seine Mannschaft habe sich ins Spiel "reingekämpft". Dass die Aufholjagd in der Schlussphase nicht fortgeführt werden konnte, wollte er nicht auf das Nervenkostüm seiner Spieler schieben. "Das haben wir besser im Griff gehabt als zuletzt." Schweinfurt sei am Ende einfach den Tick besser, in der Abwehr cleverer gewesen. Schweßinger hatte aber auch ein Lob für die eigene Abwehr und vor allem Torhüter Philip Nagel übrig: "Das war bombenstark. Gegen Schweinfurt so mitzuhalten, war schon gut."

Nagel war es immerhin, der die Königsberger mit einigen Paraden Mitte der zweiten Hälfte überhaupt wieder ins Spiel zurück brachte, nachdem die Hausherren bis dahin ständig einem Rückstand hinterher gelaufen waren. Der wuchs kurz nach der Pause und vier Treffern in Folge des Schweinfurters Felix Landgraf auf 16:22 an. Königsberg riss sich zusammen und ging zehn Minuten vor dem Abpfiff  durch René Böhm in Führung (27:26).

Trainer- und Hallensuche

Schweinfurt kam aber zurück, nutzte einen Königsberger Ballverlust zu drei Treffern in Folge, bevor ausgerechnet der Tempogegenstoß des bis dahin so starken Florian Kupfer am Schweinfurter Torhüter hängen blieb.

Für den TV Königsberg ist die minimale Hoffnung auf einen der ersten beiden Plätze damit vorbei, es geht nun darum, bis zum Saisonende Platz drei und damit die Qualifikation zur eingleisigen Bezirksliga zu verteidigen. Mindestens ebenso wichtig ist jedoch, für die kommende Saison einen Trainer zu finden, nachdem Simon Schweßinger seine Tätigkeit beim TVK beenden wird. Und dann gibt es noch da Problem mit der Halle. Wenn die Dreifachturnhalle in Haßfurt saniert wird - wann das sein wird, ist noch nicht bekannt -, sind die Königsberger erst einmal obdachlos und müssen ausweichen. Die Tuchangerhalle in Zeil und die Georg-Schäfer-Halle in Eltmann sind ausgebucht, die Hallen in Knetzgau oder Hofheim zu klein. Deshalb steht sogar ein Umzug nach Ebern oder Gerolzhofen zur Diskussion.

Die Statistik des Spiels
Handball, Bezirksliga Nord
TV Königsberg -
MHV Schweinfurt 09 30:33 (16:18)
Königsberg: Nagel - Rausch (1), Rieger, Sinner (1), J. Thomas, Schmidt (3), Waldenmeier (2), L. Thomas, Kräutner, Hofmann, Schneider (2), Böhm (9), Käb (6), Kupfer (6).
Schweinfurt: Bernt - Körner, Scholich, Schmitt (3), Fey (3), Möslein (5), Müller, Landgraf (10), Bitsch (3), Kelemen (2), Vollert (3), Drescher (4).
Schiedsrichter: Johannes Oehrlein (Waldbüttelbrunn). Zuschauer: 75. Zeitstrafen: 6/3. Spielfilm: 1:1 (5.), 7:9 (15.), 10:12 (21.), 15:16 (28.), 18:23 (36.), 24:26 (48.), 28:30 (56.), 30:33 (Endstand).

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