EISHOCKEY LANDESLIGA GRUPPE 1

Keine Alternative zum siebten Sieg

Möglichst zahlreich wollen (von links) Timo Zürcher, Lukas Kratschmer, Michal Babkovic und Jan Trübenekr am Wochenende punkten. Foto: Ralf Naumann

VER Selb 1b – ESC Haßfurt (Freitag, 20 Uhr, Netzsch-Arena)

ESC Haßfurt – ESV Waldkirchen (Sonntag, 18.30 Uhr, Stadion Am Großen Anger)

Zwar beträgt der Vorsprung auf Platz Fünf, der nicht mehr zur Teilnahme an der Aufstiegsrunde berechtigt, für die Haßfurter „Hawks“ (1./27) aktuell zwölf Punkte, doch die Tabelle ist aufgrund der unterschiedlichen Anzahl der von den Teams absolvierten Partien nicht wirklich aussagekräftig. Deshalb pocht ESC-Trainer Volker Hartmann am Freitagabend in Selb (5./15) sowie am Sonntag im Heimspiel gegen Waldkirchen (10./8) auf weitere Erfolgserlebnisse, um den Einzug in die „Play-Offs“ möglichst schnell perfekt zu machen.

Gleichzeitig warnt er vor den beiden Gegnern, die von den Haßfurtern in der Vorrunde jeweils besiegt wurden. „Wir werden sicher nicht im Vorbeigehen gewinnen“, warnt der Bayreuther, der im Fall von Selb 1b an den ESC Vilshofen erinnert: „Gegen Vilshofen haben wir zu Hause auch locker mit 12:1 gewonnen und im Rückspiel eine bittere 1:2-Niederlage kassiert.“

Heimstarke Oberfranken

Recht hat er, denn der 8:4-Erfolg über die Selber „Wölfe“ stand lange Zeit auf des Messers berühmter Schneide. Im eigenen Stadion läuft es zudem richtig rund für die Oberfranken, denn alle vier Heimspiele entschieden sie für sich. Und weil die Oberfranken im Kampf um die Aufstiegsrundenplätze noch bestens im Rennen liegen, wird die Partie in der Netzsch-Arena vermutlich hart umkämpft.

„Ich bin eigentlich sicher, dass wir über 60 Minuten Vollgas geben müssen, um nicht eine böse Überraschung erleben zu müssen“, blickt Hartmann „mit großem Respekt“ in Richtung Selb. Andererseits will er die Stärken seiner eigenen Mannschaft nicht kleinreden: „Ich weiß, was die Jungs können. Und ich bin überzeugt, dass wir am Freitag wieder ganz anders auftreten als zuletzt“, betont der 43-Jährige. Ziel seien „ganz klar drei Punkte“.

Waldkirchen schon abgeschlagen

Was „natürlich“ auch für die Heimpartie gegen Waldkirchen zwei Tage später gilt. „Wir sind zu Hause noch ungeschlagen. Die Serie wollen wir selbstverständlich fortsetzen“, gibt es für den Falken-Trainer zum siebten Sieg im siebten Heimspiel „keine Alternative“. Wie hoch die Motivation der von Roman Kondelik trainierten „Crocodiles“ noch ist, wird sich zeigen. Das ursprüngliche Minimalziel „Aufstiegsrunde“ ist nach bislang sieben Niederlagen in den ersten neun Partien jedenfalls in weite Ferne gerückt. Lediglich gegen Trostberg und Freising behielten die Niederbayern die Oberhand.

„Jedes Spiel beginnt bei Null. Das ist einfach so, auch wenn es abgedroschen klingt“, sagt Hartmann und verweist wiederholt auf die berühmte Außenseiterchance. „In der aktuellen Verfassung hat Waldkirchen doch nichts zu verlieren. Sie kommen als krasser Außenseiter. Und genau darin liegt doch ihre Chance“, ist er sicher, dass nur mit einer von Anfang an konzentrierten Leistung und „100 Prozent Einsatz“ die drei Punkte eingefahren werden. „In Waldkirchen haben wir auch erst dank eines tollen Schlussdrittels die drei Zähler mit nach Hause genommen. Ich rechne fest damit, dass sie uns das Leben wieder sehr schwer machen.“

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