FUßBALL: BEZIRKSLIGA OST

Kann Krum Abstiegskampf?

Abschied für Paul Tudor
Der letzte entscheidende Akt im Rennen um den Aufstieg wird am Samstag zwischen dem TSV Forst (3./54) und dem TSV Gochsh...

Während der Titelkampf nach diesem Wochenende möglicherweise schon entschieden ist – sollte Tabellenführer FT Schweinfurt seinen ersten Matchball gegen den FC Thulba nutzen – balgen sich dahinter noch drei Teams um den Relegationsplatz, darunter auch der TSV Forst (3./47). Allerdings hat die Elf von Florian Hetzel ihre hervorragende Ausgangsposition am vergangenen Osterwochenende kräftig verspielt. Denn während der zuvor punktgleiche Kontrahent aus Gochsheim sich sechs Punkte ins Osternest legte, verloren die Grün-Weißen unerwartet beide Partien in Bad Kissingen und Altbessingen.

„Wir sind sehr enttäuscht, weil wir uns selbst unter Zugzwang gebracht haben. Eine Partie hätten wir gewinnen müssen. Der Abstand ist jetzt natürlich ein Brett für uns“, ärgert sich TSV-Coach Florian Hetzel über das verkorkste Osterwochenende. Nun gelte es, alle Spiele zu gewinnen, beginnend mit dem Duell gegen Rödelmaier (7./36). Dort hätten die Grün-Weißen ein sehr gutes Spiel gemacht. Natürlich sei Rödelmaier als Einheit stark und werde alles in die Waagschale werfen, aber man wolle sein Spiel auf den Platz bringen. Denn der Forster Spielertrainer hofft noch darauf, dass Gochsheim stolpert und sich nochmals eine Minimalchance ergibt, die er dann nutzen möchte.

Nach zwölf Gegentoren verunsichert

Ähnlich wie der Hetzel-Elf erging es am Karsamstag auch der DJK Dampfach (6./40), die nach der Klatsche in Krum auch gegen die Freien Turner böse unter die Räder kam und beinahe sogar den Meisterfeierlichkeiten beiwohnen musste. „Die Mannschaft ist nach zwölf Gegentoren in zwei Spielen total verunsichert“, weiß Informant Horst Dombrowski um den angeschlagenen Zustand seiner Kicker. Daher fahre das Team auch mit gemischten Gefühlen zum TSV Münnerstadt (12./28), der sich mit dem Sieg gegen Krum wieder etwas Luft verschafft hat im Abstiegskampf.

Allerdings brauchen die Gastgeber noch jeden Punkt und werden wieder um jeden Zentimeter Rasen kämpfen. Daher hofft Dampfachs spielender Co-Trainer Paul Tudor, dass sich seine Jungs trotz einiger verletzungs- und berufsbedingter Ausfälle auf ihre Stärken besinnen und über Kampf und Leidenschaft zu ihrem gewohnten Spiel finden.

Krum braucht mehr Biss

Ähnlich wie Tudor geht es auch Krums Abteilungsleiter Marco Schorr. Nur, dass die Lage der Viktoria (14./22) deutlich prekärer ist als die der 0:12-Tore-Dampfacher. Denn nach zwei schwachen Leistungen am Osterwochenende stehen die Viktorianer bereits mit dem Rücken zur Wand. „Uns fehlte der nötige Biss. Zuletzt ließen die Jungs Einsatz und Wille vermissen in Partien, in denen mehr möglich war“, ärgert sich der Funktionär. Ausgerechnet jetzt gastiert im Zeiler Ortsteil mit der DJK Altbessingen (13./27) das Team, das aktuell den Relegationsrang innehat und direkt vor den Krümlern steht.

Und die hätten es, laut Schorr, verstanden, um was es gehe, wie die jüngsten Ergebnisse zeigten. Denn der Aufsteiger aus Main-Spessart holte an Ostern vier Punkte, unter anderen einen gegen den Vierten aus Oberschwarzach. Daher stellte der FSV-Abteilungsleiter eine Kehrtwende auch in Frage: „Ich weiß nicht, ob es so einfach ist, den Schalter umzulegen und ob die Jungs Abstiegskampf können.“ Die Mannschaft könne gegen jeden punkten und habe das Potenzial, wie jüngst gegen Dampfach gesehen, aber sie müsse es auch wieder zeigen. Am besten natürlich schon am Sonntag.

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