FUSSBALL: KREISKLASSE

Warum Stettfeld und Zell siegen müssen

Hoffen darauf, die Kurve zu kriegen: Die Zeller um Marco Häfner (links), hier im Duell mit dem Unterschleichacher Patrick Biermann. Foto: Ralf Naumann

Zu einem wahren Kellerduell kommt es am Sonntag (15 Uhr) in der Fußball-Kreisklasse Schweinfurt 3 zwischen dem SC Stettfeld (12. Platz/8 Punkte) und dem TSV Zell am Ebersberg (13./1). Beide Mannschaften sind fast schon katastrophal in die Saison gestartet und ringen ums Überleben, auch, wenn die Zeller den Sieg eigentlich noch nötiger hätten als die Stettfelder.

Doch auch die wollen sich ihre Chance wahren, vielleicht doch noch vor der Winterpause weiter nach vorne zu springen. Im Hinspiel trennten sich die beiden Teams noch mit einem 2:2-Unentschieden – der einzige Punkt, den die Zeller aktuell auf dem Konto haben. Deren neuer Trainer Christian Krines hatte die Lage schon vor der Runde als nicht so einfach eingeschätzt: „Es war allen Beteiligten klar, dass es eine sehr schwere Saison werden würde.“ Insbesondere die Abgänge von Kevin Benischek (FC Sand III) und Dirk Thiess (FC Augsfeld) machten sich überdeutlich bemerkbar, zählten sie beide doch zum Stammpersonal der vergangenen Runde.

„Wir haben keinen, der aus der Masse so sehr heraussticht, dass er Spiele allein entscheiden kann, deshalb habe ich der Mannschaft auch gesagt, dass es nur etwas werden wird, wenn wir im Kollektiv funktionieren“, so Krines weiter. Auffällig ist bei seiner Mannschaft vor allem, dass sie zwar in vielen Spielen gut mithalten kann, sich aber gegen Ende oft noch die Butter vom Brot nehmen lässt.

So ist es nicht verwunderlich, dass der TSV-Coach mit so manchem Ergebnis hadert: „Gegen die Stettfelder in der Hinrunde – oder in der vergangenen Woche gegen den RSV Unterschleichach führen wir nach vier Minuten mit 2:0. Besser kann es eigentlich gar nicht anfangen. Aber wir kriegen die Spiele einfach nicht gewonnen“, sieht Krines auch so manches Fitnessproblem bei seiner Mannschaft, die mit zunehmender Spieldauer auch zunehmend Probleme bekommt.

SC-Abteilungsleiter zeigt sich stolz

Nur wenig besser geht es den Stettfeldern, die vor allem schwer am gesundheitlich bedingten Ausfall ihres Trainers Dieter Burger zu kauen hatten. „Bis zur Winterpause übernimmt den Trainerposten zum Glück Stefan Klemm, der auch ein sehr gutes Training macht“, lobt SC-Abteilungsleiter Herbert Hümmer. Vor allem in den vergangenen Wochen sah es beim SC gar nicht so schlecht aus. Nach einer Serie von insgesamt sechs Niederlagen holte die Klemm-Truppe aus den letzten drei Partien immerhin vier Punkte.

Trotz der akuten Abstiegsnöte ist Hümmer vor allem stolz darauf, dass beinahe ausschließlich Stettfelder in der ersten Mannschaft des SC mitspielen: „Wir sind ja noch einer der letzten Vereine, die wirklich eigenständig sind. Das ist auch der richtige Weg.“ Und auch in Sachen Trainersuche ist der Klub laut Hümmer auf einem guten Weg: „Es ist noch nichts spruchreif, aber wir sind gerade dabei, eine gute Lösung zu finden.“

Dennoch brauchen beide Mannschaften im Kelleduell mit Derbycharakter Punkte, um sich Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen zu können. Freilich ist der TSV mehr unter Zugzwang – das weiß auch Krines: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass wir bis zum Winter noch irgendwie Punkte brauchen. Wenn wir am Wochenende verlieren, dann sieht es duster aus.“ Über seine eigene Zukunft hat sich Krines – auch im Falle einer Niederlage – noch keine Gedanken gemacht:„Wir schauen erst einmal, was bis zum Winter noch passiert, dann setzen wir uns zusammen und besprechen die Situation.“

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