Volleyball, 1. Bundesliga

Eltmann lässt sich den Schneid abkaufen

Nach einem prächtigen Start ins Spiel gaben die Heitec Vollys die Partie in Düren am Ende doch mit 1:3 ab. Während die Gastgeber immer besser wurden, ließ Eltmann nach.
Enttäuschung pur: Eltmanns Shunsuke Watanabe und Carlos Antony müssen das 1:3 in Düren erst noch verdauen. Foto: Jerome Gras

Ganze sechs Sätze hatte Eltmann vor der Partie auf der Habenseite stehen. Nach 26 Minuten waren es sieben, dabei blieb es aber auch. Weil Düren sich zu steigern wusste und Eltmann sein starkes Niveau aus Durchgang eins nicht halten konnte.

Präzise Annahmen von Shunsuke Watanabe, clevere Aktionen von Merten Krüger und vor allem eine tolle Blockarbeit: Eltmann startete erfolgreich in die Partie, übernahm früh die Führung und lag zu beiden technischen Auszeiten vorne. Dass es jeweils nur ein Zähler Vorsprung war, lag in erster Linie an Dürens "Oldie" Björn Andrae.

In der Crunchtime drehte Eltmann vorne am Netz auf: Mathäus Jurkovics sorgte mit zwei ganz starken Blocks für das 23:20 aus Eltmanner Sicht. Tolle Reaktionen in der  Abwehr und ein angeschlagener Block von Irfan Hamzagic brachten den Heitec Volleys vier Satzbälle. Und gleich den ersten nutzte Tomas Halanda, natürlich per Block, zum Satzgewin.

Härtere Aufschläge

Doch so einfach wollten es die Hausherren den Eltmannern nicht machen. Vor allem der Chilene Sebastian Gevert steigerte sich und traf nun wesentlich besser als noch im ersten Durchgang. Auch die Dürener Aufschläge stellten Eltmanns Annahme nun vor größere Probleme, die eigenen Angriffe kontrolliert vorzubereiten. Ein Andrae-Ass zum 11:7 zwang Marco Donat zur Auszeit. Doch die vier Punkte Rückstand blieben.

Donat brachte Richard Peemüller und Rafal Prokopczuk, doch Düren zog auf sechs Zähler davon (19:13). Eltmann gelangen zwei Punkte in Folge, wollte den Satz nicht abschenken. Als Carlos Antonys Versuch scheiterte und Hamzagics weit ins Aus schmetterte, schien der Satz vorentschieden (23:16). Zwar kam Eltmann mit drei Punkten in Folge wieder heran, doch Düren machte den Sack zu und glich zum 1:1 aus.

Leichtigkeit verflogen

Eltmanns Leichtigkeit aus Satz eins war nun verflogen, die Heitec Volleys ließen sich den Schneid abkaufen. Erneut war es Andrae, der die Unterfranken vor Probleme stellte. Ein starker Anriffsschlag, ein stark angeschnittener Aufschlag, und Düren lag vier Punkte vorne (11:7). Auf Seiten der Gastgeber spielte sich nun Philipp Schumann in den Vordergrund, der die Eltmanner schon im Meisterjahr in der Zweiten Liga mit Rüsselsheim gewaltig geärgert hatte.

Die nächsten Punkte gehörten den Powervolleys, ein Blick in die Eltmanner Gesichter zeigte die fehlende Entschlossenheit, bei sieben Punkten Rückstand aber auch kein Wunder. Düren hatte bis zum Satzende stets die besseren Antworten. Ein Aufschlagfehler von Luuc Van der Ent brachte Düren sieben Satzbälle, den zweiten nutzten die Rheinländer zum 25:18.

Ein Ass zum Abschluss

Gleich drei Asse von Egor Bogachev sorgten in Satz vier kurzzeitig für Eltmanner Verdruss, doch eben nur kurzzeitig: Von 2:7 kam Eltmann auf 7:7 zurück, auch durch eine sensationelle Annahme von "Shunsi" Watanabe. Düren machte aber die wichtigen Punkte, lag zur Satzmitte wieder mit 18:12 vorne. Eltmann schien aufzugeben, Düren ließ sich den Durchgang nicht mehr nehmen. Schumanns Ass machte schließlich den Deckel drauf.

„Wir spielen sehr gut im ersten Satz und holen diesen souverän nach Hause. Dann bringen wir nicht mehr genügend Druck auf den Ball und machen zu viele Aufschlagfehler. Düren hat sich sehr gut reingekämpft und war in der Abwehr an vielen Bällen dran. Besonders Sebastian Gevert und Egor Bogachev haben uns heute unsere Grenzen aufgezeigt", wusste Donat die Partie richtig einzuordnen.

Die Statistik des Spiels
Volleyball, 1. Bundesliga
SWD powervolleys Düren -
Heitec Volleys Eltmann 3:1 (20:25, 25:20, 25:18, 25:18)
Düren: Ban (Libero) - Broshog, Zachrich, Schumann, Bann, Seppänen, Andrae, Bogachev, Brand, Burggräf, Gevert, Maase, Kocian.
Eltmann: Watanabe (Libero) - Peta, Krüger, Halanda, Peemüller, Prokopczuk, Jurkovics, Hamzaic, Van der Ent, Antony.
Schiedsrichter: Markus Zyber (Essen), Sabine Witte (Dormagen). Zuschauer: 700. MVP Gold: Egor Bogachev (Düren). MVP Silber: Carlos Antony (Eltmann).

Rückblick

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