SCHIEßEN

Miriam Piechaczek steht zweimal ganz oben

Mit ihren Teamkolleginnen Lisa Schnaidt (rechts oben auf dem Podium) und Andrea Heckner (Mitte) errang die Königsbergerin Miriam Piechaczek (links) in der Disziplin Sportpistole den Deutschen Mannschaftstitel. BSSB Foto: Foto:

Der Ausflug zu den Deutschen Meisterschaften auf die Olympia-Schießanlage in München-Hochbrück hat sich für Miriam Piechaczek und ihren Bruder Tobias gelohnt. Mit der Luft- beziehungsweise Sportpistole erreichten die für die Schützengesellschaft Königsberg startenden Sportler tolle Platzierungen: Miriam Piechaczek wurde zweimal Deutsche Meisterin und sicherte sich einen weiteren Vizetitel, Tobias Piechaczek reihte sich bei den Herren auf dem 6. Rang ein.

Miriam Piechaczek, Mitglied im Junioren-Nationalteam, war gut vorbereitet. Sie hatte an sehr vielen Lehrgängen beim Bayerischen (BSSB) und Deutschen Sportschützenbund (DSB), vorwiegend in München, Suhl, aber auch in anderen Sportzentren Deutschlands, teilgenommen. Zudem absolvierte sie viele Trainingsstunden zu Hause und im Schießraum der Schützengesellschaft Königsberg – die Voraussetzung für vordere Plätze in den Disziplinen Luftpistole und Sportpistole waren gegeben.

Am vergangenen Freitag trat Miriam Piechaczek vormittags in den Stand auf der Olympiaschießanlage. Mit der Luftpistole lautete ihr Ziel, unter die ersten Acht zu kommen. Sie startete mit 98 Ringen furios, wobei die ersten acht Schuss allesamt Zehner waren. Nach diesem Wahnsinnsauftakt folgten Serien von 95, 92 und 95 Ringen. Mit einem sehr guten Gesamtresultat von 380 Ringen (von 400 möglichen) schaffte sie als Erstplatzierte die Qualifikation für das Finale. Dort ließ die Königsbergerin nichts anbrennen. In der Zehntelwertung, die im Finale obligatorisch ist, schoss sie viele gute Neuner und einige Zehner. Am Schluss hatte sie vier Ringe Vorsprung auf die Zweitplatzierte Agnes Völker. Ihr Resultat von 235,9 Ringen brachte ihr den Titel der Deutschen Meisterin in der Disziplin Luftpistole Juniorinnen 1 ein. Mit diesem Topresultat hätte sie auch bei den Damen ganz vorne mitgehalten.

Ihren zweiten Auftritt hatte Miriam Piechaczek am Samstag. In der KK-Halle wurde mit der Sportpistole die Qualifikation ausgeschossen. Hier absolvierte sie 30 Schuss in der Präzision und 30 Schuss im Duell. In der Summe erreichte sie 564 Ringe (von 600 möglichen) und war hinter Lisa Schnaidt, die 566 Ringe erzielt hatte, Zweite. Beim Finale waren die Witterungsverhältnisse schlechter geworden. Die Disziplin Sportpistole (25 Meter) wird ins Freie hinaus geschossen. Der am Nachmittag einsetzende Regen brachte Kälte in den Stand, den die Sportlerinnen ertragen mussten.

Im Finale gibt es nur die Wertung getroffen oder nicht getroffen. Getroffen bedeutet mindestens eine 10,2 zu erzielen. Alle Schüsse unterhalb der 10,2 werden als Fehlschüsse gewertet. Miriam Piechaczek startete mäßig, konnte sich aber im Mittelfeld halten. Je länger der Wettkampf andauerte, desto stärker wurde sie. Kurzzeitig lag sie einen Ring vor der späteren Siegerin. Nach 20 Schuss lagen Piechaczek und eine Kontrahentin aus Thüringen ringgleich auf Platz 2. Ein Shoot-Off brachte die Unterfränkin weiter, die führende Lisa Schnaidt konnte sie jedoch nicht mehr abfangen. Deutsche Meisterin wurde in der Disziplin Sportpistole 25m Juniorinnen 1 Lisa Schnaidt mit 23 Treffern, die Schützin aus der Regiomontanusstadt holte sich den Vizemeistertitel und war damit hochzufrieden. Zudem errang sie mit ihren Kolleginnen Lisa Schnaidt und Andrea Heckner den Deutschen Mannschaftstitel in dieser Disziplin. Hier waren sie für die SSG Dynamit Fürth an den Start gegangen.

Miriam Piechaczek kehrte also mit fast maximaler Ausbeute aus München zurück. Lange kann sie sich jedoch an diesem Erfolg nicht erwärmen, denn schon am Mittwoch fliegt sie mit dem Nationalteam des Deutschen Schützenbundes nach Südkorea zur Weltmeisterschaft.

Miriams Bruder Tobias Piechaczek war auch für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert. In der Disziplin Luftpistole Männer schoss er in der Qualifikation bärenstark. 577 Ringen bedeuteten den 3. Platz und die Teilnahme am Finale.

Im Finale startete Tobias Piechaczek gut, allerdings fielen mit fortschreitendem Finale keine Zehner mehr. Am Ende wurde der Königsberger Sechster bei der Deutschen Meisterschaft – ein toller Erfolg, wenn man bedenkt, dass Olympiateilnehmer, Europameister und andere starke Schützen knallharte Konkurrenz bedeuteten.

Mit der Luftpistole holte Miriam Piechaczek die Deutsche Meisterschaft im Einzel. BSSB Foto: Foto:

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