Volleyball, 1. Bundesliga

Der Extra-Kick für Luuc Van der Ent

Die Partie in Düren könnte für den Eltmanner Mittelblocker aus den Niederladen zu einem Heimspiel werden. Warum die Live-Übertragung als Ansporn dient.
Jonas Sagsttter, Libero und Luuc van der Ent (von links) stehen vor ihrer ersten Live-Übertragung im Eltmanner Trikot. Foto: Daniel Löb

Fünf von fünf Angriffen erfolgreich über die Mitte eingebracht, von zwölf druckvollen Flatter-Aufschlägen nur einen knapp ins Aus gesetzt - das macht für Mittelblocker Luuc Van der Ent „nur“ 95 Prozent Quote beim letzten Heimspiel gegen den Tabellenführer aus Berlin. Ausreichend ist das für den 2,08 Meter großen Niederländer nicht - sehr ehrgeizig ist er und das aus doppeltem Grund: „Natürlich will ich immer das Beste rausholen. Wir müssen jetzt gegen Düren, Lüneburg und Bühl ans Maximum gehen, um unsere Tabellensituation zu verändern.“

Am Donnerstagabend steht nun die erste der drei Dezember-Partien für die Eltmanner an. Im westfälischen  Düren hat der lange Schlacks aus Holland fast ein Heimspiel. Und trotz der Live-Übertragung im Fernsehen hofft er auf lautstarke Fans aus seiner Heimat in Düren.

Die spielfreie Zeit genutzt

Dass es auf jedes bisschen Unterstützung ankommt, weiß Trainer Marco Donat auch. Der Bottroper kennt die Halle in Düren bestens. Wenn sie mit 1500 bis 2000 Zuschauern annähernd voll sein wird, steigt der Lautstärkepegel gewaltig an. Aber das ficht ihn nicht an, genau wie die Tatsache, dass die Begegnung ab 19 Uhr auf Sport1 übertragen wird. „Nach der langen Spielpause von zehn Tagen sind alle heiß auf das kommende Spiel. Wir haben die Zeit gut genutzt und uns akribisch auf unseren Gegner vorbereitet“, betont Donat.

Die Gastgeber haben zuletzt in der Liga geschwächelt, und das gleich drei Mal in Folge. Die „Angriffsmaschine“ der Volleyballer aus der Nordeifel, der chilenische Diagonalangreifer Sebastián Gevert, kämpft mit schwankenden Leistungen. Auch der erfolgte Umbau der Mannschaft in ein verstärkt auf junge Deutsche setzendes Team stellt Düren Cheftrainer Stefan Falter vor so manche Herausforderungen.

Der Wille ist da

Entsprechend motiviert sind die Eltmanner. „Wir wollen an die sehr gute Leistung gegen Berlin anknüpfen, wenn uns das gelingt, werden wir in Düren punkten“, glaubt Donat an vorhandene Chancen nahe der belgischen Grenze.

Auch Manager Rolf Werner sieht die Weichen für ein zählbares Ergebnis gestellt: „Die Mannschaft fährt erholt und voller Tatendrang nach Düren. Wir wollen dort Punkte  holen. Dazu brauchen wir aber auch etwas Glück.“

Klare Forderungen

Luuc Van der Ent ist der Glaube an sein Team sehr wichtig. Die Stimmung im  Spiel gegen Berlin sei „schon der Hammer gewesen.“ Der Mittelblocker fordert von sich und den Teamkollegen den absoluten Fokus auf jeden Punkt in Düren. Volle Hallen, lautstarke Fans, das liebt Van der Ent - vor allem aber die Aussicht, am Donnerstagabend vor niederländischen Fans punkten zu können: „Das gibt mir den Extra-Kick. Entscheidend ist aber, dass wir als Team kämpfen und dem Spiel unseren Stempel aufdrücken. Bist du am Drücker, dann hast du alle Optionen. Es wird Zeit für uns, zu beweisen, dass wir die PS auch auf die Straße bringen können.“

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