Volleyball, 1. Bundesliga

Eltmann träumt von einem Wunder

Warum Eltmanns Trainer die kommenden Gastgeber seiner Heitec Volleys für das Bayern München im Volleyball hält.
Keinen Ball verloren geben: Kapitän Merten Krüger wird dazu in Berlin genügend Gelegenheit haben.  Foto: Daniel Löb

Berlin Recycling Volleys -
Heitec Volleys Eltmann (Mittwoch, 19.30 Uhr, Max-Schmeling-Halle)

Der Druck ist raus - zumindest ist die Frage mit „ja“ zu beantworten, ob denn die Heitec Volleys in die Erste Liga gehören. Nach dem eindrucksvollen 3:0-Einstand am Sonntagabend gegen Giesen und dem lautstarken Jubel auf Bamberger Boden will sich Eltmanns Headcoach Marco Donat jedoch nicht zurücklehnen, auch wenn die Aufgabe am Mittwochabend in der Hauptstadt kaum lösbar sein wird.

Nach dem Motto „Nach Giesen ist vor Berlin“ hat Donat klare Vorstellungen zum Debüt in der Max-Schmeling-Halle. „Natürlich freuen wir uns, dass wir mit Giesen gegen einen direkten Mitbewerber gewonnen haben. Und Berlin, das ist ein Highlight für jeden Volleyballbegeisterten in Deutschland: Die BR Volleys sind letzte Saison wieder Meister geworden und auch in der neuen Saison ein Top-Team, von dem man nur träumen kann. Berlins Trainer Cédric Enard hat eine Mannschaft zusammengestellt, die gespickt ist mit internationalen Stars wie Sergey Grankin, Pujol und Benjamin Patch. Trotzdem fahren wir in die Hauptstadt, um zu gewinnen - in jedem Fall an Erfahrung“, erklärt der Aufstiegscoach augenzwinkernd und wohlwissend, was da für ein Brett auf den Liga-Neuling wartet.

Ausnahme-Spieler Sergey Grankin

Die Erfahrung, die den Eltmannern noch fehlt, haben die Spieler an der Spree genug. Und doch sticht einer im Team der Berliner noch deutlicher hervor: Sergey Grankin. Mit sieben Jahren kam der russische Zuspieler zum Volleyball, seine Vita ist eine schier endlose Reihenfolge von Erfolgen: Junioren-Weltmeister, World League-Sieger, Vize-Europameister, World Cup-Vizemeister, Champions League-Finalist, russischer Meister und Pokalsieger, Olympia Bronze 2008 in Peking. Und 2012 gab es die höchste aller Weihen: Der Ausnahme-Zuspieler Grankin holt bei den Olympischen Spielen in London mit Russland die Gold-Medaille.

"Du brauchst einen Sahnetag, um was Zählbares mitzunehmen."
Marco Donat, Trainer Heitec Volleys

Grankin beim Spielen zuzusehen sei ein Hochgenuss, hat Donat höchsten Respekt vor den Qualitäten des Berliner Zuspielers. „In ihm vereinen sich Spielbegabung und analytische Fähigkeiten in Perfektion. Es scheint fast so, als würde er mehrere Züge im Voraus denken. Wenn der gegnerische Angreifer den Ball schlägt, ist Grankin schon auf Position. Und was er dann als Zuspieler abwehrt, das ist phänomenal“, schwärmt Eltmanns Trainer vom Star auf der anderen Seite des Netzes.

Die Eltmanner wissen, dass das Spiel in Berlin eine ganz andere Hausnummer wird als die Partie gegen Giesen. Dennoch schöpfen die Unterfranken Mut aus dem 3:0-Heimsieg. Nicht nur die vorgenommene Umstellung auf der Libero-Position - Jonas Sagstetter rückte anstelle von Tobias Werner und Fabian Sagstetter auf die Annahme -, auch der immer besser agierende Block und ein wie entfesselt auftretender Hauptangreifer Irfan Hamzagic, waren ausschlaggebend für den ersten Eltmanner Saisonsieg. Die 24 Punkte des serbischen Diagonalgreifers gegen Giesen haben sich mittlerweile sicherlich auch bis nach Berlin herumgesprochen.

Reingehen und kämpfen

Trotz aller Lobgesänge auf die Gastgeber möchte Donat dennoch, dass seine Spieler nach dem starken 3:0-Heimsieg selbstbewusst auftreten. „Du spielst halt gegen Bayern München, da brauchst Du einen Sahnetag, um was Zählbares mitzunehmen. Aber kein Team ist unbesiegbar“. Seinen Spieler hat er gesagt, dass man nicht nach Berlin fahre, sich die Stadt anschaue und einplane, die drei Punkte liegen zu lassen. „Wir werden reingehen ins Spiel und kämpfen - das ist unser Anspruch. Wir spielen um zu gewinnen - egal wie der Gegner heißt.“

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