Sand am Main

Ein genialer Moment endet im Pech

1:1 gegen die DJK Ammerthal: Warum der FC Sand aus zwei verlorenen Punkten eine Menge Mut schöpft.
Großchance für Sand: Verteidiger Johannes Bechmann (am Boden) setzt seinen Kopfball aufs Tor, doch Ammerthals Torwart Christopher Sommerer fischt die Kugel grandios aus dem Kreuzeck.
Foto: Ralf Naumann | Großchance für Sand: Verteidiger Johannes Bechmann (am Boden) setzt seinen Kopfball aufs Tor, doch Ammerthals Torwart Christopher Sommerer fischt die Kugel grandios aus dem Kreuzeck.

Im vierten Heimspiel gelang dem FC Sand am Samstagnachmittag immerhin der erste Teilerfolg. Doch ob das 1:1 gegen die DJK Ammerthal nun ein Punktgewinn war oder doch eher zwei Zähler liegen geblieben waren, war letztlich nicht ganz klar. Denn die Sander zeigten - zumindest in der zweiten Halbzeit - eine überaus couragierte Leistung, hatten sich den Sieg eigentlich verdient, konnten aber auch froh sein, nicht erneut mit leeren Händen aus dem Seestadion zu gehen. Für Trainer Dieter Schlereth war es aber definitiv ein Punktgewinn. "Die zweite Hälfte macht Mut", so Sands Übungsleiter.

Es war aber eben nur die zweite Hälfte. Im ersten Durchgang hatte Sand kaum Zugriff aufs Spiel. Ohne Shaban Rugovaj angetreten, hatte Sand offensiv zunächst wenig zu  bieten, und die Defensive offenbarte erneut große Schwächen. Ein krasser Fehler von Sebastian Wagner leitete so auch früh den Rückstand ein, Dominik Richter hatte keinerlei Mühe, schon in der 4. Minute das 0:1 zu markieren.

System umgestellt

Sand, fast schon gewohnt, früh einem Rückstand hinterher zu laufen, antwortete mit zaghaften Offensivbemühungen. Helfen sollte dabei André Karmann, der diesmal vor der Abwehr auflief. "Unser 4-4-2 hatte nicht gefruchtet, deshalb haben wir auf 4-1-4-1 umgestellt", begründete Schlereth die taktische Umstellung.

"Die zweite Hälfte macht Mut"
Dieter Schlereth, Trainer FC Sand

Aber erst ein Standard sorgte für Aufregung im Strafraum der Gäste. Joe Bechmann setzte sich nach einer Ecke durch, seinen Kopfball fischte Ammerthals Schlussmann Christopher Sommerer aber glänzend aus dem Kreuzeck (22., siehe Video). Das war's aber auch schon mit den Sander Angriffsbemühungen. Philipp Markof war als Ein-Mann-Sturm komplett abgemeldet. Erst kurz vor der Pause tauchte Sand noch einmal gefährlich im DJK-Strafraum auf, Thorsten Schlereths Versuch aus 18 Metern hätte Ammerthals Christian Kohl fast ins eigene Tor abgefälscht.

Dieter Schlereth fand in der Kabine wohl die richtigen Worte, Sand schaltete in den Vorwärtsgang und hatte kurz nach Wiederbeginn großes Pech, als eine geniale Idee von Dominik Rippstein an der Querlatte endete. Rippstein sah Ammerthals Keeper viel zu weit vor dem Tor stehen, hob den Ball fast von der Mittellinie aber aufs Aluminium (48.). Dass Rippstein (59.) und später Sebastian Wagner (69.) erneut versuchten, Sommerer auf die gleiche Art und Weise zu überlisten, war dann aber ein wenig zu viel des Guten.

Da stand es aber schon 1:1. Erneut war es Thorsten Schlereth, der mit viel Schwung über seine linke Seite in den 16-er eindrang, seinen Querpass schob Markof freistehend zum mittlerweile verdienten Ausgleich über die Linie (58.).

Neuigkeiten aus dem Lazarett

Bei Sand bekam nun Bezirksliga-Torjäger Julius Neundörfer seine Chance sich zu beweisen. Aber auch dem Neuzugang ("es war schon aufregend") gelang es nicht, sich in Szene zu setzen. Je länger die Partie dauerte, umso mehr drängte Sand auf das 2:1, hatte aber auch einige gefährliche Kontermomente der Gäste zu überstehen, die zudem ebenfalls Pech hatten, dass ein klasse Freistoß von Andre Karzmarczyk an der Querlatte landete (84.). Insofern war am Ende vielleicht doch ein Punkt gewonnen.

Immerhin wird Dieter Schlereth bald wieder auf seinen Sohn Danny zurückgreifen können. Dessen Platz im nach wie vor gut gefüllten Lazarett nimm dafür aber Thomas Durst ein. Der Angreifer hat sich einen Innenbandriss im Knie zugezogen.

Die Statistik des Spiels
Fußball, Bayernliga Nord
1. FC Sand -
DJK Ammerthal 1:1 (0:1)
Sand: Klemm - Bechmann,  Witchen (64. Neundörfer), Thomann (46. Hart), Steinmann - Karmann - Wagner, T. Schlereth, Gonnert, Rippstein, Markof (72. Moser).
Ammerthal: Sommerer - Buchner, Kohl, Hausner, Gömmel - Neumayer, Schrödl, Pfahler, Karzmarczyk, Zitzmann - Richter.
Schiedsrichter: Christopher Schwarzmann (TSV Scheßlitz). Zuschauer: 150. Tore: 0:1 (4.) Dominik Richter, 1:1 Philipp Markof (57.).
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