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Eltmann kämpft gegen den Auswärtsfluch

Gegen den Tabellenzweiten Alpenvolleys Haching gab es für Eltmann nichts zu holen. Warum in Rottenburg nun aber der erste Auswärtssieg der Saison eingefahren werden soll.
War der überragende Spieler gegen Haching und soll die Heitec Volleys nun auch in Rottenburg zum ersten Auswärtssieg der Saison blocken: Luuc van der Ent (rechts).
Foto: Daniel Löb | War der überragende Spieler gegen Haching und soll die Heitec Volleys nun auch in Rottenburg zum ersten Auswärtssieg der Saison blocken: Luuc van der Ent (rechts).

Ein Punkt. Mehr sprang für die Eltmanner Heitec Volleys in dieser Saison auswärts noch nicht raus. Diesen einsamen Zähler gab es bei der 2:3-Niederlage in Lüneburg Mitte Dezember, kurz vor dem dann gestellten Insolvenzantrag. Seitdem stehen zwei (Heim)Siege und zwei weitere (Auswärts)Niederlagen auf dem Eltmanner Konto. Am Sonntag soll sich die eher magere Auswärtsbilanz aber ins Positive verändern. Die Heitec Volleys wollen ab 17.10 Uhr (die Partie wird live auf Sport1 übertragen) beim nur sechs Punkte besser platzierten TV Rottenburg endlich auch in fremder Halle etwas reißen - und sich natürlich für die schmerzhafte 0:3-Klatsche vom Hinspiel, der bislang schlechtesten Saisonleistung, revanchieren.

Ganze 19 Aufschlagfehler leisteten sich die Eltmanner im November, gaben damit fast einen kompletten Satz ab, ohne dass die Gäste vom Neckar auch nur einen Finger rühren mussten. Seitdem hatte sich die Fehlerquote bei den Angaben zwar  "normalisiert", zuletzt, beim 1:3 gegen die Alpenvolleys allerdings wurden wieder 21 Punkte von der Aufschlaglinie "verschenkt".

„Wir haben gegen Rottenburg noch eine Rechnung offen und wollen das 0:3 aus der Vorrunde ausgleichen. Ich denke, wenn wir als Team eine ähnliche Leistung wie gegen Friedrichshafen oder auch Haching abliefern und dann die eine oder andere Chance mehr nutzen, werden wir einen Sieg einfahren,“ gibt sich nicht nur Jonas Sagstetter kämpferisch.

"Da muss man schon ein gewisses Risiko gehen."
Marco Donat, Trainer Heitec Volleys Eltmann

Eltmanns Trainer Marco Donat hat dafür aber eine ganz einfache Erklärung: "Ganz klar, der Aufschlag gegen Haching war ein Tanz auf Messers Schneider. Die Alpenvolleys haben in Danilo Gelinski einen enorm starken Zuspieler. Da muss man schon ein gewisses Risiko gehen, um den unter Druck zu setzen, damit er seine Angreifer nicht gut in Szene setzen kann." Und da auch Haching risikoreich aufschlug und dem Tabellenzweiten dabei 18 Servicefehler unterliefen, relativiere sich die Quote wieder.

Japanisches Duell

Auch in Rottenburg wird das Risiko auf Eltmanner Seite hoch gehalten werden, gibt Donat vor. Denn wie seine Mannschaft setzen auch die Württemberger mit Taichi Kawaguchi auf einen japanischen Libero. "Und der ist verdammt stark", weiß Donat nicht nur aus dem Hinspiel, das er selbst als "katastrophal" bezeichnete. "Das wird am Sonntag nicht einfach, eher ein heißer Kampf. Rottenburg ist extrem heimstark." 

Hoffnung macht aber sicherlich die starke Vorstellung von Luuc Van der Ent gegen Haching. 15 Punkte steuerte der Mittelblocker bei. Noch beachtlicher waren allerdings die Abwehraktionen des 2,08 Meter großen Niederländers. Neun erfolgreiche Blocks hatte Van der Ent am Ende bei sich stehen, die Grundlage für den Gewinn des dritten Satzes.

Rottenburger Respekt

Dass die Rottenburger die Unterfranken als "angeschlagenen Boxer" bezeichnet, verdeutlicht aber auch den Respekt, den sich der Neuling aus dem Haßbergkreis mittlerweile verdient hat, auch wenn sich das auf dem Punktekonto noch nicht in ausreichendem Umfang niederschlägt. "Ganz klar, wir haben uns weiter entwickelt", attestiert Eltmanns Coach seiner Mannschaft, dass sie einiges von ihrem Potenzial mittlerweile auch auf das Feld bringt. Donat rechnet so für Sonntag auch mit einer wesentlich engeren Partie als noch im Hinspiel. Ob Kapitän und Zuspieler Merten Krüger, der bereits am Mittwoch mit muskulären Problemen passen musste, am Sonntag wieder dabei ist, konnte Donat allerdings noch nicht bestätigen.

Ansonsten ist alles an Bord. Auch Mittelblocker Mathäus Jurkovics, der gegen Haching nach einigen unglücklichen Aktionen für Roosevelt Filho Platz machen musste. "Mathäus ist ein junger Spieler. Ich habe mit ihm, aber auch mit allen anderen, die Partie analysiert, die Fehler angesprochen. Schon im Training war von einer Verunsicherung bei ihm nichts mehr zu spüren", ist sich Donat sicher, dass die Auswechslung keinerlei Spuren hinterlassen hat.

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