Sand am Main

Sand will im Abstiegskampf agieren statt reagieren

Am Samstag empfängt der FC Sand den ATSV Erlangen zum ersten Pflichtspiel nach der Zwangspause. Wie will der neue Coach Matthias Strätz für Impulse sorgen?
Soll nun in Sand für Tore sorgen: Max Schebak (rechts), hier im Laufduell mit dem Aubstadter Julius Benkenstein.
Foto: Matthias Lewin | Soll nun in Sand für Tore sorgen: Max Schebak (rechts), hier im Laufduell mit dem Aubstadter Julius Benkenstein.

Die Eingewöhnungszeit als neuer Coach des FC Sand war für Matthias Strätz, der zuletzt Trainer beim Kreisligisten SG Eltmann war, keine große Sache. "Pflegeleicht" sei er, versichert der 39-Jährige. Außerdem machte es ihm die Mannschaft, die ihn "super aufgenommen hat", nicht sonderlich schwierig, schnell anzukommen. Vor seiner Pflichtspielpremiere an der Seitenlinie des Bayernligisten am Samstag (16.30 Uhr) im Seestadion gegen den ATSV Erlangen sieht er sich und seine Elf bestens vorbereitet: "Wir entwickeln uns Woche für Woche weiter."

Zwei Systeme studierte er mit der Mannschaft während der vergangenen Wochen ein. Je nach Gegner wird die Strätz-Elf in einem 4-1-4-1 oder einem 4-4-2 agieren. Die Betonung liegt dabei auf "agieren". "Hinten reinstellen und und auf einen Glücksangriff lauern", gehört nicht zu Strätz Planspielen: "Das Potenzial ist doch da. Daher wollen wir uns auch nicht verstecken." Gelingen soll das mit "Pressing von Anfang an" und einer kompakten Staffelung in jeder Spielsituation.

"Das Potenzial ist doch da. Daher wollen wir uns auch nicht verstecken."
Sands Coach Matthias Strätz über die Marschroute seines Teams

In der Vorbereitung zeigte sich das Team formstark. Die Bilanz der Testspiele mit vier Siegen aus sechs Spielen war ordentlich, auch wenn sich Strätz immer noch etwas über die unnötige 1:2-Niederlage gegen den Würzburger FV ärgert.

Zwei Neue verstärken das Team

Am Kader selbst hat sich während der "Corona-Pause" wenig verändert. Mit dem zuletzt vereinslosen Maximilian Zang und Max Schebak (TSV Aubstadt) mussten nur zwei Neuzugänge integriert werden. Somit war viel Zeit für die Mannschaft, sich auf den neuen Coach einzulassen. "Jeder Trainer legt auf andere Dinge wert", weiß natürlich auch Strätz, der das Erbe von Dieter Schlereth antritt: "Die Spieler setzen meine Vorstellungen wirklich gut um und ziehen gut mit. Das ist das Wichtigste."

Ein große Rolle wird unter ihm auch der Nachwuchs einnehmen. Kevin Moser, André Lörzer, Luca Zeiß und Sebastian Albert, die teils schon in der Vergangenheit zu Einsatzzeiten kamen, winken künftig ordentlich Minuten. "Die Jungs haben das Potenzial, sich früher oder später in der Bayernliga-Mannschaft festzubeißen", ist sich ihr neuer Trainer sicher.

200 Zuschauer dürfen ins Stadion

Zwei der Youngster dürfen sich zum Re-Start-Auftakt gegen den ATSV Erlangen bereits Hoffnungen auf einen Platz in der Startelf machen. Nicht einsatzbereit sind dagegen die beiden Defensivspieler Maximilian Zang (berufliche Gründe) und Danny Schlereth (Oberschenkelverletzung). Mit dabei hingegen ist Stürmer Max Schebak, der aus der Regionalliga zu den Sandern wechselte. Auf den 25-Jährigen, der einst in der Jugend bei Greuther Fürth in der U-17- und U-19-Bundesliga kickte, liegen große Hoffnungen im Abstiegskampf. "Er wird sehr wichtig für uns", betont sein Coach.

Am besten schon am Samstag. Dann wartet mit dem aktuellen Tabellensiebten ATSV Erlangen ein recht unbekannter Gegner. Die Mittelfranken haben im Sommer einen großen und vielversprechenden Umbruch vollzogen. "Mir ist es ganz wichtig, dass wir auf uns schauen und nicht zu sehr auf den Gegner", mahnt Strätz: "Wenn wir das was wir können umsetzen, haben wir alles selbst in der Hand." Unterstützt werden darf seine Elf von bis zu 200 Zuschauern, die aufgrund der Hygienebestimmungen gebeten werden, sich frühzeitig am Seestadion einzufinden, um längere Warteschlangen zu vermeiden.

Die Kader-Veränderungen beim FC Sand

Abgänge: Mert Topuz (TSV Forst), Felix Hart (SG Dampfach II/Obertheres), Niklas Tscherner (SC Ebersdorf), Julian Klauer (Spielertrainer TSV Zell), Noah Wagner (SV-DJK Oberschwarzach/Wiebelsberg).
Zugänge: Maximilian Zang (vereinslos), Max Schebak (TSV Aubstadt).
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