Eltmann

Eltmanns Block hat zu viele Löcher

Glatt mit 0:3 unterliegen die Heitec Volleys ihren Gästen aus Düren. Da konnte auch das Comeback zweier Routiniers nicht helfen.
Merten Krüger serviert, Irfan Hamzagic wartet bereits auf den Ball. Gegen Düren war allerdings kein Kraut gewachsen.
Foto: Daniel Löb | Merten Krüger serviert, Irfan Hamzagic wartet bereits auf den Ball. Gegen Düren war allerdings kein Kraut gewachsen.

Eltmann ist Meister. Zumindest die Zweite Mannschaft, die sich am Sonntagnachmittag durch einen 3:1-Erfolg beim TSV Abensberg zwei Spieltage vor Schluss den Titel geholt und damit den Durchmarsch in die Regionalliga perfekt gemacht hat. Für die Erste lief es wenige Stunden später ganz anders. Im vorletzten Heimspiel der Saison kassierten die Heitec Volleys vor nur 350 Zuschauern eine völlig verdiente 0:3-Klatsche gegen die powervolleys aus Düren. Lediglich im dritten Satz war ein Aufbäumen der Eltmanner zu spüren. Dann machte aber eine umstrittene Schiedsrichter-Entscheidung der geplanten Aufholjagd einen Strich durch die Rechnung.

Regelrecht zum Vergessen war Satz eins gegen die Westfalen. Da nutzte auch das Comeback von Irfan Hamzagic nichts. Bis zum 11:13 konnte Eltmann mithalten, danach schraubte der Tabellensechste seinen Vorsprung kontinuierlich nach oben. Annahme und Block bildeten klare Schwachpunkte im Eltmanner Spiel. Ganze zehn Blockpunkte wurden den Unterfranken gut geschrieben, Düren holte doppelt so viele. Und war auch im Angriff zielstrebiger. Allen voran der 280-fache Nationalspieler Björn Andrae sowie Sebastian Gevert wussten, die die zaghafte Gegenwehr auf der anderen Netzseite eindrucksvoll zu nutzen. Die powervolleys gestatteten den Hausherren noch ganze vier Punkte und holten sich den ersten Durchgang mit einem satten 25:15. 

Und daran änderte sich auch in Satz zwei nur wenig. Erneut ließ Eltmann seine Gäste nicht davon ziehen, erst mit einem Block gegen Hamzagic schaltete Düren einen Gang nch oben, machte sechs Punkte in Folge - erneut gegen einen Eltmanner Block, der an diesem Tag nicht erstligatauglich war. Zwar vesuchte Trainer Marco Donat mit der Hereinname von Carlos Antony, die Annahme zu stabilisieren, auch Rafal Prokopczuk und Richard Peemüller bekamen nun Einsatzzeit, die powervollelys zeigten sich davon allerdings unbeeindruckt und holten ausgerechnet durch einen Aufschlagfehler von Antony auch Satz zwei.

Emotionskiller

Doch ein 0:3 wollten die Heitec Volleys ihren Fans nicht zumuten. Und die schöpften Hoffnung, gelang Eltmann doch erst vor einer Woche ein 3:2-Sieg nach 1:2-Rückstand. Und so lag Eltmann ständig vorne, erst Mitte des Durchgangs wechselte die Führung zu den Gästen. Und anstelle des Ausgleichs zum 14:14 entschied Hauptschiedsrichter Joachim Mattner gegen Carlos Antony und zugunsten Dürens - ein Emotionskiller für die Heitec Volleys. Die fanden erst wieder zurück ins Match, als es schon zu spät war und gaben auch Satz drei mit 21:25 ab.

Die Feierstimmung der Reserve, die in der kommenden Saison in der Regionalliga Südost antreten wird, hat die Niederlage vermutlich aber nicht beeinträchtigt, denn die Rote Laterne dürften die Heitec Volleys Eltmann behalten. In den Playoffs ist der Aufsteiger nach seiner Insolvenz ohnehin zum Zuschauen verurteilt.

Die Statistik des Spiels
Volleyball: 1. Bundesliga
Heitec Volleys Eltmann -
SWD powervolleys Düren 0:3 (16:25, 21:25, 21:25)
Eltmann: Watanabe (Libero) - Sagstetter, Krüger, Halanda, Peemüller, Prokopczuk, Jurkovics, Hamzagic, Van der Ent, Antony.
Düren: Seppänen (Libero) -Broshog, Schumann, Andrae, Bogachev, Andrei, Gevert, Kocian.
Schiedsrichter: Joachim Mattner (Unterschleißheim), Henning Schaum (Berlin). Zuschauer: 350. MVP Gold: Tomas Kocian (Düren). MVP Silber: Jonas Sagstetter (Eltmann).
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