Berlin

Hertha-Boss würde gern mit Dardai und Friedrich weitermachen

Werner Gegenbauer       -  Würde gerne an Pal Dardai als Hertha-Trainer festhalten: Vereinsboss Werner Gegenbauer.
Foto: Jörg Carstensen/dpa | Würde gerne an Pal Dardai als Hertha-Trainer festhalten: Vereinsboss Werner Gegenbauer.

Personalentscheidungen würden zwar in den Bereich des neuen Sport-Geschäftsführers Fredi Bobic fallen, aber er würde sich freuen, „wenn Pal Trainer bleibt, wenn wir die Klasse halten”, sagte Vereinspräsident Gegenbauer in der „Sport Bild” und ergänzte: „Ich ziehe meinen Hut davor, dass er die Aufgabe angenommen hat. Pal hat sich weiterentwickelt, ist viel abwägender, ausgeglichener, aber auch viel fordernder geworden.”

Dardai hatte Hertha Ende Januar zum zweiten Mal als Cheftrainer übernommen. Nach einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne für das komplette Team wegen Corona-Fällen kann der abstiegsgefährdete Berliner Fußball-Bundesligist ab Freitag wieder trainieren und muss dann sechs Spiele in 20 Tagen austragen. „Bei Hertha stehen alle mit durchgedrücktem Rücken da. Wir gehen jetzt gemeinsam da durch”, sagte Gegenbauer zur komplizierten Situation. Auch Dardai hatte betont: „Wir sind unser Kreis, da gibt es keine Hektik.”

Friedrich würde als Sportdirektor „positive Impulse setzen”, auch wenn der Ex-Nationalspieler selbst noch „ein Lernender” in dem Job sei, erklärte der Hertha-Präsident. „Es wäre für beide Seiten eine tolle Lösung, wenn er es mindestens noch ein Jahr weitermachen würde.” Für die Zeit nach der Saison kündigte Gegenbauer eine gründliche Aufarbeitung der jüngsten eineinhalb Jahre an: „Klar ist: Vieles ist selbst verschuldet. Es gibt aber nicht einen Kardinalfehler. Es sind einige Dinge falsch gelaufen.”

Indes sieht Friedrich die Hertha-Profis kurz vor dem Ende der 14-tägigen Quarantäne „gut gewappnet” für den komplizierten Neustart. „Wir freuen uns ungemein, am Freitag wieder in die Freiheit zu dürfen”, sagte er. Nach fünf Corona-Fällen waren das komplette Team und der Betreuerstab einschließlich des infizierten Cheftrainers Pal Dardai in häusliche Isolation geschickt worden. Am Freitag kehren die Profis nun auf den Trainingsplatz zurück, müssen dann in 20 Tagen sechs Spiele bestreiten.

„Die Mannschaft hat sehr intensiv in der Quarantäne gearbeitet”, berichtete Friedrich. Athletiktrainer Henrik Kuchno habe einfallsreich und intensiv daran gearbeitet, „die Jungs so fit wie möglich zu machen und sie möglichst spielnah trainieren zu lassen”. Alle Spieler sind regelmäßig auf das Coronavirus getestet worden. „Allen geht es gut”, sagte der Sportdirektor: „Alle wollen zeigen, dass wir da unten rauswollen”. Hertha ist mit drei Spielen weniger als die Konkurrenz inzwischen auf Abstiegsplatz 17 zurückgefallen.

Dodi Lukebakio und Marvin Plattenhardt, die leichte Symptome gezeigt hatten, konnten nicht wie ihre Kollegen zu Hause trainieren. „Sie haben erst nochmal eine Abschlussuntersuchung. Dann ist der Plan, dass sie langsam wieder herangeführt werden”, erklärte Friedrich. Für das erste Nachholspiel am kommenden Montag beim FSV Mainz 05 stehen sie nicht zur Verfügung. Mit Torwart Rune Jarstein, der schwerer von Corona betroffen war, sei laut Friedrich im Saisonendspurt nicht mehr zu rechnen.

© dpa-infocom, dpa:210428-99-384242/3

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