Berlin

Hertha-Coach Dardai über Neid: „Ah, der Big City Club”

Pal Dardai       -  „Ich bin Herthaner durch und durch, und natürlich habe ich gehofft, dass das alles klappt. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das viel Zeit braucht”, sagt Pal Dardai.
Foto: Soeren Stache/dpa-Zentralbild/dpa | „Ich bin Herthaner durch und durch, und natürlich habe ich gehofft, dass das alles klappt. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das viel Zeit braucht”, sagt Pal Dardai.

„Ich bin Herthaner durch und durch, und natürlich habe ich gehofft, dass das alles klappt. Aber ich habe schnell gemerkt, dass das viel Zeit braucht”, sagte 45 Jahre alte Ungar der „Bild am Sonntag”. „Wenn ich mit dem Nachwuchs unterwegs war, haben die Gegner uns aufgezogen: „Ah, der Big City Club. Ihr mit euren Millionen...” Plötzlich war viel Neid und Missgunst im Spiel.” Die Vision von Hertha als Big City Club hatte Geldgeber Windhorst formuliert.

Nach knapp viereinhalb Jahren als Bundesliga-Coach und einem Jahr Pause war Dardai im Sommer 2020 zurück in den Nachwuchsbereich der Berliner gegangen und hatte die U16 trainiert. Als Nachfolger von Bruno Labbadia übernahm er Ende Januar wieder das Profiteam.

Als einen Grund für die Probleme des Tabellen-16. sieht Dardai auch die Transferpolitik der jüngeren Vergangenheit. „Ein Umbruch kostet Zeit und man muss geduldig sein. Hier wollte man wahrscheinlich zu viel in zu kurzer Zeit”, sagte er. „Als ich noch selbst hier gespielt habe, wurden jedes Jahr drei Neue geholt, die konnten sich einleben, während wir alten Spieler gespielt haben. Jetzt wurden acht, neun Spieler geholt, die gleich funktionieren mussten, auch weil sie teuer waren. Das ist natürlich brutal schwer.” Am Sonntag (15.30 Uhr/Sky) empfängt Hertha im Abstiegskampf den Europapokal-Anwärter Bayer Leverkusen.

© dpa-infocom, dpa:210321-99-907172/2

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