Fussball: 2. Bundesliga

Joker Raum lässt Greuther Fürth jubeln

Ein gebürtiger Nürnberger köpft das Siegtor für Greuther Fürth. Dabei wird er eigentlich gerade vom Stürmer zum Verteidiger umgeschult.
Ich hab's gemacht: Das erste Saisontor von David Raum, der gerade elf Minuten auf dem Platz war, entschied das Frankenderby für die Spvgg Greuther Fürth.
Ich hab's gemacht: Das erste Saisontor von David Raum, der gerade elf Minuten auf dem Platz war, entschied das Frankenderby für die Spvgg Greuther Fürth. Foto: Heiko Becker

Er ist gebürtiger Nürnberger, spielt aber bereits seit seinem neunten Lebensjahr bei der Spvgg Greuther Fürth. Von daher hat David Raum keine Skrupel, den 1. FC Nürnberg mit seinem Siegtor im Frankenderby in noch größere Schwierigkeiten gebracht zu haben. "Wir wollten für uns ein gutes Spiel machen. Es ist schön, dass die Super-Mannschaftsleistung mit meinem Tor belohnt worden ist", sagte der 22-Jährige. Und da er nicht so oft treffe, sei es schon etwas ganz Besonderes, gestand Raum.

Eigentlich wird er bei der Spvgg gerade vom Flügelstürmer zum Außenverteidiger umgeschult. Er soll Maximilian Wittek ersetzen, der das Kleeblatt nach der Runde ablösefrei verlässt. Aber im Derby wurde Raum wieder in der Rolle benötigt, die er gelernt hat.  "Mir haben die Läufe in die Tiefe gefehlt, das wollte ich mit Dave verändern", sagte Trainer Stefan Leitl. Bei seinem ersten Saisontor war Raum der Endpunkt einer guten Fürther Kombination, am zweiten Pfosten köpfte er die genaue Flanke von Julian Green ein. "Chapeau, wie wir das rausgespielt haben", freute sich der Trainer. Und auch darüber, wie seine Mannschaft trotz des Nachholspiels in Dresden in den Beinen einfach "da" gewesen sei.

So baute die Spvgg die positive Derby-Bilanz der letzten Jahre aus: Die letzten drei Gastspiele im Max-Morlock-Stadion wurden alle gewonnen, ob nun mit oder ohne Zuschauer. Wichtiger war für Leitl aber die Auswirkung des Sieges: "Wir wissen jetzt, wir sind auch nächstes Jahr in der 2. Liga." Aufmunternde Worte für den Lokalrivalen, für den er selbst einmal gespielt hat, durfte man von ihm nicht erwarten. Leitl: "Im Sport gibt es kein Mitleid." 

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