FUSSBALL: HALLE KREIS WÜ

Kleinochsenfurt will groß heraus kommen

Schon vor dem ersten Ballwechsel der Hallenkreismeisterschaft ist der SVK ein Gewinner. Der einzige A-Klassist im Feld hat nach eigenen Angaben „Historisches“ vollbracht.

Zehn Mannschaften kämpfen an diesem Samstag um den Titel des Würzburger Fußball-Hallenkreismeisters, und der ausrichtende TSV Rottendorf hat dabei die Chance, seinen Titel zu verteidigen. Denn während vor einem Jahr beim Turnier in Ochsenfurt die Landesligisten schon ausgeschieden waren, gewann das Team von Trainer Martin Lang das Finale gegen den SV Maidbronn. Gehört der aktuelle Tabellenführer der Bezirksliga West also diesmal zu den Favoriten bei dem nach Futsal-Regeln ausgespielten Wettbewerb?

„Den arrivierten Teams haben wir gehörig das Fürchten gelehrt.“
Eintrag auf der Homepage des SV Kleinochsenfurt

„Nominell sicherlich nicht“, sagt Lang, der wegen einer Fortbildung selbst nicht dabei sein kann. „Unsere Aktiven haben zwar ein gewisses Faible für Futsal“, aber Favoriten seien die höherklassigen Klubs, sprich: Bayernligist Würzburger FV und die beiden Landesligisten TG Höchberg und TSV Lengfeld. Lang beurteilt die kurze Saison unter dem Hallendach „als spaßigen, aber nebensächlichen Wettbewerb“. Betreuen wird Rottendorfs Mannschaft U 19-Trainer Jens Eiring. Er sagt: „Dass wir in eigener Halle spielen, ist natürlich ein Anreiz. Die Titelverteidigung dort wäre ein Highlight.“ Ein Höhepunkt ist das Turnier für den SV Kleinochsenfurt schon jetzt. Mit seiner Teilnahme hat der einzige A-Klassist im Feld etwas erreicht, was er selbst als „historisch“ einordnet. „Erstmals seit 1989, also 31 Jahren, hat man es wieder geschafft, die Qualifikation für das Endturnier zu erreichen“, heißt es auf der Internetseite des SVK. Beim jüngsten Qualifikationsturnier in Ochsenfurt hatten die Kleinochsenfurter nicht nur Gerbrunn, Sulzfeld (jeweils mit 3:1) und Eibelstadt (4:2) besiegt, sondern in der Zwischenrunde auch Landesligist TG Höchberg nach Sechsmeterschießen.

Erst im Finale unterlagen sie dem TSV Retzstadt mit 0:2. Als A-Klassist habe man „den arrivierten Teams gehörig das Fürchten gelernt und so manchen einen Strich durch die Rechnung gemacht“, verkündete der Klub stolz. Bei der Kreismeisterschaft setzen die Kleinochsenfurter auf den Überraschungseffekt und auf ihr engagiertes Publikum, das sie schon in Ochsenfurt zu Höchstleistungen inspirierte.

Nun geht es unter anderem gegen den Würzburger FV. Dessen Trainer Berthold Göbel hatte beim Vorturnier zur Kreismeisterschaft in Bergtheim während des Zellerauer Derbys zwischen den Blauen und der DJK Würzburg Rot gesehen und war daraufhin bei der Stadtmeisterschaft gesperrt. Dort gewann seine Mannschaft, weshalb die Begeisterung für den Futsal-Wettbewerb nicht ganz so groß ist: „Es wird Zeit, dass das vorbei ist“, sagt Göbel mit Blick auf die Auftritte in der Halle. Ob der 51-Jährige in Rottendorf selbst an der Bande stehen wird, ließ er offen. Auch die Zusammensetzung seines Teams war bis Donnerstag noch nicht ausgemacht: „Futsal wird eh nicht so gern gespielt. Außerdem habe ich ein paar Leute, die nach der Stadtmeisterschaft angeschlagen sind. Es werden wohl ein paar Spieler aus der zweiten Mannschaft nachrücken“, so Göbel. So ist nicht sicher, ob das höchstklassige Team auch die stärkste Mannschaft stellt.

Die Höchberger haben keine gute Erinnerung an die Hallenduelle mit dem Ausrichter. In den vergangenen zwei Jahren scheiterte das Team von Thomas Kaiser beide Male an Rottendorf. 2019 kickte der TSV die TGH im Viertelfinale im Sechsmeterschießen aus dem Turnier. Die weiteren Teilnehmer: Bezirksligist TSV Retzbach, Kreisligist ETSV Würzburg sowie die Kreisklassisten SV Bergtheim, TSV Erlabrunn und SG VfR Burggrumbach.

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