FUSSBALL: BAYERNLIGA NORD

Der TSV Abtswind wirbt weiter um Geduld

Abtswinds Trainer Mario Schindler versucht in diesen nicht einfachen sportlichen Zeiten die Einheit zu beschwören. Foto: Andreas Stöckinger

Die vor einer Woche angekündigte Bestandsaufnahme zwischen dem Trainer und den Vereinsverantwortlichen ist beim TSV Abtswind (15. Platz/11 Punkte) zunächst abgeblasen – und auf nächste Woche verschoben worden. TSV-Coach Mario Schindler sieht dem Treffen trotz der Negativserie von nunmehr neun sieglosen Spielen relativ gelassen entgegen. „Es wird ein Gespräch unter Freunden sein, in dem wir gemeinsam und ganz offen unsere derzeitige Lage analysieren“, sagt der 42-Jährige vor dem schweren Heimspiel diesen Samstag (16 Uhr) gegen den SC Eltersdorf (2./28). Für Schindler hat die anhaltende sportliche Talfahrt in Abtswind handfeste Gründe: der erneute Umbruch des Kaders in diesem Sommer, die bislang vergebliche Suche nach einem echten Torjäger, eine Verletztenmisere, die ständige Rochaden notwendig machten, und längst auch fehlendes Selbstvertrauen unter den Spielern.

„Zu 80 Prozent ist das momentan Kopfsache“, sagt Schindler. Die Flinte ins Korn zu werfen komme für ihn nicht in Frage. „Letzte Saison hatten wir im Herbst auch eine schwierige Phase und haben uns rausgearbeitet. Ich bin niemand, der sich wegduckt, ich stelle mich vor die Mannschaft, zu der das Verhältnis absolut intakt ist.“ Das habe auch die zweite Hälfte in Hof gezeigt.

Da stemmten sich die Abtswinder mit allen Mitteln gegen die nächste drohende Niederlage, holten einen 0:2-Rückstand auf – und waren unter anderem bei einem wegen einer mutmaßlichen Abseitsstellung nicht gegebenen Treffer der 3:2-Führung verdammt nah. „Und dann bekommen wir noch einen Gegentreffer, weil ein ehemaliger Mitspieler einfach weiterspielt, obwohl einer von uns verletzt am Boden lag“, erklärt Schindler mit Blick auf den im Sommer von Abtswind nach Hof gegangenen Cristian Fischer. Selbst die Hofer hätten nach dem Spiel gesagt, sie wüssten nicht, wie sie zu den drei Punkten gekommen seien. „Doch davon können wir uns nichts kaufen“, räumt der TSV-Trainer ein.

Nun geht es also zu Hause gegen den formstarken Tabellenzweiten aus Eltersdorf. Schindler spricht in dieser heiklen Situation von einer „großen Hausnummer“ und von einem Vergleich „David gegen Goliath“. Diesmal fehlen ihm zusätzlich Igor Mikic, Nicolas Wirsching und Max Hillenbrand. Fraglich ist der Einsatz Adrian Grafs. Doch es helfe alles nichts. „In den nächsten drei Partien wird?s noch einmal ganz schwer“, erklärt der Trainer angesichts der Begegnungen mit Eltersdorf, Vilzing und Großbardorf, „Dann kommen für uns die Wochen der Wahrheit.“

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