FRAUENFUSSBALL

Erfreuliche Entwicklung bei den Fußball-Frauen

Ganz schön viel Männer bei der Spielgruppentagung der unterfränkischen Fußballfrauen. Die Trikotsätze für die fairsten Frauenteams der letzten Runde wurden kurioserweise alle von Männern entgegengenommen. Unser Bild zeigt BFMA-Vorsitzende Helga Schmitt (rechts) und den Bezirksvorsitzenden Jürgen Pfau (links) mit Jürgen Fuchs vom TSV Prosselsheim II (Zweiter von links), Stephan Hofmann vom TSV Lengfeld (Mitte) und Florian Madl vom TSV Keilberg (Zweiter von rechts). Foto: Ruth Müller

Allzu viel zu kritisieren gab es nicht bei der diesjährigen Spielgruppentagung der Frauen. Helga Schmitt, die Vorsitzende des Frauen- und Mädchenausschusses des Bezirks Unterfranken, freute sich im voll besetzten Sportheim des TSV Prosselsheim über die zahlreiche Teilnahme der interessierten Vereinsvertreterinnen und –vertreter.

Die Saison 2018/19 verlief weitgehend zufriedenstellend, wenngleich es auch einige Rückzüge zu vermelden gab. Allerdings wurde auch der flexible Spielbetrieb (9 gegen 9) rege genutzt. Für die neue Saison 2019/20 können Vereine für die komplette Runde den Flex-Spielbetrieb anmelden oder – wie bisher – für einzelne Partien. Dies gab Helga Schmitt beim Tagesordnungspunkt „Neues aus dem Verbandsbereich“ bekannt. Positiv wurde auch die Neuerung aufgenommen, dass das Rückwechseln in allen Spielen auf Kreis- und Bezirksebene möglich ist, aufgenommen. Die BFMA-Vorsitzende gab weitere Erläuterungen über den Einsatz von Juniorinnen bei den Frauen, die „technische Zone“ und den Aufstiegsverzicht, der künftig spätestens eine Woche vor dem letzten Saisonspiel zu erklären ist.

Die Regeländerungen im Schiedsrichterbereich, die bereits zum zum 1. Juli wirksam wurden, erklärte ausführlich und teils anhand von kurzen Videofilmen die Frauen-Schiedsrichter-Beauftragte und Vertreterin des Bezirks-Schiedsrichterausschusses, Julia Freimann, und machte gleichzeitig Werbung für die im Herbst in allen Schiedsrichtergruppen stattfindenden Neulingskurse.

Hinweise zu den neuen Regeln

Beim Auswechselvorgang soll der Spieler, der das Feld verlässt, dies künftig über die nächstliegende Begrenzungslinie tun. Teamoffizielle, z. B. Trainer oder Betreuer, können vom Schiedsrichter künftig auch mit einer Gelben, Gelb-Rroten oder sogar Roten Karte für ihr Fehlverhalten bestraft werden. Findet im Strafraum ein Schiedsrichterball statt, wird dieser mit dem Torwart der verteidigenden Mannschaft durchgeführt. Julia Freimann gab zudem Erläuterungen zum Handspiel, der Ausführung von Freistößen mit Abstand zur Mauer, dass ein Abstoß nicht mehr aus dem Strafraum heraus gespielt werden muss und wie zu verfahren ist, wenn der der Ball den Schiedsrichter trifft. Denn der Schiedsrichter ist nicht mehr „Luft“; in diesem Fall wird das Spiel unterbrochen und mit einem SR-Ball fortgesetzt.

Der Bezirksvorsitzende Jürgen Pfau bedankte sich sowohl für das Engagement der Vereinstrainer und Betreuer als auch für den Einsatz der Mitglieder des BFMA. Pfau sprach aber auch den Trainer- und Betreuermangel an, deshalb würden Lehrgänge zur abgespeckten Trainerlizenz (16 bis 20 Übungseinheiten) angeboten, um auch den Frauenfußball moderner und interessanter zu gestalten.

Umfangreiche EDV-Angebote

Der Bezirksvorsitzende referierte zudem über die EDV-Angebote des Bayerischen Fußball-Verbandes und appellierte an die Vereinsvertreter, die Möglichkeiten der BFV-App, der Video-App und die neue BFV-Team-App zu nutzen. Ab der neuen Saison stehen im Männer- und Frauenbereich auch BFV-Robotertexte zur Verfügung. Auch sprach er BFV-Widgets, Live-Ticker und eSports an. Zudem wies er auf die neue BFV-Homepage hin, die am 6. August an den Start ging.

„Die Entwicklung war sehr erfreulich“, konnte Klaus Ullrich, Beisitzer des Bezirks-Sportgerichts, von einem erheblichen Rückgang der Sportgerichtsfälle berichten. Im Bereich des Bezirks-Sportgerichts sind die Fälle um 45 Prozent, im Bereich des Kreis-Sportgerichts gar um 50 Prozent zurückgegangen. Die meisten Fälle waren wegen Nichtantretens zu verzeichnen (Bezirksoberliga sechsmal; Bezirksligen viermal). Ullrich wies in diesem Zusammenhang darauf hin, dass Vereine, die in der Vorrunde ein Auswärtsspiel bestritten haben, bei Nichtantritt des Gegners in der Rückrunde Fahrtkosten geltend machen können. Er hob die Mannschaften des SV Veitshöchheim und des SC Würzburg hervor, die Fairness bewiesen und „ihre Mannschaftsstärke der des Gegners angeglichen haben, wenn der Gegner wegen Verletzung in Unterzahl geriet“.

Apropos Fairness: Mit den Teams des TSV Keilberg (Bezirksoberliga), TSV Lengfeld (Bezirksligen) und des TSV Prosselsheim II (Kreisligen) zeichnete Helga Schmitt die fairsten Teams der Saison 2018/19 aus und überreichte einen Trikotsatz der Kulmbacher Brauerei.

„Alle Meister steigen auf“

„Alle Meister steigen auf.“ Die BFMA-Vorsitzende freute sich, dass sämtliche Meister ihr Aufstiegsrecht wahrnehmen. Für die Saison war wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, es gingen 66 Meldungen ein – leider aber auch schon wieder zwei Rückzüge, wie Schmitt verkündete. Die Gruppeneinteilungen sowie der Rahmenterminkalender wurden veröffentlicht, die Entwürfe der Spielpläne an die Vereine versandt.

Erfreulich ist auch, dass im Pokalwettbewerb am 17./18. August in allen Kreisen Halbfinalspiele stattfinden. Am 24./25. August werden die Kreispokalfinals ausgetragen, die jeweiligen Kreissieger qualifizieren sich für das Achtelfinale auf Bezirksebene am 3. Oktober. Für die Hallensaison sind noch bis zum 15. September Meldungen möglich.

Mit der Bitte, auch an den Nachwuchs zu denken und im Mädchenbereich Aktionen wie „Ballbina kickt“, „Tag des Mädchenfußballs“ zu nutzen und dem Wunsch an die Vereine für eine erfolgreiche und verletzungsfreie Saison, beendete Helga Schmitt eine harmonisch verlaufende Spielgruppentagung. (Hops/PM)

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