HALLENFUSSBALL: KREISENDRUNDE

Frickenhausen fordert die Favoriten

Der torgefährliche Bastian Henkelmann (links) war einer der Erfolgsgaranten bei Frickenhausens Überraschungssieg in Ochsenfurt.
Der torgefährliche Bastian Henkelmann (links) war einer der Erfolgsgaranten bei Frickenhausens Überraschungssieg in Ochsenfurt. Foto: A. Rausch

Zwei Landesliga-Vereine, fünf Bezirksligisten, zwei Kreisliga-Vertreter, zwei A-Klassen-Mannschaften und ein B-Klassist ermitteln am Samstag in Karlstadt den Würzburger Hallenkreismeister. Wenngleich man natürlich im Hallenfußball nie weiß, ob letztlich auch das in der Mannschaft steckt, was drauf steht.

Das gilt sowohl für die höherklassigen Vertreter, die nicht selten ein gemischtes Aufgebot stellen, als auch für den Sensationssieger vom Ochsenfurter Vorturnier, den TSV Frickenhausen. Der Verein tritt zwar offiziell in der B-Klasse an, stellt aufgrund seiner Neuzugänge aber nicht wirklich eine Mannschaft aus der untersten Liga. Elf Spiele, elf Siege und 69:6-Tore sprechen für die klare Überlegenheit der Schützlinge von Philipp Hemmerich in der bisherigen Punkterunde.

Das weiß auch der Spielertrainer, der die Qualifikation für die Kreisendrunde als „Supersache für den Verein“ bezeichnet. „Wir sind nur krasser Außenseiter, zumal in unserem ersten Spiel gegen Unterpleichfeld. Die haben wahrscheinlich noch nichts von Frickenhausen gehört, es sei denn von den Frauen.“ Unterpleichfeld ist sein erklärter Favorit auf den Turniersieg. Hemmerich ist schon zufrieden mit der Qualifikation, aber: „Jetzt wollen wir natürlich auch etwas erreichen.

Das Viertelfinale wäre eine Traum. Wir fahren sicherlich nicht ambitionslos nach Karlstadt. Abschießen wollen wir uns auf keinen Fall lassen.“

Als Titelverteidiger reist Bezirksligist FG Marktbreit/Martinsheim zum Turnier. „Hallenfußball hat keine hohe Priorität für uns, aber wenn wir hinfahren, dann wollen wir auch das Bestmögliche rausholen. Wir treten mit einer gemischten Mannschaft an, in der nicht 100 Prozent Bezirksliga steckt“, gesteht Joachim Hupp. Verletzungsanfällige und ältere Spieler werden geschont. Hupp gibt zu bedenken, dass in der Halle und gerade nach Futsalregeln niederklassige Mannschaften immer etwas erreichen können.

Das habe man ja auch in Ochsenfurt gesehen, wo sich B-Klassist Frickenhausen durchgesetzt hat. Die Ligazugehörigkeit allein ist für Hupp nicht ausschlaggebend. Unterpleichfeld ist für ihn aufgrund der Leistungen in den letzten Jahren der Titelfavorit. „Die nehmen den Hallenfußball auch richtig ernst“, sagt der neue Vorsitzende und Spieler, der sich vor einem Jahr mit einem 2:0-Endspielsieg gegen den A-Klassisten TSV Mainbernheim die Würzburger Hallenkrone aufsetzte.

Mainbernheims Nachfolger bei der Kreisendrunde ist der SV Hoheim. Trainer Markus Hartsch bezeichnet die Qualifikation als größten Erfolg für den Verein. „Dadurch haben wir uns ein Denkmal gesetzt.“ In Karlstadt wollen er und seine Schützlinge in erster Linie Spaß haben. Hartsch' persönliches Ziel ist es, mehr als drei Spiele zu machen. Als Favorit „aus dem Bauch raus“ sieht er Lengfeld. Aber auch Höchberg und Unterpleichfeld seien keine schlechten Mannschaften.

„Hurra-Fußball werden wir nicht bieten. Das Vorturnier haben wir gewonnen, weil wir diszipliniert gespielt haben. Wir können sehr gut verteidigen, haben einen sehr guten Torwart und werden über Konter gehen. Jeden Punkt, den wir erreichen, werden wir feiern“, verspricht der Trainer.

Sein Kollege Oliver Bayer bezeichnet es dagegen als „mittlere Katastrophe“, mit welchem Kader er nach Karlstadt fahren muss. Der Übungsleiter des Bezirksligisten SG Buchbrunn/Mainstockheim fährt mit vier B-Klassenspielern zum Kreisfinale, weil so viele Leute ausfallen und keine Lust haben. Bayer mag Hallenfußball gerne, ist aber kein Freund des Futsals, weil ihm die Überraschungsmomente mit der Bande fehlen.

Auch Bayer legt sich als Topfavorit auf den TSV Unterpleichfeld fest, der nicht nur aufgrund seiner Ligazugehörigkeit zum engeren Favoritenkreis gehört. Denn der Landesligist zählt seit Jahren zu den besten Hallenmannschaften der Region. In der Saison 2013/14 nahmen die Mannen von Trainer Thomas Redelberger als bayerischer Vizemeister sogar an der süddeutschen Meisterschaft teil. Auch in diesem Winter qualifizierten sich die Blauweißen beim eigenen Vorturnier souverän. „Wir haben schon den Ehrgeiz, soweit wie möglich zu kommen, und fahren nicht dorthin, um in der Vorrunde auszuscheiden“, erklärt Redelberger.

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