FUSSBALL: BAYERNLIGA FRAUEN

Frickenhausen freut sich aufs zweite Jahr

Der TSV Frickenhausen geht mit diesem Aufgebot in die Bayernliga-Saison 2016/17 (hinten von links): Trainer Gernot Haubental, Betreuerin Sandra Münz, Romina Kuffner, Sandra Abersfelder, Candida Schwarz, Anna Thormann, Zozan Özdemir, Sarah Schmitt, Betreuerin Andrea Hauck, Co-Trainerin Nadja Kullmann; (vorne von links) Sabine Müller, Katrin Hauck, Lysanne Väth, Julia Kohl, Dominique Göpfert, Karen Ettinger, Tabea Rauschenberger, Simone Barthel.
Der TSV Frickenhausen geht mit diesem Aufgebot in die Bayernliga-Saison 2016/17 (hinten von links): Trainer Gernot Haubental, Betreuerin Sandra Münz, Romina Kuffner, Sandra Abersfelder, Candida Schwarz, Anna Thormann, Zozan Özdemir, Sarah Schmitt, Betreuerin Andrea Hauck, Co-Trainerin Nadja Kullmann; (vorne von links) Sabine Müller, Katrin Hauck, Lysanne Väth, Julia Kohl, Dominique Göpfert, Karen Ettinger, Tabea Rauschenberger, Simone Barthel. Foto: Ruth Müller

Es kann losgehen: Vor dem zweiten Jahr in der Fußball-Bayernliga der Frauen hat sich beim TSV Frickenhausen nicht nur im Kader manches getan, sondern auch im Umfeld des Klubs. Ab sofort können sich die Spielerinnen im neuen Vereinsheim direkt oben am Sportplatz duschen und umziehen. Sie müssen nicht mehr die weiter weg gelegenen Räume im Ort aufsuchen. Das Sportheim wurde vor einigen Wochen eingeweiht. „Für uns ist das ein Erfolgserlebnis. Das war auch wirklich Zeit“, sagt Sportleiter Uwe Braun. Er schaut mit Vorfreude auf das, was an diesem Sonntag beginnt.

Das Ziel liegt weiter oben

Auch Trainer Gernot Haubenthal sieht optimistisch auf die zweite Bayernliga-Saison des TSV. „Es läuft gut. Die Trainingsbeteiligung ist sehr rege, trotz der Ferien- und Urlaubszeit.“ Ziel ist eine bessere Platzierung als in der vergangenen Saison – und Haubenthal ist überzeugt, dass dies auch gelingen wird. „Es geht nach vorn, es geht nach oben. Das muss unser Ziel sein, dafür trainieren wir.“

Die Generalprobe am vorigen Wochenende ist seiner Mannschaft mit einem 6:1 im Verbandspokal beim Landesligaklub VfR Bischofsheim geglückt, zu hoch bewertet er das nicht. „Wir konnten vieles ausprobieren, aber insgesamt war der Gegner zu schwach“, so Haubenthal.

Eine Liga trennt die beiden Teams, allerdings sei das ein enormer Unterschied, was die im Vorjahr erst aufgestiegenen Frickenhäuserinnen selbst zu spüren bekamen. Viele Spielerinnen seien die Stärke der Gegner in der Bayernliga nicht gewohnt gewesen. Vor allem im Zweikampfverhalten lägen gravierende Unterschiede. Gerade die Rückrunde, die Frickenhausen nur acht Punkte einbrachte, habe gezeigt, wo er den Hebel ansetzen müsse.

„Der Lerneffekt ist vorbei. Ich denke nicht, dass das zweite Jahr schwieriger wird, eher besser.“ Nicht nur an einzelnen Stellen solle sich etwas bewegen, sondern im gesamten Taktikverhalten. Haubenthal, angestellt am Lehrstuhl für Sport der Würzburger Uni, will seine Spielerinnen so ausbilden, dass sie in der Lage sind, mehrere Positionen zu bekleiden. Variabler werden, schneller und besser auf den Gegner reagieren, das soll und muss das Ziel sein.

Als ersten Schritt habe er versucht, die Mittelfeldachse zu stärken – „das Zentrum dicht zu kriegen“, wie er es sagt. Jede Spielerin müsse „hellwach sein und mitspielen“, alle seien in die Vorwärts- und in die Rückwärtsbewegung mit eingebunden. Sechs Neue hat der TSV Frickenhausen, die den Konkurrenzkampf und den Schwung erhöhen sollen.

In Tabea Rauschenberger (22) ist bereits in der Rückrunde eine Spielerin dazugekommen. Sie soll diesmal mehr die Rolle der Spielmacherin übernehmen, nachdem sie sich mittlerweile in die Mannschaft gefunden habe. „Ich denke, sie ist in der Lage, das Spiel zu leiten, den Takt vorzugeben und die Verbindung zu den Nebenleuten zu halten“, sagt der Trainer. Rauschenberger spielte zuvor in Hoffenheim.

Endlich Zuwachs im Tor

Neu ist in Sophie Dietze (23 Jahre) eine Defensivspielerin, die bereits in der Studenten-Nationalelf stand. Sie ist vom ETSV Würzburg zum TSV gekommen, genau wie Julia Kohl und Lysanne Väth, beide noch keine 20 Jahre alt. In beiden sieht Haubenthal Talente mit Perspektive. Linksfüßerin Väth habe „sehr gute technische Ansätze“, in Kohl verfügt das Team nun über eine zweite Torhüterin, die Do-minique Göpfert bei Bedarf als Nummer 1 vertreten könne.

Die vom FC Hopferstadt zurückgekehrte Simone Barthel schätzt der Trainer aufgrund ihrer Flinkheit und Lauffreude. Dazu gesellt sich Zozan Özdemir, eine Angreiferin, die vorige Saison in der Verbandsliga Baden-Württemberg einige Tore für den TSV Buchen erzielte. „Sie muss sich noch auf die Mitspielerinnen einstellen“, sagt Haubenthal, „aber sie ist eine Option neben Sandra Abersfelder für den Sturm.“ Zum Stamm gehören in Frickenhausen so etablierte Kräfte wie Sabine Müller, Candida Schwarz oder Katrin Hauck. Allerdings gilt es auch sechs Abgänge zu ersetzen.

Haubenthal kann das nicht bremsen in seiner Zuversicht. Das schwierige erste Jahr liege hinter der Mannschaft, sie wisse nun, was sie erwarte. Vier, fünf Spiele werde es dauern, bis man beurteilen könne, wozu Frickenhausen und auch der Rest der Liga in dieser Saison fähig seien, glaubt der Fachmann. Zum Auftakt am Sonntag in Pegnitz rechnet sich Haubenthal gute Chancen aus, auch wenn er auf einige Spielerinnen verzichten muss. Ein Aufsteiger, nun ja, da könne man punkten. Doch sei der Gegner gerade deswegen besonders motiviert. Seine Schützlinge müssen es ja wissen. Sie waren vor einem Jahr selbst in dieser Lage.

TSV Frickenhausen

Abgänge: Sabrina Mann (ETSV Würzburg), Kim Kissler (TSV Lonnerstadt), Sandra Winkler, Janina Walter (beide unbekannt), Denise Stich, Manuela Schlör (beide Laufbahn beendet).

Zugänge: Zozan Ödemir (TSV Buchen), Lysanne Väth, Sophia Dietze, Julia Kohl (alle ETSV Würz- burg), Tabea Rauschenberger (TSG Hoffenheim), Simone Barthel (FC Hopferstadt), Zozan Ödemir (TSV Buchen).

Aufgebot, Tor: Dominique Göpfert, Julia Kohl.

Abwehr: Candida Schwarz, Sabine Müller, Tina Stark, Johanna Roll, Katrin Hauck, Lysanne Väth.

Mittelfeld: Pauline Großer, Sophia Dietze, Anna Thormann, Tabea Rauschenberger, Sarah Schmitt, Katharina Other, Simone Barthel.

Angriff: Sandra Abersfelder, Sarah Wintzheimer, Romina Kuffner, Zozan Özdemir.

Trainer: Gernot Haubenthal (seit 2014).

Saisonziel: Verbesserung zur vergangenen Saison. Meistertipp: keine Angabe.

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