FUSSBALL: BAYERNLIGA FRAUEN

Frickenhausen wagt und verliert

Sandra Abersfelder schoss Frickenhausen in Führung. Am Ende war der Vorsprung dahin.
Sandra Abersfelder schoss Frickenhausen in Führung. Am Ende war der Vorsprung dahin. Foto: Alexander Rausch

Zwar hat Frickenhausens Trainer Gernot Haubenthal im letzten Heimspiel dieses Jahres die bisher beste Saisonleistung seiner Elf notiert. Doch auch das Beste war am Sonntag nicht gut genug, um sich gegen den Tabellenführer der Bayernliga durchzusetzen. Trotz 1:0-Führung zur Halbzeit unterlag sein Team der SpVgg Greuther Fürth am Ende noch mit 1:4.

Vor allem in der ersten Hälfte hatte es richtig gut ausgesehen, wie die Frickenhäuserinnen den Klassenprimus entzauberten. Sie igelten sich gegen den Favoriten keineswegs hinten ein, wie es viele Gegner in der Regel tun. Ganz im Gegenteil, der TSV setzte auf Offensive und begann mit vier Stürmerinnen und mancher Umstellung. Zudem ließ Trainer Haubenthal seine sonstige zentrale Angreiferin Sandra Abersfelder über die Außenbahn anrennen. Der Trainer wählte gewissermaßen Angriff als beste Verteidigung.

„Wir wollten die gegnerische Viererkette unter Druck setzen und haben gleichzeitig unser Mittelfeld weiter nach vorne geschoben. Das ist auch gut gelungen, Fürth hatte am Anfang einige Probleme im Spielaufbau“, erklärte Haubenthal. Trotzdem hatte es der TSV nicht leicht, sich Torchancen zu erspielen, denn die Fürtherin Daniela Held dirigierte ihre Abwehr sehr effizient.

Einen folgenreichen Fehler leistete sich die Gästetorhüterin Sandra Klug dennoch. Kurz vor dem Seitenwechsel war sie weggerutscht, als sie einen von der Mitspielerin zugepassten Ball mit dem Fuß schlagen wollte. Sandra Abersfelder hatte nachgesetzt, nahm das Geschenk an und schob zum 1:0 ein (42.). Im zweiten Abschnitt wurde Fürth zusehends stärker, doch zunächst besaß Frickenhausens Sophia Dietze die große Chance auf das 2:0.

Nach Zuspiel in den freien Raum lief sie von außen auf das Fürther Tor zu. Leicht bedrängt von einer Gegnerin, geriet ihr Schuss jedoch zu ungenau, so dass Gästetorhüterin Klug parierte (55.). Fünf Minuten später führte ein Doppelschlag der spielstarken Gäste binnen einer Minute zum 1:2. Beide Male hatte die Heimelf nach langen Bällen nicht aufgepasst – es folgte jeweils eine kurze Täuschung der Stürmerin, und schon war es geschehen: Stephanie Schropp (60.) und Christina Maier (61.) brachten die Gäste in Führung.

Nun liefen Fürths gefällige Kombinationen auf dem gut bespielbaren Untergrund – auch weil Frickenhausen seinem kräftezehrenden Spiel aus der ersten Halbzeit Tribut zollte. TSV-Trainer Haubenthal zeigte sich vom Gegner angetan. „Sie waren auf allen Positionen gut besetzt, spielten flink und direkt und nutzten unsere kleinen Nachlässigkeiten.“

Bei seiner Elf war die Luft raus, sie fing zwei weitere Gegentreffer, die Haubenthal verschmerzen konnte. Schließlich hatte er den bisher besten Gegner gesehen, auf den seine Frauen in dieser Saison getroffen sind. „Das war unsere beste Saisonleistung. Man kann zufrieden sein – auch wenn das Ergebnis nicht so aussieht.“ Für den TSV steht noch die Auswärtspartie bei Wacker München II an.

Das Spiel in der Statistik

TSV Frickenhausen – SpVgg Greuther Fürth 1:4 (1:0)

Frickenhausen: Julia Kohl; Zozan Özdemir, Sabine Müller (85. Sarah Wintzheimer), Candida Schwarz, Pauline Großer (77. Simone Barthel), Sophia Dietze, Anna Thormann, Romina Kuffner, Tabea Rauschenberger, Sandra Abersfelder, Sarah Schmidt.

Fürth: Sandra Klug; Alicia Kohl, Andrea Walter (66. Ann-Katrin Wolffram), Mareike Langer (76. Nadine Lang), Sabrina Schroll, Anna-Maria Buckel, Daniela Held, Christina Maier (75. Lena Bieber), Stephanie Schropp, Katharina Vornehm, Vanessa Faßold (51. Nina Kohout).

Schiedsrichter: David Kern (Röthlein).

Zuschauer: 50.

Gelbe Karten: Schmidt; Vornehm.

Tore: 1:0 Sandra Abersfelder (42., Schuss aus kurzer Distanz), 1:1 Stephanie Schropp (60.), 1:2 Andrea Walter (61.), 1:3 Ann-Katrin Wolfram (71.), 1:4 Christina Maier (75.).

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